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30 Jahre Hilfe beim Übergang ins Berufsleben

Das „Ausbildungs- und Kulturcentrum“ bildet seit 1988 junge Frauen zur Maßschneiderin oder Goldschmiedin aus

Das Ausbildungs- und Kulturcentrum unterstützt junge FrauenDer Träger der Jugendberufshilfe „Ausbildungs- und Kulturcentrum e. V.“ (AKC) macht sich stark für die Ausbildung, Berufsvorbereitung und Berufsorientierung von Mädchen und jungen Frauen. Die Teilnehmerinnen kommen aus unterschiedlich schwierigen sozialen Verhältnissen kommen oder sie benötigen Unterstützung bei der Bewältigung von Entwicklungsaufgaben. In diesem Jahr blickt der Träger auf sein 30-jähriges Bestehen und einen großen Erfahrungsschatz in der sozialpädagogischen Ausbildungsarbeit, der außerschulischen Bildungsarbeit und der Jugendberufshilfe zurück. Im Mittel-punkt der Arbeit von AKC stehen junge Frauen, die noch keine Erstausbildung haben. Auch jungen Frauen mit Migrationshintergrund und oder einem sogenannten Rehabilitationsstatus werden individuelle Angebote der Ausbildungsförderung unterbreitet. 

95 Prozent erreichen Bildungsabschluss
Die Ausbildung bei AKC dauert drei bis vier Jahre und wird nach § 13 (2) SGB VIII der Jugendberufshilfe durch die Jugendberufsagentur oder das Jobcenter Tempelhof-Schöneberg gefördert. Die Ausbildung schließt mit einem qualifizierten Berufsabschluss ab. So sind die jungen Frauen anschließend fit für den Arbeitsmarkt oder können sich weiter qualifizieren. Die sozialpädagogische Arbeit des Trägers enthält auch solche Ausbildungsinhalte, die lebens- und arbeitsweltbezogene Schlüsselqualifikationen vermitteln. In einer vertrauensvollen Lernatmosphäre wird den schul- und leistungsdistanzierten Mädchen, den lernbeeinträchtigten oder psychisch erkrankten Frauen sowie unbegleiteten geflüchteten und alleinerziehenden Frauen durch individuelle Förderung die Freude am Lernen und das Vertrauen in sich selbst vermittelt. Etwa 95 Prozent der Auszubildenden bei AKC erreichen den angestrebten Bildungsabschluss. Das ist eine Abschlussquote, die sich sehen lassen kann. 

Produkte im eigenen Shop verkaufen
Die in den Ausbildungsstätten selbst hergestellten handwerklichen Produkte werden im eignen Laden verkauft. Er wird von den Auszubildenden unter Anleitung der Ausbilderinnen betrieben. So erlernen die Mädchen und jungen Frauen Kompetenzen, die ihnen helfen, gute Kundenorientierung zu üben, Änderungswünsche entgegen zunehmen, elektronische Kassen zu bedienen und den eigenen Arbeitstag zu organisieren. Der Laden hat an zwei Tagen in der Woche geöffnet und wird in Kooperation mit dem Projekt Mütter Lernen – Bildungseinrichtung für junge Mütter der EJF-Akademie für Bildung und internationale Zusammenarbeit betrieben.

Teilzeitausbildung ist möglich
Die Arbeit von AKC wird durch ein Netzwerk verschiedener Beratungs- und Hilfsangebote professionell begleitet und weiterentwickelt. Zudem hat sich der Träger für die Teilzeitberufsausbildung junger Frauen qualifiziert. Die Belegung der Plätze muss bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Denn es mangelt nicht an interessierten jungen Frauen, sondern viel mehr an passgenauer Vermittlung durch die öffentlichen Träger der Jugendhilfe und Jugendberufshilfe. Insbesondere für die Zielgruppe geflüchteter Frauen, die unbegleitet, minderjährig oder auch schon volljährig, manchmal zwangsverheiratet sind – ist es entscheidend, ein Angebot der Berufsorientierung in einem geschützten, frauenspezifischen Bereich zu erhalten. 

Mehr über die Arbeit des Trägers finden Sie hier: 
www.akc-berlin.de

(aw)

Datum, 23 | 08 | 2018