Außenansicht Landesgeschaeftsstelle des PARITAETISCHEN Berlin - Foto: Petra Engel Paritaetischer Berliner Bär für besondere Ehrungen - Foto: Frederic Brueckel Foyer der Landesgeschaeftsstelle - Foto: Petra Engel

„Moin!“, auf Wyk auf Föhr

Kategorie: Aus dem Verband, Rundbrief, Eingliederungshilfe

Das Paritätische Haus Schöneberg gibt benachteiligten Menschen ein Zuhause und Arbeit

Wohnstätte „Haus Töft“, Foto: Babette Brandenburg

Eine Berliner Einrichtung der Eingliederungshilfe auf der Nordseeinsel Föhr unter der Flagge des Paritätischen Berlin - klingt spannend und ist es auch.

1909 eröffnete der „Verein zur Bekämpfung der Tuberkulose Schöneberg“ das Haus Schöneberg direkt am Südstrand in Wyk auf Föhr. Das 16.000 Quadratmeter große Gelände verfügte mit eigenem Strandabschnitt über gute Voraussetzungen zur Behandlung von Berliner Kindern, die an Knochen-Tbc erkrankt waren. Die Trägerschaft wechselte recht bald zum Land Berlin. Die Aufgabe blieb bis in die 1960er Jahre erhalten.

Dann begann die Aufnahme von Kleinkindern mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Diese kamen vorwiegend aus Berliner Kliniken wie der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik. Nach Schließungsabsichten des Landes Berlins übernahm 1994 eine hundertprozentige Tochter des Paritätischen Berlin die Trägerschaft.

Der anspruchsvolle Weg der Umwandlung von einem Krankenhaus zu einer modernen Einrichtung der Eingliederungshilfe begann. Aus einem einzigen, großen Block mit 113 vollstationären Plätzen ohne tagesstrukturierende Maßnahmen ist eine Vielzahl von passgenauen Unterstützungsangeboten erwachsen. Sie reichen inzwischen von unterschiedlichen Wohnangeboten über eine Werkstatt für behinderte Menschen bis zu Tagesgruppen für Rentner mit Behinderung.

Auf dem ursprünglichen Gelände weht inzwischen die Flagge eines Vier-Sterne-Hotels. Die Wohnstätte heißt mittlerweile „Haus Töft“ und liegt wesentlich zentraler im Hauptort der Insel.

Was geblieben ist, sind die Menschen, denen das Paritätische Haus Schöneberg gegenüber verpflichtet ist: Die inzwischen erwachsenen Kleinkinder, die Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre aufgenommen wurden, bilden unverändert den größten Teil der betreuten Menschen.

Das Paritätische Haus Schöneberg in Wyk auf Föhr wurde 2009 mit einer Million gefördert.  

Nils Peters, Geschäftsführer Haus Schöneberg gGmbH

(nd)

Datum, 27 | 11 | 2020