Partner für soziale Arbeit

Stiftung Parität Berlin

Die Stiftung Parität Berlin wurde 2005 gegründet

Das Stiftungskapital stammt aus dem Anteilsverkauf des Paritätischen Unternehmensverbunds, jetzt Sana Kliniken Berlin-Brandenburg. Zum fünfköpfigen Vorstand zählen Prof. Barbara John, Oswald Menninger, Dr. Gabriele Schlimper, Dr. Ellis Huber und Dirk Brandes. Die beiden Erstgenannten bilden den geschäftsführenden Vorstand. Ende 2018 wurde der Stiftungsvorstand vom Verbandsvorstand neu bestellt. Der Vorstand ist ehrenamtlich tätig. Bei der Stiftung entstehen keine Verwaltungskosten für die Umsetzung der Förderprogramme, da diese über den Landesverband läuft. Den Jahresabschluss 2020 prüfte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars.

Förderung des Wohlfahrtswesens ist Stiftungszweck. So fördert die Stiftung bürgerschaftliches Engagement, Aktivitäten im Bereich der Jugend- und Altenhilfe, des Gesundheitswesens sowie der sozial-pflegerischen Arbeit. Neben den Stiftungserträgen werden auch zweckgebundene Spenden eingesetzt. Satzungsgemäß kann die Stiftung wohlfahrtspflegerische Aktivitäten sowohl des Verbands als auch seiner Mitgliedsorganisationen fördern. Die Finanzierung des Verbands ist momentan gesichert. So werden die Stiftungserträge und Spenden zur Unterstützung der Mitglieder eingesetzt.

Stiftungsvermögen seit Gründung um 3,13 Millionen erhöht

Das Stiftungskapital erhöhte sich seit der Gründung der Stiftung von 21,5 Millionen Euro durch Zustiftungen, Rücklagenbildung und Ergebnisvortrag auf 24,64 Millionen Euro im Jahr 2020. Die Stiftung Parität Berlin hatte am Ende des Jahres 2020 ein Gesamtvermögen (Aktiva) von 25,06 Millionen Euro. Das Stiftungsvermögen (Passiva) setzte sich am Bilanzstichtag aus 24,63 Millionen Euro Stiftungskapital, 6.500 Euro an Rückstellungen und 417.000 Euro an Mitteln aus Förderprogrammen zusammen, die am Bilanzstichtag für die Förderzwecke noch nicht abgeflossen waren und als Verbindlichkeit in der Bilanz stehen.

Stiftungserträge

Die Stiftung schloss 2020 mit einem Jahresüberschuss von 716.103 Euro ab. Die Stiftung hat für Förderzwecke 341.000 Euro ausgeschüttet. Der hohe Überschuss 2020 ist im Ergebnis dem Umstand geschuldet, dass wir 2020 keine Förderung für Mitgliedsorganisationen des Verbands beschlossen haben. Die übertragenen Mittel aus dem Förderprogramm 2019 reichten 2020 für eine ausreichende Förderung der Mitgliedsorganisationen. Die Stiftungserträge mit insgesamt 1,19 Millionen Euro setzten sich aus sonstigen betrieblichen Erträgen (zum Beispiel Sana-Dividende) mit 710.000 Euro und Kapitalerträgen mit 480.000 Euro zusammen. Von allen Erträgen werden die gesamten Aufwendungen mit 474.000 Euro abgezogen.

Die Aufwendungen setzen sich aus Ausgaben für Stiftungszwecke (Förderung) in Höhe von 341.000 Euro, Abschreibungen auf eine Immobilie und Wertpapiere in Höhe von 71.000 Euro und sonstiger Aufwendungen in Höhe von 62.000 Euro zusammen. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise konnten die ordentlichen Kapitalerträge durch eine breite Streuung der Anlagen erwirtschaftet werden. Dies erhöhte einerseits die betrieblichen Aufwendungen bei den Kosten der Finanzanlagen, und andererseits führte der Erwerb der Seniorenresidenz Altlandsberg durch die Stiftung zu Abschreibungen bei der Immobilie. Der Jahresüberschuss erhöhte den Ergebnisvortrag auf 1,037 Millionen Euro.

Förderung der Stiftung aus zweckgebundenen Spenden und Stiftungserträgen 2020

Für die Förderung von Projekten der Mitgliedsorganisationen des Verbands im Jahr 2020 konnten aus dem Übertrag 2019 insgesamt 42 Projekte mit einem Fördervolumen von 785.000 Euro gefördert werden. Die Stiftung unterstützte mit ihren Mitteln die ganze Palette wohlfahrtspflegerischer Arbeit. Im Durchschnitt bewegte sich die Fördersumme je Projekt bei etwa 18.700 Euro. Es wurden Projekte unterstützt, die neue Wege in der sozialen Arbeit erproben sowie Ehrenamtsprojekte und Projekte zur Integration von Geflüchteten.

Fahrkarten für Ehrenamtliche

Mit diesem Förderprogramm griff der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin die Klagen vieler Ehrenamtlicher auf, dass sie die Fahrkosten für ihre Einsätze häufig aus eigener Tasche finanzieren müssen. Das erste Förderprogramm Fahrkostenzuschüsse startete 2006 und sollte nach mehreren Verlängerungen 2012 auslaufen. Aufgrund vieler Anfragen seitens der Mitgliedsorganisationen beschloss die Stiftung, dieses Förderprogramm fortzuführen. So konnten 2020 wieder 1200 Monatskarten für Ehrenamtliche bei 60 Mitgliedsorganisationen im Wert von 68.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Förderung der Stiftung seit Gründung

Die Stiftung hat seit ihrer Gründung 2005 bis Ende 2020 Fördermittel aus zweckgebunden zugeführten Spenden in Höhe von 9,497 Millionen Euro und Kapitalerträgen in Höhe von 6,385 Millionen Euro ausgeschüttet, also insgesamt 15.882.000 Euro. Zu den Kapitalerträgen müssen noch 2,1 Millionen Euro addiert werden, die nicht ausgeschüttet, sondern bilanziell als Kapitalerhaltungsrücklage dem Stiftungskapital zugeführt wurden.