Außenansicht Landesgeschaeftsstelle des PARITAETISCHEN Berlin - Foto: Petra Engel Paritaetischer Berliner Bär für besondere Ehrungen - Foto: Frederic Brueckel Foyer der Landesgeschaeftsstelle - Foto: Petra Engel

Berliner Stadtteilzentren sind inklusiv!

Zertifikatsübergabe an 16 Stadtteilzentren, die das Programm „Stadtteilzentren inklusiv“ durchlaufen haben

Screenshot der Online-Veranstaltung am 10. Februar

Der Verband für sozialkulturelle Arbeit (VskA) e.V. hat mal wieder ganze Arbeit geleistet. Insgesamt 20 Stadtteilzentren und Nachbarschaftshäuser sind in ihrer inklusiven Entwicklung durch den VskA begleitet worden – das Ganze über drei Jahre. Einige der bereits evaluierten Häuser erhielten die Gelegenheit, die Evaluation zu wiederholen sowie die Prozessbegleitung in Anspruch zu nehmen. 16 weitere Nachbarschaftseinrichtungen wurden neu durch die GETEQ evaluiert und anschließend durch den VskA im Prozess der inklusiven Öffnung beraten und begleitet.

 

Folgende Fragen standen dabei im Fokus:
Wie können Barrieren z.B. in den Bereichen Sehen, Hören, Lernen und Mobilität abgebaut werden?
Wie können die Stadtteilzentren offen(er), zugänglich(er) und nutzbar(er) für alle werden?

Bei einer digitalen Festveranstaltung am 10. Februar übergab Elke Breitenbach, Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales die Zertifikate an die teilnehmenden Nachbarschaftseinrichtungen. Während der Festveranstaltung wurde deutlich, was inklusiv arbeiten heißt: Neben Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft sowie Politik und Verwaltung kamen Selbstvertreterinnen und Selbstvertreter zu Wort – selbstverständlich in einem inklusiven und barrierearmen Rahmen. Der Paritätische Berlin gratuliert den teilnehmenden Stadtteilzentren und dem VskA zum erfolgreichen Prozess. Dank gilt auch der LOTTO-Stiftung Berlin, die das Projekt finanziert hat.

Dazu Anne Jeglinski, Leiterin der Geschäftsstelle Bezirke des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes:

„Stadtteilzentren geben Berlin ein Gesicht. Sie sind nicht-kommerzielle Orte für alle Berlinerinnen und Berliner. Dass jetzt weitere 16 Stadtteilzentren mit dem Zertifikat „Stadtteilzentrum inklusiv“ ausgezeichnet wurden, ist sehr zu begrüßen. Denn sie alle haben durch die dreijährige Begleitung gelernt, sich noch konstruktiver und konkreter in ihren Häuser inklusiv aufzustellen und inklusiv zu denken. Sich für neue Zielgruppen zu öffnen und diese auf Augenhöhe willkommen zu heißen sowie deren Ideen mitzudenken – das macht einen großen Teil die Systemrelevanz der Stadteilzentren aus.“

Das dreijährige Projekt wurde von Verband für sozialkulturelle Arbeit VskA e.V. in Kooperation mit der Inklusionsfirma GETEQ durchgeführt.  Ein Bestandteil des Projektes war die Durchführung von sogenannten „RealitätsChecks Inklusion“ durch die GETEQ. Dabei wurden in Nachbarschaftshäusern und Stadtteilzentren Befragungen zu Inklusion und Prüfungen der Barrierefreiheit durchgeführt. Die Evaluation erfolgt nach dem nueva-Prinzip. nueva steht für „Nutzer und Nutzerinnen evaluieren“.

Wir wünschen den teilnehmenden Stadtteilzentren weiterhin eine wirkungsvolle inklusive Entwicklung. Und wir wünschen uns, dass diese Beispiel auf viele Orte übertragen wird – auch in Verwaltungen und Bezirksämter. 

Mehr zum Projekt hier: vska.de/projekte/stadtteilzentren-inklusiv/

Hier finden Sie die Infos zur Festveranstaltung und den Link zum Online-Stream: www.stz-inklusiv.de/fest/

(Pe)

 

 

Datum, 10 | 02 | 2021