Außenansicht Landesgeschaeftsstelle des PARITAETISCHEN Berlin - Foto: Petra Engel Paritaetischer Berliner Bär für besondere Ehrungen - Foto: Frederic Brueckel Foyer der Landesgeschaeftsstelle - Foto: Petra Engel

Unterstützung von Familien und Frauen in schwierigen Lebenslagen

25-jähriges Jubiläum von Schwangerschaftsberatungsstellen und Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen

Foto: Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen

Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen sind seit 25 Jahren Einrichtungen zur frauengesundheitlichen und psychosozialen Versorgung in Deutschland. Sie leisten Beratung in oftmals belasteten Lebenssituationen von Frauen und unterstützen sie bei der Entscheidungsfindung. Sie informieren zudem über komplexe Versorgungs- und Sozialleistungen und bieten Aufklärung und Beratung bei Verhütungsmethoden, Familienplanung und Sexualität.

Am 23. November haben die Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen unter Paritätischen Dach ihr 25-jähriges Jubiläum gefeiert. Mit rund 70 Vertreterinnen und Vertretern aus Familiengesundheitszentren, Zentren für Sexualität und Familienplanung, Sozialpsychiatrischen Zentren, Frauengesundheitszentren, Frauenarztpraxen und Geburtskliniken folgten der Einladung des Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin zu einem fachpolitischen Gespräch.

25 Jahre Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen Bei der Veranstaltung wurden die Leistungen der Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen der Paritätischen Mitgliedsorganisationen Albatros Lebensnetz gGmbH, Humanistischer Verband Deutschland e.V., pro familia Landesverband Berlin e.V. und Schwangerschaftsberatung Balance gewürdigt.

Staatssekretär Boris Velter, Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, hob den hohen Stellenwert der Schwangerschaftsberatungsstellen in der Gesundheitspolitik Berlins hervor und übermittelte die Glückwünsche im Namen der Landesregierung. Das Land Berlin verfügt inzwischen über gute infrastrukturelle und finanzielle Rahmenbedingungen für Familien und Frauen in schwierigen Lebenslagen.

Prof. Ulrike Busch von der Hochschule Merseburg gab in ihrem Festvortrag einen Rückblick auf die Entstehung des Gesetzes zur Vermeidung und Bewältigung von Schwangerschaftskonflikten (SchKG) und einen Ausblick auf die Herausforderungen der Selbstbestimmung von Frauen im Zusammenhang mit der Entscheidung für oder gegen das Austragen einer Schwangerschaft.

25 Jahre Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen

Im Generationengespräch mit Sibylle Schreiber, Geschäftsführerin pro familia Landesverband Berlin e.V., und Ines Scheibe, Leiterin der Schwangerschaftsberatungsstelle, Humanistischer Verband Deutschland e.V., waren sich die Beteiligten darüber einig, dass die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung verstärkt ihren Beitrag dazu leisten sollte, Frauenärztinnen und Frauenärzte besser als bisher vor öffentlichen Angriffen der so genannten Lebensschützer zu verteidigen und in der Zusammenarbeit mit den Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen zu unterstützen. 

Hier können Sie Präsentation und Fachbeiträge (Fachbeitrag 1, Fachbeitrag 2) von Prof. Ulrike Busch, Hochschule Merseburg herunterladen.

(vb)

Datum, 30 | 11 | 2017