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Schichtwechsel! Aktionstag am 12. Oktober bietet neue Perspektiven

Mitarbeitende aus Berliner Unternehmen tauschen ihren Arbeitsplatz mit Beschäftigten der Werkstätte für Behinderte

Foto: © Steffen Jagenburg / WIGWAM

Die Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (LAG WfbM) und die Berliner Werkstatträte (BWR) laden zum Perspektivwechsel ein: Am 12. Oktober 2017 tauschen Mitarbeitende aus renommierten Berliner Unternehmen ihren Arbeitsplatz mit Beschäftigten der Werkstätten.

Der Aktionstag „Schichtwechsel“ bietet Mitarbeitenden aus Berliner Unternehmen die Möglichkeit, sich am 12. Oktober 2017 für einen Tag in den Werkstätten einzubringen. Die Beschäftigten der Werkstätten schnuppern zeitgleich in Berufsfelder des allgemeinen Arbeitsmarktes und lernen dabei den Alltag in einem Unternehmen kennen. Über das  verbindende Thema Arbeit schafft der Aktionstag so Raum für neue Perspektiven. Er ermöglicht Einblicke in fremde Berufsfelder, schärft das Bewusstsein für das Thema Inklusion, fördert die gegenseitige Achtsamkeit und Rücksichtnahme und hilft, Vorurteile abzubauen.

Am Aktionstag beteiligen sich Behörden, Stiftungen, Universitäten und Unternehmen wie beispielsweise die Helmut Newton Foundation, die Berliner Feuerwehr, die Alice Salomon Hochschule, Siemens, ContiTech und die Messe Berlin. Auch die Senatsverwaltung nimmt teil. Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, unterstützt die Aktion. „Dieser Schichtwechsel ist ein äußerst produktiver: er bietet Menschen mit und ohne Behinderung Gelegenheit, sich zu begegnen, Potentiale des Anderen zu erkennen und dann möglichst auch zu nutzen. Der Tag wird wichtige Impulse setzen, sowohl für die Unternehmen als auch für die Beschäftigten der Werkstätten. Es wird an diesem Aktionstag deutlich werden, was Menschen mit Behinderung können und wie motiviert sie arbeiten“, so Elke Breitenbach.

120 Arbeitsbereiche mit rund 10.000 Beschäftigten Berlin bietet ein außergewöhnlich großes Spektrum an Arbeitsmöglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigung. In den 17 Werkstätten für behinderte Menschen entstehen einzigartige, handgefertigte Qualitätsprodukte. Sie reichen von bunten Hartkaramellen jeglicher Geschmacksrichtung aus der Bonbonmanufaktur über fein komponierte Blends aus der Kaffeerösterei bis hin zu Designlampen und -möbeln. Privaten, gewerblichen und öffentlichen Kunden bieten die Werkstätten zudem ein breites Spektrum an professionellen Dienstleistungen an. Ob Malerarbeiten, Mediendigitalisierung, Verpackung, gastronomische Angebote oder Catering – die Beschäftigten realisieren individuelle Wünsche ebenso wie die Komplettabwicklung komplexer Aufträge als DIN EN ISO zertifizierte Lieferanten der Industrie. Im Rahmen der Eingliederungshilfe finden sie unter den ca. 120 Angeboten eine Arbeit, die ihren Wünschen, Möglichkeiten und Fähigkeiten entspricht und Teilhabe ermöglicht.

Der Anspruch, gegenseitige Rücksichtnahme, individuelle Bedürfnisse und Produktivität zu verbinden, löst sich dabei durchaus ein: Die rund 10.000 Beschäftigten erarbeiten an den 96 Arbeitsorten einen Gesamtumsatz von mehr als 35 Millionen Euro und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Berliner Wirtschaftsleistung.

Unter unter: www.schichtwechsel-berlin.de

(vb)

Datum, 10 | 10 | 2017