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Übergabe von 50.000 Protestpostkarten „Hauptstadtzulage für alle!“

Pressemitteilung: 27.10.2020

Postkartenübergabe vor dem Roten Rathaus, Foto: Holger Groß

50.000 Protestpostkarten mit der Forderung „Hauptstadtzulage für alle, nicht nur im öffentlichen
Dienst!“ wurden am Vormittag von Vertreterinnen freier Kita-Träger an die Fraktionsvorsitzenden
der Regierungskoalition Raed Saleh (SPD), Silke Gebel (Bündnis90/Die Grünen) und Carsten Schatz
(Die Linke) übergeben. Die Protestpostkarten waren von Erzieherinnen und Erziehern sowie von
Eltern und Angehörigen der freien Kita-Träger unterschrieben und in den Kitas eingesammelt
worden.

Rund 120 Personen hatten sich für die Übergabe vor dem Roten Rathaus versammelt und forderten
lautstark eine „Hauptstadtzulage für alle!“, darunter waren Erzieherinnen und Erzieher aus Kitas
freier Träger sowie Eltern und Vertreterinnen des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin.

Die Übergabe fand kurz vor der heutigen Senatssitzung durch die Geschäftsführerin des
Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin, Dr. Gabriele Schlimper statt. Dazu sagte sie:

„Die Entscheidung des Landes Berlin, lediglich den Beschäftigten des Landes und der
landeseigenen Betriebe diese Zulage zahlen zu wollen, benachteiligt die freien gemeinnützigen
Träger und die dort beschäftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eine genauso
hervorragende Arbeit leisten wie die Beschäftigten des Landes. Diese Ungleichbehandlung nehmen
wir nicht hin.“

Der Paritätische Berlin und seine Mitgliedsorganisationen stehen ein für gleiche Bedingungen, die
allen Kita-Trägern ermöglicht, Arbeit auch gleich zu bezahlen. Eine gute und gleiche Bezahlung ist
notwendige Voraussetzung zur Überwindung des Fachkräftemangels, der die soziale Zukunft Berlins
akut bedroht. Die Hauptstadtzulage spaltet, anstatt zu einen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband
Berlin und seine Mitglieder fordern: „Hauptstadtzulage für alle!“ #WirSindEinBerlin

Am 8. September 2020 hatte der Senat die Hauptstadtzulage beschlossen. Demnach sollen
Beschäftigte des Landes Berlin und der landeseigenen Betriebe ab dem 1. November 2020 monatlich
150 Euro mehr Gehalt erhalten.

Gemeinsam mit seinen Mitgliedern hat der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin dazu eine
Protestaktion gestartet. In einem ersten Schritt wurden 100.000 Protestpostkarten an rund 500 Kitas
freier gemeinnütziger Träger mit 45.000 Plätzen verteilt. 50.000 Postkarten wurden allein in den
vergangenen zwei Wochen unterschrieben, die restlichen 50.000 werden zu einem späteren
Zeitpunkt übergeben. Die Resonanz auf die Aktion ist bei freien Trägern außerordentlich hoch.

Pressekontakt:
Kathrin Zauter
Pressesprecherin
Tel.: 030 86 00 1 175
mobil: 0172 292 45 94
zauter(at)paritaet-berlin.de

fachliche Verantwortung:
Sabine Radtke/Dorothee Thielen
Referat Kinder und Kindertagesstätten

(nd)

Datum, 28 | 10 | 2020