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Mobile Stadtteilarbeit

Verband für sozial-kulturelle Arbeit koordiniert 36 Teilprojekte

Obwohl viele Stadtteilzentren und Nachbarschaftshäuser äußerst kreativ und innovativ mit den Einschränkungen durch die Pandemie umgehen, hat die Nachbarschaftsarbeit im letzten Jahr sehr unter der eingegrenzten Situation gelitten. Zu viele Hürden mussten überwunden werden, um mit den Menschen, die sonst so zahlreich an den Angeboten der Stadtteilzentren teilnehmen, in Kontakt zu bleiben.

 

Mit dem Projekt „mobile Stadtteilarbeit“ soll in 36 Berliner Sozialräumen wieder mehr Begegnung, mehr Austausch, mehr Engagement und mehr Teilhabe stattfinden: Ausgehend von etablierten Stadtteilzentren oder Nachbarschaftshäusern werden Gemeinwesenarbeiterinnen und Gemeinwesenarbeiter mit mobilen Standorten in den Kiezen für die Belebung der nachbarschaftlichen Beziehungen sorgen.

 

Es werden, wie in der Gemeinwesenarbeit üblich, aufsuchende und aktivierende Methoden genutzt, um Beziehungen aufzubauen und das soziale Miteinander zu stärken. Zunächst soll eine aktivierende Befragung Aufschluss über die aktuellen Bedarfe und Gegebenheiten des Sozialraums geben. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden dann durch die Arbeit mit Interessengruppen angeregt, sich für ihre Belange stark zu machen. Zudem verstehen sich die mobilen Standorte als Orte der Begegnung, Information und Beratung.

 

Das Projekt „Mobile Stadtteilarbeit“ wurde vom Verband für sozial-kulturelle Arbeit (VskA) beantragt und wird aus Mitteln des EU-REACT – Programms als Teil der Reaktion auf die Covid-19-Pandemie gefördert. Der VskA übernimmt in einem Dachprojekt die Koordination der 36 Teilprojekte und unterstützt diese bei der Antragstellung und formalen Fragen, sowie in fachlicher und inhaltlicher Hinsicht durch Austauschformate und Informationsveranstaltungen.

 

Die 36 Teilprojekte sollen sich gleichmäßig über die Bezirke verteilen. Gerade die Sozialräume, in denen Vereinsamungstendenzen und Anonymisierung besonders stark zu beobachten sind, sollen mit den Angeboten des Projekts versorgt werden.

 

Die ersten sechs Teilprojekte haben in einer Pilotphase im Sommer 2021 mit der Arbeit begonnen. Weitere 30 Teilprojekte starten im November 2021.

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

Ulrike Dettmann, VskA

 

(aw)

 

Datum, 21 | 10 | 2021