Kiezreporter der Schulstation von Aufwind e.V. - Foto: Stefanie Lehmann Unionhilfswerk - Kindergartengruppe - Foto: Christiane Weidner Eine Breakdanceshow - Foto: Eberhard Auriga Kletterwald - Foto: Nachbarschaftsheim Schöne

55 Jahre Mosaik Berlin

Gefeiert wird mit einem Musikvideo

In diesem Jahr feiert Mosaik sein 55-jähriges Bestehen. Große, ausgelassene Partys sind aktuell zwar nicht möglich, aber so ganz lautlos wollte man das Jubiläum auf keinen Fall verstreichen lassen. Und was verbindet besser als Musik! Es wurde also in den Archiven gekramt und dort fand man den Mosaik-Song, der vor über zehn Jahren erstmals veröffentlicht wurde und noch heute auf keinem Mosaik-Fest fehlen darf. Zeit, ihm eine kleine Verjüngungskur zu gönnen. Zumindest musikalisch, denn der Text ist aktueller denn je: „Jeder ist ein Mosik-Stein. Jeder kann ein Teil des Ganzen sein. Jeder ist ein Teil dieser Welt, der unser Mosaik zusammenhält“, heißt es zum Beispiel im Refrain. Zum Song entstand außerdem ein Musikvideo. Besonders gefreut haben wir uns über die prominente Unterstützung des Fernsehmoderators Ulli Zelle und der Schauspielerin Katharina Thalbach, die sowohl im Song als auch im Video mitwirken.

Mosaik dankt allen Beteiligten, vor allem dem Kreativteam von Mahoni Music, dem Sunnyside Studio, Sascha Höcker, Celina Michel und Harry Collin für die Unterstützung und Umsetzung!

Interview mit Harry Collin

Harry Collin ist von Beruf Musiker. Seit fast 15 Jahren begleitet er verschiedene Musik-Angebote und -Projekte bei Mosaik, wie z. B. die Band „Askanier-Rock“ in Spandau. 2008/09 setzte er die erste Fassung vom Mosaik-Song um. Er schrieb die Musik und übernahm den Gesang. Nun hat er sich an die Überarbeitung gewagt. Denn das Lied und seine Botschaft liegen ihm am Herzen, wie er uns erzählt hat.

Seit wann machen Sie Musik und welche Rolle spielt die Musik in Ihrem Leben?

Seit ich denken kann, schwirrt Musik durch meinen Kopf. Mit 14 Jahren hatte ich meine erste Band. Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass ich mein Hobby zum Beruf machen konnte.

Sie arbeiten freiberuflich mit verschiedenen Berliner Werkstattträgern zusammen. Welche Projekte gibt es und seit wann sind Sie bei Mosaik?

Es gibt viele, sehr unterschiedliche Projekte. Rock-Bands, Trommelgruppen und sogar einen kleinen Chor. Es gab auch viele Live-Auftritte in Berlin, was zurzeit wegen Corona leider nicht mehr möglich ist. Für Mosaik bin ich seit Oktober 2006 tätig. Es war gleichzeitig die Geburtsstunde der Mosaik Band „Askanier Rock“.

Mit der Musik setzen Sie sich seit vielen Jahren für Menschen mit Behinderung ein, Sie bieten allen eine Möglichkeit, selbst Musik zu machen und zu erleben. Letztes Jahr haben Sie für Ihr künstlerisches Engagement sogar einen Ehrenpreis des Bezirksamts Reinickendorf erhalten. Wasbedeutet Ihnen die Arbeit mit den behinderten Menschen?

Es macht mich sehr zufrieden, weil ich merke, wie viel gerade von diesen Menschen zurückkommt. Ich möchte Vertrauen und Motivation schaffen und gemeinsam die Freude über den Erfolg jedes Einzelnen teilen.

Sie haben bereits vor etwa zehn Jahren die Musik zum Mosaik-Song komponiert und jetzt auch viel Energie in die Überarbeitung gesteckt. Was verbinden Sie mit dem Mosaik-Song?

Ich finde, der Song hat gerade aktuell eine übergreifende, wichtige Botschaft, mit der sich alle in unserer Gesellschaft identifizieren können. Jeder ist eben ein Teil des Ganzen. Das sollte im Bewusstsein der Menschen hängen bleiben.

Was unterscheidet die neue Fassung von der ersten Version?

Die neue Version ist moderner produziert. Die erste CD ist immerhin schon über zehn Jahre her. Ich finde auch gut, dass eine Frau die zweite Strophe singt. Das gibt nochmal eine schöne Abwechslung und „Jede“ ist ja auch ein Teil des Ganzen, oder? (lacht)

Welche Musik hören Sie eigentlich privat?

Privat habe ich leider kaum Zeit, so richtig Musik zu genießen. Ich finde es schön, wenn ich irgendwo Musik höre, die mich wirklich berührt. Toller Gesang oder tolle Gitarren. Dann muss ich unbedingt wissen, von wem das ist. Oftmals höre ich zwangsläufig aber auch Musik, die mich nervt. Dann muss ich einfach abschalten.

Zu sehen gibt es das Musik-Video ab dem 6. Dezember auf dem YouTube-Kanal von Mosaik Berlin.

(nd)

Datum, 04 | 12 | 2020