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Mehr als Alltagshilfe: eine Gemeinschaft

SozialesServiceWohnen in der Cajewitz-Stiftung

Die Gemeinschaftsräume der Stiftung; Foto: Dr. Walter und Magarete Cajewitz-Stiftung

Für Seniorinnen und Senioren, die eine Wohnung in den Häusern der Cajewitz-Stiftung bewohnen, dreht sich im besten Fall vieles um Kultur, Reisen und Gemeinschaftlichkeit. Denn die Grundlagen für das Leben im Alter sind bereits geschaffen: Es gibt ausschließlich seniorengerechte Wohnungen mit ebenerdigen Duschen, Balkonen und kleinen Küchen. Die Räume sind barrierefrei und überhaupt gibt es viele Hilfsangebote und praktische Überlegungen, die den dritten Lebensabschnitt so angenehm wie möglich gestalten sollen.

Für die Mieterinnen und Mieter arbeiten Hausmeister und sogenannte Service- und Hausdamen, deren Unterstützung nach Bedarf in Anspruch genommen werden kann. Sie geben Hilfe im Alltag, sei es das Einkaufen oder das Reinigen der Wohnung, sie können zum Arzt begleiten oder bei vorübergehender Krankheit sogar mal das Mittagessen in die Wohnung bringen. Das Angebot eines stetig wechselnden Mittagstisches bietet das öffentliche Restaurant „Pankoff“ auf dem Gelände der Cajewitz-Stiftung. Hier erhalten die Mieter täglich zwischen 12 und 14:30 Uhr ein ausgewogenes Mittagessen – aber immer unter der Prämisse: Wer Lust hat, kocht selber. Und wer möchte, kommt ins Restaurant und kann dort auch in Gesellschaft essen.

Viele Mieter, die sich noch guter Gesundheit erfreuen, wünschen auch nur wenige Male im Jahr Unterstützung, sei es für das Waschen von Gardinen oder für den Aufbau vom neuen Schuhschränkchen. Für den Fall, dass körperliche Pflege nötig wird, stehen auch zwei unabhängige mobile Pflegedienste auf dem Gelände bereit. Ansonsten fühlt sich das Leben und Wohnen genauso selbständig an wie in anderen Mietshäusern auch. Wer die Wohnungstür hinter sich schließt, der lebt unabhängig und eigenverantwortlich, kann aber jederzeit wieder herauskommen und Nachbarinnen und Bekannte in den Gemeinschaftsräumen oder den Veranstaltungssälen treffen.

Überhaupt, die Gemeinschaftsräume und Veranstaltungssäle sind das Herzstück der Cajewitz-Stiftung. Hier wird alles angeboten, was sich Seniorinnen und Senioren wünschen: Sportangebote, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Malerei, Musik und Tanz, Sprachen, Gedächtnistraining. Wichtig ist hier die Mitwirkung der Senioren und Seniorinnen. Viele Angebote kommen aus ihrer Mitte, nutzen ihre Kenntnisse und Fähigkeiten. Denn auch der ältere Mensch will gebraucht werden, will sich nützlich machen und teilhaben an den Entscheidungen der Gesellschaft.

Zum Angebot der Stiftung gehören auch Museums- und Konzertbesuche sowie Ausflüge und Tagesreisen. Wem das nicht genug ist, der nimmt an einer längeren Reise zur Ostsee, in den Harz oder sogar nach Sizilien teil. Bei einer Reisedauer von ca. fünf Tagen hat man die Möglichkeit, Land und Leute oder auch die eigenen Nachbarn kennenzulernen.

Was also das SozialeServiceWohnen von bisherigen Wohnformen für Senioren unterscheidet, beschreibt der Vorstand der Cajewitz-Stiftung, Prof. Dr. Peter-Alexis Albrecht so: „Die Bewohner lassen sich nicht nur bespielen und umkümmern, das nehmen sie häufig selbst in die Hand. Sie helfen einander, sie feiern miteinander, sie verreisen gemeinsam, sie trauern um und mit anderen, sie kümmern sich umeinander. Das ist Gemeinschaft, wie man sie sich wünscht und wie sie auch notwendig ist.“

Dr. Alexa Albrecht

Mehr über die Angebote der Cajewitz-Stiftung lesen Sie hier: www.cajewitz-stiftung.de

(rs)

 

 

Datum, 28 | 03 | 2018