Außenansicht Landesgeschaeftsstelle des PARITAETISCHEN Berlin - Foto: Petra Engel Paritaetischer Berliner Bär für besondere Ehrungen - Foto: Frederic Brueckel Foyer der Landesgeschaeftsstelle - Foto: Petra Engel

Stiftung Parität Berlin

Die Stiftung Parität Berlin wurde 2005 aus dem Stiftungsvermögen des Anteilsverkauf Paritätischer Unternehmensverbund, jetzt Sana Berlin-Brandenburg, gegründet. Zum fünfköpfigen Vorstand zählen Prof. Barbara John, Oswald Menninger, Helmut Forner, Dr. Ellis Huber und Dirk Brandes.. Die beiden erstgenannten bilden den geschäftsführenden Vorstand. Im November 2018 wird der Verbandsvorstand neu gewählt. Der Vorstand ist ehrenamtlich tätig. Bei der Stiftung entstehen keine Verwaltungskosten, da die Förderprogramme über den Landesverband umgesetzt werden. Den Jahresabschluss 2017 prüfte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft MAZARS.

Förderung des Wohlfahrtswesens ist Stiftungszweck

So fördert die Stiftung bürgerschaftliches Engagements, Aktivitäten im Bereich der Jugend– und Altenhilfe,des Gesundheitswesen sowie  der sozial-pflegerischen Arbeit. Neben den Stiftungserträgen werden auch zweckgebundene Spenden eingesetzt. Satzungsgemäß kann die Stiftung sowohl wohlfahrtspflegerische Aktivitäten des Verbandes als auch seiner Mitgliedsorganisationen fördern. Auf Grund der momentan gesicherten Finanzierung des Verbandes werden die Stiftungserträge und Spenden zur Unterstützung der Mitglieder eingesetzt.

Stiftungsvermögen seit Gründung um 1,5 Millionen erhöht

Das Stiftungskapital erhöhte sich seit der Gründung der Stiftung von 21,5 Millionen Euro durch Zustiftungen, Rücklagenbildung und Ergebnisvortrag auf 23,95 Millionen Euro 2017. Die Stiftung Parität Berlin hatte am Ende des Jahres 2015 ein Gesamtvermögen (Aktiva) von 25,22 Millionen Euro. Das Stiftungsvermögen (Passiva) setzte sich am Bilanzstichtag zusammen aus 23.95 Millionen Euro Stiftungskapital und 1,27 Millionen Euro an Mitteln aus Förderprogrammen, die am Bilanzstichtag für die Förderzwecke noch nicht abgeflossen waren und als Verbindlichkeit in der Bilanz stehen.

Woher die Stiftungserträge stammen

Die Stiftung schloss 2017 mit einem Jahresüberschuss von 123.240 Euro ab. Die Stiftung hat für Förderzwecke 1.052.000 Euro ausgeschüttet.

Die Stiftungserträge mit insgesamt 1.272.000 Euro setzten sich aus sonstigen betrieblichen Erträgen (zum Beispiel Sana-Dividende) mit 577.000 Euro und Kapitalerträgen mit 695.000 Euro zusammen. Von den gesamten Erträgen werden die gesamten Aufwendungen mit 1.149.000 Euro abgezogen. Die Aufwendungen setzen sich aus Ausgaben für Stiftungszwecke (Förderung) in Höhe von 1.053.000 Euro, betriebliche Aufwendungen in Höhe von 54.000 Euro und Abschreibungen auf Wertpapiere in Höhe von 42.000 Euro zusammen.

Vor dem Hintergrund der Finanzkrise konnten die ordentlichen Kapitalerträge durch eine breite Streuung der Anlagen erwirtschaftet werden. Dies erhöhte einerseits die betrieblichen Aufwendungen bei den Kosten der Finanzanlagen und andererseits führten die unsicheren Rahmenbedingungen auf dem Kapitalmarkt zu Kursschwankungen bei den Wertpapieren. Dies bedingte Abschreibungen bei Wertpapieren. Kurssteigerungen dagegen werden bilanziell nicht berücksichtigt und führen zu stillen Reserven.

Förderung der Stiftung aus zweckgebundenen Spenden und Stiftungserträgen 2016/2017

Die Dividende von Sana Berlin-Brandenburg in Höhe von 577.000 Euro wurde als zweckgebundene Spende durch den Verband auf die Stiftung übertragen. Aus Kapitalerträgen der Stiftung wurde die Spende um 423.000 Euro erhöht und somit standen für die Förderung von Projekten der Mitgliedsorganisationen des Verbandes im Jahr 2017 erneut Mittel in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung. Insgesamt unterstützte die Stiftung 2017 mit ihren Mitteln die ganze Palette wohlfahrtspflegerischer Arbeit in 92 Projekten mit 972.000 Euro. Neben Investitionen und Ausstattung wurden Projekte, die neue Wege in der sozialen Arbeit erproben, finanziert und viele Ehrenamtsprojekte und Projekte zur Integration von Flüchtlingen gefördert.Die nicht verbrauchte Fördersumme 2017 wurde auf das Haushaltsjahr 2018 übertragen.

Programm KinderZukunft – Paritätische Hilfe für Kinder und Jugendliche 2017

Armut, soziale Benachteiligung und Ausgrenzung von Bildungsmöglichkeiten betreffen Kinder und Jugendliche in besonderem Maße. Das Programm KinderZukunft läuft seit 2006; 2017 wurden für das Programm wieder 50.000 Euro eingesetzt. Die Hilfe umfasst Kinderstipendien zur Entwicklung von Talenten, wie zum Beispiel Musik- und Schauspielunterricht, sowie Hilfen als Einzelförderungen für notwendige Anschaffungen, wie Bekleidung, Schulsachen, Sportsachen, u.v.m. 2017 stellten über 75 Mitgliedsorganisationen Gutscheine für bedürftige Kinder aus. Insgesamt wurden 709 Kinder gefördert.

Fahrkarten für Ehrenamtliche 2017

Mit diesem Förderprogramm griff der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin die Klagen vieler Ehrenamtlicher auf, dass sie die Fahrkosten für ihre Einsätze häufig aus eigener Tasche finanzieren müssen. Das erste Förderprogramm Fahrkostenzuschüsse startete 2006 und sollte nach mehreren Verlängerungen 2012 auslaufen. Aufgrund vieler Anfragen seitens der  Mitgliedsorganisationen beschloss  die Stiftung, dieses Förderprogramm fortzuführen. So konnten 2017 1080 Monatskarten für Ehrenamtliche bei 85 Mitgliedsorganisationen im Wert von 67.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Förderung der Stiftung seit Gründung

Die Stiftung hat seit ihrer Gründung 2005 bis Ende 2017 Fördermittel aus zweckgebunden zugeführten Spenden in Höhe von 7,766 Millionen Euro und Kapitalerträgen in Höhe von 5,722 Millionen Euro ausgeschüttet, also insgesamt 13,488 Millionen Euro.So flossen beispielsweise 8,3 Millionen Euro für circa 950 Einzelprojekte. Neben den Schwerpunkten der Förderung des Ehrenamts- und von Flüchtlingsprojekten in der jüngsten Zeit wird die ganze Palette wohlfahrtspflegerischer Projekte gefördert. 750.000 Euro für drei Häuser der Parität bei Mitgliedsorganisationen, um gemeinnützige Angebote für die soziale Versorgung an einem Standort zu ermöglichen. 651.000 Euro für über 11.000 kostenlose Monatsfahrkarten für Ehrenamtliche und 600.000 Euro für das Programm KinderZukunft. Weit über 9000 Berliner Kinder haben an dem Programm bis heute partizipieren können.

Mehr zur Entwicklung der Stiftung können Sie nachlesen im Themenheft „Vielfalt stiften. Zehn Jahre Stiftung Parität, das 2015 erschienen ist. Sie finden es unter:www.paritaet-berlin.de/presse/publikationen.html

Die Berliner Stiftungswoche

Immer im April findet die Berliner Stiftungswoche statt. Sie wurde erstmalig 2010 von der Berliner Stiftungsrunde initiiert. Die Stiftung Parität ist Mitglied in dieser Runde und stellt im Programmheft der Stiftungswoche alljährlich einige bemerkenswerte Beispiele von Projekten unserer Mitglieder vor, die durch Stiftungsgelder gefördert werden. Die Berliner Stiftungswoche will das Engagement der Berliner Stiftungen hervorheben, neugierig machen, zum Nachdenken und zum Nachahmen anregen. Die beteiligten Stiftungen öffnen ihre Türen. Sie präsentieren sich und beantworten gern die Fragen des Publikums. Auch 2018 beteiligten sich über 100 Stiftungen an der neunten Berliner Stiftungswoche unter dem Motto Alles im Fluss - Stiftungen bewahren und gestalten.  Mit vielfältigen Veranstaltungen zeigten sie, wie notwendig gerade heute ein starkes zivilgesellschaftliches Engagement ist. Mehr Informationen finden Sie im Internet unter: www.berlinerstiftungswoche.eu

(rs)