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Fachgespräch zur Zukunft bindungsstarker Betreuungsmodelle

Über die Zukunftsfähigkeit familienanaloger Angebote in der Jugendhilfe

Teilnehmende der Fachtagung, Foto: Susanne Gonswa

Über die Zukunftsfähigkeit familienanaloger Angebote in der Jugendhilfe haben die Diakonie Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin und Caritas Berlin zu einem Fachgespräch nach Berlin eingeladen. Vertreterinnen und Vertreter der Senatsjugendverwaltung, der Jugendämter, von den Wohlfahrtsverbänden und den Einrichtungen haben eine Standortbestimmung in Berlin vorgenommen und hinsichtlich aktueller Entwicklungen Stellung bezogen.
Vor allem nach dem aktuellen Gerichtsurteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 08. Mai 2019 stehen bewährte Betreuungsformen, die intensive Bindungsarbeit und familienähnliche Strukturen anbieten, auf der Kippe. Nach dem Gerichtsurteil droht den "Wohngruppen mit alternierender Betreuung“ (WaB) das Aus. Betroffen sind davon allein in Berlin rund 430 Kinder und Jugendliche, deren familienorientierte Betreuung nach diesem Urteil nicht mehr aufrechterhalten werden kann.
Träger, Einrichtungen und Senatsverwaltung waren sich in der Fachdiskussion einig, dass diese besondere Wohnform ein gutes Angebot für bindungsgestörte Kinder und Jugendliche ist. Dazu Anna Zagidullin, Referentin Hilfen zur Erziehung und Familie beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin: „Wir brauchen jetzt konkrete – politische wie konzeptionelle – Lösungen, wie kleine bindungsstärkende Betreuungsmodelle für Kinder bis 12 Jahre erhalten bleiben können und die Kinder in der Jugendhilfe auch weiterhin ein gutes Zuhause und echte Zukunftsperspektiven haben.“

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(ZA)

Datum, 16 | 05 | 2019