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Visionen für mehr sozialen Wohnraum in Berlin

Fachtag „Schutzraum inklusives Wohnen – gemeinsam für eine soziale Wohnlandschaft“

Rege Beteiligung an den angebotenen Workshops; Foto: Christian Muhrbeck

Mehr Raum für soziale Wohnangebote schaffen und die Zusammenarbeit zwischen Wohnungswirtschaft und sozialen Trägern zu stärken – darum ging es beim Fachtag „Schutzraum inklusives Wohnen – gemeinsam für eine soziale Wohnlandschaft“ am 10. Januar. Dass das Thema in Berlin mehr als aktuell war, zeigte die große Resonanz auf die Veranstaltung, die parallel zur 1. Berliner Strategiekonferenz Wohnungslosenhilfe der Senatsverwaltung für Soziales stattfand. Rund 100 Teilnehmende aus Wohnungswirtschaft – landeseigene und private Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und Stiftungen –, von sozialen Trägern, aus Politik und Verwaltung versammelten sich im Hotel Rossi der Botschaft für Kinder gGmbH. Eingeladen hatten die Agentur „Inklusive wohnen“ und der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin.

Prof. Barbara John, der Vorstandsvorsitzenden des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Landesverband Berlin e.V. eröffnete den Tag und betonte, dass insbesondere eine aktive Beteiligung von gemeinnützigen sozialen Trägern bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum eine gute Perspektive darstellt. Dr. Maximilian Vollmer von der Agentur „Inklusiv wohnen“ unterstrich die Relevanz des Themas durch die Vorstellung einer 2017 erarbeiteten Studie zur prekären Raumsituation sozialer Organisationen in Berlin.

In drei thematischen Workshops setzten sich die Teilnehmenden anschließend intensiver mit dem Thema auseinander. Der Workshop „Wohnung sucht Bewohner“ bot den Vertretern sozialer Träger und der Wohnungswirtschaft die Möglichkeit, sich in einem „Speed-Dating“-Format kennenzulernen, ihre jeweiligen Interessen zu formulieren und abzugleichen. Im Workshop „Suche helle, geräumige Vision“ wurden mögliche Synergien und Win-Win-Strategien für die Kooperation zwischen Wohnungswirtschaft und sozialen Trägern in Gestalt einer Vision entwickelt: „Es ist das Jahr 2023 und Berlin ist ein strahlender Leuchtturm für das inklusive Wohnen denn:
Berlin unterstützt Wohnungsunternehmen, die soziale Projekte umsetzen, sie agieren stärker gemeinnützig und die Überbauung von Supermärkten mit inklusiven Projekten ist inzwischen die Regel“, so eins der visionären Ergebnisse.Der Workshop „Wir machen das selbst. Vom Mieter vom Entwickler“ konzentrierte sich auf die Diskussion einer in Hamburg bereits erfolgreich agierenden Baugenossenschaft sozialer Träger, die in Eigenregie inklusiven Wohnraum schafft.

In der abschließenden Podiumsdiskussion ging es um das Ausloten von potenziellen Kooperationen, aber auch um die harte Realität des Berliner Wohnungsmarktes. Gelungene Beispiele sind bisher noch Einzelfälle, für ein inklusives Berlin braucht es noch viele gemeinsame Anstrengungen und weitere Unterstützung. Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen führte aus: „Wir sprechen nicht mehr von integrierter, sondern von inklusiver Stadtentwicklung, und darin sind die sozialen Träger die Experten.“ Außerdem diskutierten Prof. Barbara John, Ingo Malter, Geschäftsführer der Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft mbH, Marko Rosteck, Pressesprecher Deutsche Wohnen SE, und Werner Landwehr, Forum Kreuzberg eG, Möglichkeiten der Umsetzung.

Agentur „Inklusiv wohnen“

Die Agentur „Inklusiv wohnen“ wurde 2017 vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin ins Leben gerufen, um die im Verand organisierten sozialen Träger bei der Versorgung mit geeignetem Wohnraum für ihr Klientel und ihre Angebote besser zu unterstützen. Betrieben wird die Agentur von der Stattbau Stadtentwicklungsgesellschaft mbH im Auftrag des Paritätischen Wohlfahrtsverbands.

Mehr zur Agentur Inklusiv wohnen erfahren Sie im Info-Flyer.

Kontakt:
Agentur „Inklusiv wohnen“ c/o Stattbau GmbH
Fee Kyriakoupolos
inklusiv(at)stattbau.de

Foto: Christian Muhrbeck
(vb)

Datum, 26 | 01 | 2018