Außenansicht Landesgeschaeftsstelle des PARITAETISCHEN Berlin - Foto: Petra Engel Paritaetischer Berliner Bär für besondere Ehrungen - Foto: Frederic Brueckel Foyer der Landesgeschaeftsstelle - Foto: Petra Engel

Für eine Schwangerschaft ohne Alkohol

Kampagne klärt über Risiken von Alkoholkonsum auf

Nicht immer fällt Frauen in der Schwangerschaft der Verzicht auf Alkohol leicht. Das kann Folgen haben. Experten weisen darauf hin, dass auch geringste Mengen Alkohol zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft das ungeborene Kind schädigen können.

Deshalb startet jetzt eine Kampagne, die die Aufklärungsarbeit in den Praxen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe unterstützen will. Eine Initiative aus den Bereichen Frauengesundheit, Geburts- und Suchthilfe verschickt berlinweit Informationsmaterial und Aufkleber an Ärztinnen und Ärzte, die ihre Patientinnen für die Gefahr bleibender Schäden durch Alkoholkonsum sensibilisieren wollen.

Der Aufkleber mit einem durchgestrichenen Weinglas könnte so zum Beispiel in den Mutterpass geklebt werden und die Frauen erinnern und ermutigen während der gesamten Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten. Denn laut Drogenbeauftragte der Bundesregierung trinken bis zu 30 Prozent schwangerer Frauen Alkohol. Viele Deutsche kennen die Gefahr lebenslanger Schäden nicht (44 Prozent laut TNS Infratest Politforschung, 2014).

In Deutschland werden jährlich 3000 bis 4000 Kinder mit dem Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms (FAS) geboren, nach Aussagen der Bundesdrogenbeauftragten sind bis zu 10.000 Kinder von den Fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD) betroffen. Es kommt zu irreversiblen lebenslangen Schädigungen. Dazu gehören organische Fehlbildungen, kognitive Beeinträchtigung und Verhaltensauffälligkeiten. Die betroffenen Menschen sind hochgradig gefährdet, eine Suchterkrankung zu entwickeln.

„Wir wollen den Einstieg in das häufig tabuisierte Thema ‘Alkohol in der
Schwangerschaft‘ etwas erleichtern“, sagt Daniela Dreißig von Wigwam Zero. Bei ihr erhalten Frauen weiterführende Informationen und Beratung. Wigwam Zero ist ein vom Berliner Senat für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung gefördertes Projekt zur Prävention Fetaler Alkoholspektrum-Störungen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.wigwamzero.de

Kontakt:
Werner Brose
Verbund für integrative soziale und therapeutische Arbeit gGmbH
Tel.: 030/ 40 03 70-100
E-Mail: werner.brose(at)vistaberlin.de
www.vistaberlin.de

(Pe)

Datum, 21 | 12 | 2017