Kiezreporter der Schulstation von Aufwind e.V. - Foto: Stefanie Lehmann Unionhilfswerk - Kindergartengruppe - Foto: Christiane Weidner Eine Breakdanceshow - Foto: Eberhard Auriga Kletterwald - Foto: Nachbarschaftsheim Schöne

"Wie offen sind unsere Systeme? Flüchtlinge im Fokus der Sozialen Arbeit"

Kategorie: Aus dem Verband, Flüchtlingsarbeit, Migration, Soziales

Debatte der Sozialbranche III am 24. Januar 2017 in Berlin

Diskussionsteilnehmer im Gespräch

Teilnehmer der Debatte im Gespräch; Foto: die reha e.V.

Vertreter sozialer Träger und Verbände diskutierten mit Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, über Probleme und Chancen der Integration geflüchteter Menschen in Berlin.

Senatorin und Trägervertreter sprachen sich für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aus, in der die langjährigen Erfahrungen der freien Träger, ihre Professionalität und die Verankerung in der Zivilgesellschaft maßgeblich berücksichtigt werden. Dabei gehe es darum, gemeinsam hohe Qualitätsstandards für die soziale Arbeit mit Geflüchteten zu entwickeln und festzuschreiben. Dies sei für eine künftig bessere Planung, Verwaltung und sozialpolitische Steuerung in Berlin erforderlich. Die Senatorin lud alle Beteiligten zu einem offenen, streitbaren und transparenten Diskussionsprozess ein, denn nur in einem ehrlichen Miteinander könne Integration gelingen! 

Mit Elke Breitenbach diskutierten Friedrich Kiesinger (Albatros gGmbH), Gerald Saathoff (Mittelhof e. V.), Dr. Gabriele Schlimper (Der Paritätische Berlin), Christian Thomes (Caritasverband Berlin) sowie die Moderatoren Angela Elis und Reinald Purmann. Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion erörterten zudem ihre Vorstellungen von sozialen Innovationen, die von kleinteiligen sozialräumlichen Ideen als auch vom Wunsch nach einem gesellschaftlichem Perspektivwechsel zeugten. 

Zuvor hatte Daniel Tietze, Staatssekretär für Integration, in seinem Grußwort und einem Referat die Vorhaben des Berliner Senats dargestellt. Einen Schwerpunkt bildete dabei das derzeit in Planung befindliche "Gesamtkonzept für die Integration und Teilhabe von Geflüchteten", das den "Masterplan Integration und Sicherheit" ablösen wird.

Geschäftsführerin Dr. Gabriele Schlimper bei der DebatteDie Vorstandsvorsitzende des Paritätischen Berlin, Prof. Barbara John, benannte in ihrem Grußwort die Notwendigkeit, bestehende Hilfsmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und gegebenenfalls neu zu gestalten. Fachvorträge von Harald Löhlein (Der Paritätische Gesamtverband) und Rechtsanwältin Jana Franke (Hohage, May & Partner) erörterten die Themen "Asyl, Migration und Teilhabe" aus  gesellschaftspolitischer und juristischer Sicht. In Impulsreferaten berichteten Vertreter paritätischer Mitgliedsorganisationen, darunter Norbert Prochnow (Unionhilfswerk) und André Lossin (Volkssolidarität) aus ihrer jahrzehntelangen Praxis mit Integrationsarbeit und Freiwilligenengagement. Dr. Ellis Huber (Der Paritätische Berlin) zeigte an Beispielen, wie "Flüchtlingskrisen" soziale Entwicklungen anstoßen können.

Für Berlin würden sich durch die Zuwanderung vieler Menschen aus anderen Kulturkreisen nicht nur große Herausforderungen, sondern auch Chancen bieten. Je schneller und besser sich Zugewanderte integrieren könnten, desto eher würden sich daraus positive wirtschaftliche Effekte ergeben, erläuterte Mekonnen Meshgena (Heinrich-Böll-Stiftung) in seinem Referat. Er appellierte zudem an alle Institutionen und Organisationen, geflüchtete Menschen nicht nur als "Klientel", sondern auch als Akteure zu betrachten.

Eingeladen hatte der Paritätische Wohlfahrtsverband, Landesverband Berlin e.V., Veranstaltungspartner war die reha e.v., unterstützt von der Bank für Sozialwirtschaft Berlin.

Das Programm der Veranstaltung finden Sie unter: www.diereha.de/debatte-sozialbranche.html

Kontakt: Jana Höftmann-Leben, die reha e.v.
Telefon: 030 29 34 13 28,  E-Mail: jana.hoeftmann(at)diereha.de

(vb)

Datum, 25 | 01 | 2017