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Kritik an Praxis der Hauptstadtzulage

Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e.V. kritisiert: Erzieher/-innen freier Träger gehen leer aus

Logo VdK Berlin-BrandenburgAb November können sich Berliner Erzieherinnen und Erzieher freuen. Denn 150 Euro wandern dann zusätzlich in ihre Tasche. Doch die Freude teilen nicht alle. Die vom Berliner Senat beschlossene Hauptstadtzulage begünstigt lediglich Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg e.V. kritisiert dieses Vorgehen, denn Beschäftigte freie Träger gehen bei gleicher Arbeit leer aus.  

Fast 80 Prozent der Berliner Kitaplätze werden von freien Trägern, wie der tandem BTL gGmbH, einer Tochtergesellschaft des Sozialverbands VdK Berlin-Brandenburg, betrieben. Warum die Erzieher*innen ihrer Einrichtungen – bei gleicher Arbeit – bei der Hauptstadtzulage leer ausgehen, kann Ria Schneider, Geschäftsführerin der tandem BTL, ihren Beschäftigten nur schwer vermitteln.

„Für uns ist klar, dass wir die Benachteiligung von Erzieherinnen und Erziehern freier Träger nicht so einfach hinnehmen dürfen. Gleiches Geld für gleiche Arbeit muss auch für unsere Mitarbeiter*innen gelten. Wir sehen hier auch einen klaren Wettbewerbsnachteil gegenüber dem öffentlichen Dienst im Werben um neue Mitarbeiter*innen“, erklärt Ria Schneider.

Die Tatsache, dass die freien Träger oftmals landeseigene Aufgaben – wie die Bereitstellung von Kitaplätzen – übernehmen, führt die Hauptstadtzulage ad absurdum. Der Sozialverband VdK Berlin-Brandenburg fordert daher vom Berliner Senat die Hauptstadtzulage auch auf die Beschäftigten freier Träger auszuweiten.

„Der rot-rot-grüne Senat lehnt sich mit seinem Vorstoß einer Hauptstadtzulage weit aus dem Fenster. Denn damit riskiert er einerseits den Ausschluss aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder und andererseits führt die Hauptstadtzulage innerhalb derselben Berufsgruppen zu sozialer Ungleichheit“, erklärt Henrike Weber, sozialpolitische Referentin des VdK Berlin-Brandenburg.
    
Der Sozialverband VdK ist mit über zwei Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Er setzt sich für soziale Gerechtigkeit und eine gerechtere Sozialpolitik ein und das seit fast 70 Jahren. Der VdK Berlin-Brandenburg – als einer von insgesamt 13 Landesverbänden – berät seine Mitglieder und vertritt ihre Rechte im Sozialrecht gegenüber Behörden und Gerichten.

Pressekontakt:
Dörte Gastmann
Tel.: 030/ 86 49 10 801
E-Mail: doerte.gastmann@vdk.de
www.vdk.de/bb

(aw)

Datum, 09 | 10 | 2020