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Weiterbildungen für den Einstieg in den pädagogischen Bereich

Der Bildungsträger GIZ bildet Menschen weiter, die im Ausland bereits pädagogische Kenntnisse erworben haben

Weiterbildung bei GIZ. Foto: GIZ e. V.Aktuell bietet der Träger vier verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten an mit dem  Ziel, Menschen auf dem Weg in eine Tätigkeit im pädagogischen Bereich zu begleiten und sie gut auf diese verantwortungsvolle Aufgabe vorzubereiten. Die Weiterbildungsangebote von GIZ e. V. werden über Bildungsgutscheine der Jobcenter, Arbeitsagenturen und Rentenversicherungsträger finanziert und sind für die Teilnehmenden kostenfrei.

Praxis und Fachsprache

Das Angebot Einstieg und Fachsprache für erzieherische Berufe ermöglicht ein erstes Kennenlernen der verschiedenen Tätigkeitsfelder der pädagogischen Arbeit, verbunden mit dem Erwerb der Fachsprache auf dem Niveau B2. Die Weiterbildung „Pädagogische*r Assistent*in“ vermittelt in neun Monaten pädagogische Grundlagen verbunden mit praxisausgelagertem Unterricht, der es ermöglicht, einmal wöchentlich berufspraktische Erfahrungen in einer Schule zu sammeln. 

Verschiedene Weiterbildungen

Die Weiterbildung „Interkulturelle*r Trainer*in“ bietet Menschen mit einem im Ausland erworbenen pädagogischen Abschluss die Chance, innerhalb von zwei Jahren verkürzt die staatlich anerkannte Erzieherausbildung zu absolvieren. Hierfür kooperiert der Träger mit einer staatlichen Fachschule. Das einjährige Angebot „Fachkraft für sonderpädagogische Schulbegleitung“ bereitet fundiert auf den Einsatz als Schulhelfer*in vor. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Weiterbildungsangeboten bringen oftmals bereits Erfahrungen im pädagogischen Bereich mit, die sie im Ausland erworben haben, etwa eine Lehrerin aus dem Irak oder ein Erzieher aus Syrien. In der Weiterbildung erleben Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Wertschätzung ihres mitgebrachten Wissens und ihrer persönlichen Erfahrungen.

Weiterbildungen als Türöffner

Die im Ausland erworbenen pädagogischen Abschlüsse werden in Deutschland selten anerkannt. Somit ist diesen Fachkräften der Zugang zu dem Berufsfeld Pädagogik verschlossen, obwohl ein Fachkräftemangel in diesem Bereich herrscht. Für viele stellen die Weiterbildungen einen Türöffner für die berufliche Perspektive in der Pädagogik dar. Der Teilnehmer mit Erfahrung als Erzieher aus Syrien beginnt nach der Weiterbildung zum pädagogischen Assistenten zum Beispiel eine Arbeit an der Schule. Die Interkulturelle Trainerin mit Erfahrung als Lehrerin aus dem Irak arbeitet später als Erzieherin.

Vorteil der kulturellen Vielfalt

Vielfalt wird als Bereicherung erlebt. Durch die verschiedenen sprachlichen und kulturellen Hintergründe tragen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrer späteren Tätigkeit in Kitas und Schulen auch zu einem Mehr an Verständnis und Kommunikation zwischen Schule, Kita, Eltern und Kindern bei. Dieses Spezialwissen stellt einen hohen Gewinn dar. Pädagogische Einrichtungen wie Kitas und Schulen profitieren von dieser interkulturellen Vielfalt. Auch sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer oftmals Vorbilder für Kinder mit Migrationshintergrund. Sie können Kinder und Eltern dadurch gut abholen und begleiten.

Absolventen haben Erfolg

Die Möglichkeiten der Arbeitsaufnahme nach dem Abschluss sind sehr gut: Über 70 Prozent der Teilnehmenden sind bereits nach drei Monaten in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Diese Weiterbildungen sind somit Brückenbauer für den beruflichen Einstieg in die pädagogische Arbeit.

Dane Krause, GIZ e. V.

 

Mehr über den Träger und seine Weiterbildungen finden Sie auf der Internetseite: 
www.giz.berlin

(aw)

Datum, 15 | 02 | 2019