Prävention und Bildung sind Investitionen in die Zukunft
Frühe Unterstützung und Präventionsangebote helfen, dass Menschen stark bleiben und schwierige Situationen gar nicht erst entstehen. Zum Beispiel bei gesundheitlichen Schwierigkeiten, bei Schulden oder anderen Herausforderungen. So werden nicht nur langfristig Kosten gespart, sondern vor allem Leid verhindert und Hilfe zur Selbsthilfe gefördert. Dafür braucht es verständliche Informationen und wohnortnahe Anlaufstellen. Wir brauchen Investitionen in die Zukunft: Kitabetreuung, gute Bildung und gleiche Chancen für alle. Bei Kindern und Jugendlichen legen wir damit den Grundstein für ein erfülltes, selbstbestimmtes Leben. Wir wollen Familien stärken, damit sie ein sicherer Ort für Kinder und Jugendliche sind. Wer hier investiert, schafft eine bessere Zukunft für alle.
In Stadtteilzentren, Nachbarschaftshäusern, Bürger- und Familienzentren, Senioren- und Jugendclubs kommen Menschen zusammen. Dort gibt es nicht nur Informationen, Mitmachangebote für die Menschen im Kiez, sie sind auch soziale Knotenpunkte, wo Menschen Hilfe und Unterstützung finden. Es ist wichtig, dass die dort angesiedelten Informations- und Beratungsstellen wie die Schuldner- und Insolvenzberatung nicht nur erhalten bleiben, sondern auch sicher und auskömmlich finanziert werden. Denn wir alle wissen: Je früher Probleme gelöst oder Schulden bezahlt werden, desto besser. Genauso verhält es sich mit den Kontakt- und Beratungsstellen für Menschen in seelischen Krisen oder mit psychischen Erkrankungen oder mit den Beratungs- und Therapieangeboten für suchtkranke Menschen, die es in den Bezirken gibt. Auch sie sind bedroht, weil Gelder gestrichen werden. Wir fordern, die wohnortnahen niedrigschwelligen Angebote in den Bezirken zu erhalten. Unsere Gesellschaft wird älter: Das sogenannte Altenhilfestrukturgesetz soll die Teilhabe älterer Menschen besser möglich machen. Dafür muss es endlich umgesetzt werden, damit ältere Menschen mehr Unterstützung bekommen, wenn sie zum Beispiel eine neue Wohnung suchen, nicht mehr so mobil oder auch von Armut bedroht oder betroffen sind.
Wir begrüßen, dass das Land Berlin mehr Erzieherinnen und Erzieher pro Kind finanziert. So können Fachkräfte trotz sinkender Kinderzahlen in den Kindertagesstätten und der Kindertagespflege gehalten werden. Das bedeutet mehr Zeit für das einzelne Kind, mehr Zeit für gute Betreuung und Förderung. Die Vielfalt von Kindern und von Kindern mit besonderen Herausforderungen wie körperlichen oder psychischen Behinderungen nehmen zu. Es braucht eine verlässliche Ausstattung mit Fachkräften, damit jedes Kind individuell gefördert werden kann. Ziel muss es sein, den Übergang in die Schule gut vorzubereiten.
Wir setzen uns dafür ein, dass es ein vielfältiges und für alle erreichbares Angebot gut ausgestatteter Schulplätze gibt.
Oft helfen dabei auch Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter. Sie unterstützen, wenn es Probleme beim Lernen oder in der Familie gibt. Auch für sie braucht es eine sichere Finanzierung, genauso wie für den Bereich der Familienzentren, der Jugendhilfe oder Jugendarbeit.
So stellen Jugendclubs oft Angebote für Kinder und Jugendliche aus armen oder auch belasteten Familien bereit. Sie stärken nicht nur die Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und damit unsere Gemeinschaft, sie helfen auch, präventiv über sucht- und gesundheitspolitische Themen aufzuklären. Sie fördern Chancengleichheit und Mitwirkung und damit das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen in die Demokratie. Zur Sicherung der wichtigen präventiven Angebote müssen die Bezirke auskömmlich finanziert werden.