Außenansicht Landesgeschaeftsstelle des PARITAETISCHEN Berlin - Foto: Petra Engel Paritaetischer Berliner Bär für besondere Ehrungen - Foto: Frederic Brueckel Foyer der Landesgeschaeftsstelle - Foto: Petra Engel

Schutz oder Einschränkung?

Ein Podium zur Debatte um das Berliner Neutralitätsgesetz am 6. September

Das Berliner Neutralitätsgesetz leistet einen wichtigen Beitrag zum friedlichen Miteinander von Religionen und Weltanschauungen in Gesellschaft und Schule. Es verpflichtet staatlich Bedienstete wie Lehrkräfte an öffent­lichen Schulen zu einem neutralen Auftreten und untersagt das Tragen religiös und weltanschaulich geprägter Kleidungsstücke im Dienst. Seit einigen Monaten wird in der Hauptstadt jedoch gleichermaßen kontrovers wie leidenschaftlich diskutiert, ob das 2005 eingeführte Gesetz den juristischen, politischen und pädagogischen Herausforderungen einer pluralistischen Gesellschaft gerecht wird.   

Darüber möchte der HVD mit Befürworterinnen und Kritiker der aktuellen Regelung diskutieren und folgende Fragen in den Vordergrund stellen:

  • Werden das Recht auf Selbstbestimmung und die individuelle Religionsfreiheit durch das Berliner Neutralitätsgesetz unzulässig eingeschränkt?
  • Bedarf es der staatlichen Neutralität zum Schutz und Erhalt des friedlichen Miteinanders in der pluralistischen Gesellschaft oder ist sie ein Integrationshindernis?
  • Wirkt sich das offene Tragen religiöser Symbole durch Lehrkräfte auf die freie Urteilsbildung von Schüler_innen aus?
  • Welche Folgen hätte eine Lockerung des Berliner Neutralitätsgesetzes im schulischen Bereich für den öffentlichen Dienst?

Es diskutieren:

  • Mark Rackles, Staatssekretär für Bildung in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie
  • Sanem Kleff, Leiterin des Projekts »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage«
  • NaÏla Chikhi, Erstunterzeichnerin der Initiative Pro Neutralitätsgesetz, deutsch-algerische Feministin
  • Winfriede Schreiber, Leiterin des Verfassungsschutzes Brandenburg a.D., ehemalige Präsidentin des Verwaltungsgerichts Cottbus, ehemalige Polizeipräsidentin von Ost-Brandenburg
  • Prof. Dr. jur. Matthias Mahlmann, Professor für Philosophie und Theorie des Rechts, Rechtssoziologie und Internationales Öffentliches Recht an der Universität Zürich
  • Der geschäftsführende Direktor der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg Dr. Ralf Schöppner wird ins Thema einführen.

Live im Internet: stream.hvd-bb.de

Diese Veranstaltung wird live per Video gestreamt und zur Dokumentation aufgezeichnet!

WANN:
Donnerstag, 6. September 2018
17.30-19.30 Uhr (Einlass 17 Uhr)

WO:
Hörsaal im Haus der Psychologie
Am Köllnischen Park 2
10179 Berlin

Live im Internet: stream.hvd-bb.de

Eine öffentliche Veranstaltung der Abteilung Bildung im Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR in Kooperation mit der Humanistischen Akademie Berlin-Brandenburg e.V.

Die Einaldung zur Podiumsdiskussion finden Sie hier.

Mehr unter: humanistisch.de/x/lebenskunde-bb/termine/2018083285

(vb)

Datum, 09 | 08 | 2018