Ehrennadeltragende 2026
Goldene Ehrennadeltragende 2026
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Prof. Joël Betton
© Privat Prof. Joël Betton ist eine prägende Persönlichkeit der deutschen Zupfmusikszene. Seit über drei Jahrzehnten engagiert er sich ehrenamtlich für musikalische Bildung, Nachwuchsförderung und den institutionellen Aufbau – getragen von der Überzeugung, dass Musik verbindet, kulturelle Vielfalt sichtbar macht und Teilhabe ermöglicht.
1990 initiierte und baute er gemeinsam mit Mitstreitenden das Landeszupforchester Berlin mit auf, das er bis 2010 als Dirigent leitete und künstlerisch prägte. In dieser frühen Nachwendzeit wurde das Orchester zu einem Ort des Zusammenwachsens in Berlin. Parallel übernahm Joël Betton verantwortungsvolle Aufgaben im Bund Deutscher Zupfmusiker (BDZ): über viele Jahre als Landesmusikleiter Berlin, zeitweise als Bundesmusikleiter, zudem im Landesverbandsvorstand und bei Bundes- und Landesmusikfesten.
Ein besonderer Schwerpunkt seines Wirkens ist die Nachwuchsarbeit im Umfeld des Landesmusikrats.
Seit 2003 engagiert sich Joël Betton bei „Jugend musiziert“ – zunächst als Vorsitzender des Regionalausschusses Berlin Mitte, seit 2010 im Landesausschuss, heute als stellvertretender Vorsitzender.
Als langjähriges Jury- und Juryleitungsmitglied im Bereich Zupfinstrumente steht er für pädagogische Qualität, verlässliche Strukturen und faire Wettbewerbsbedingungen. Für mehr kulturelle Offenheit hat er entscheidende Impulse gesetzt. Auf seine Initiative wurde die Bağlama in Berlin als Wettbewerbsinstrument zugelassen. Als Projektbeauftragter für „Bağlama – Instrument des Jahres 2013“ trug er dazu bei, das Instrument dauerhaft in Wettbewerb und Ausbildung zu verankern. Mit der Mitbegründung des Landesjugendgitarrenorchesters Berlin in 2017 schuf er zudem eine tragfähige Plattform für junge Talente.
Für sein langjähriges Engagement wurde Prof. Joël Betton 2009 mit der Ehrennadel in Silber des Landesmusikrats Berlin sowie den BDZ Verdienstmedaillen in Bronze (2010) und Silber (2019) geehrt.
Offenheit, Wertschätzung und große soziale Kompetenz zeichnen ihn aus. Als verlässlicher Mentor und Brückenbauer ist er Vorbild für ehrenamtliches Engagement im Kulturbereich. -
Jörg-Reiner Grötzner
© Privat Jörg-Reiner Grötzner, ehemaliger Lehrer, Schulleiter und Schulrat setzt sich seit den 1990er-Jahren mit außergewöhnlicher Tatkraft für Klassenfahrten, außerschulische Bildung und demokratische Teilhabe ein. Schon zuvor im Sport- und Gemeindeleben aktiv, fand er im Schullandheim-Verband Berlin e. V. sein zentrales Wirkungsfeld. 1994 trat er in den Vorstand ein – in einer Zeit, in der viele Häuser nach der Wende unter Druck gerieten. Mit Beharrlichkeit half er, den Verband zu stabilisieren und Perspektiven zu sichern.
Seit 2017 führt Jörg-Reiner Grötzner den Schullandheim-Verband Berlin als 1. Vorsitzender. Er professionalisierte Prozesse und Qualität, bildete sich zum ehrenamtlichen Arbeitsschutzbeauftragten fort und übernimmt bis heute Sicherheitsbegehungen, Gefährdungsbeurteilungen und Schulungen. Seine Hands-on-Haltung ist sprichwörtlich: Ob Administration, Personalfragen oder Baumfällarbeiten – Jörg-Reiner Grötzner ist zur Stelle. Ein Meilenstein war 2022 die Rettung des Schullandheims „Walter May“ in Reinickendorf durch die Übernahme in den Verband.
Seither begleitet er die Zertifizierung der Häuser des Verbandes im Qualitätsmanagement Kinder- und Jugendreisen – stärkt die Zusammenarbeit mit Partnern in Berlin und Brandenburg. In der Corona-Zeit trug sein außerordentlicher Einsatz maßgeblich dazu bei, das wirtschaftliche Überleben des Verbandes zu sichern, unter anderem durch die Mitwirkung am Sonderprogramm Jugend.
Auch bundesweit ist Jörg-Reiner Grötzner aktiv: Von 2004–2012 im Vorstand des Verbandes Deutscher Schullandheime, initiierte er 2006 den Qualitätsleitfaden für Schullandheime, übernahm 2010 die Redaktion der Fachzeitschrift "Das Schullandheim" und wirkt seit 2020 wieder als stellvertretender Vorsitzender. Seit 2023 verantwortete er die Pädagogische Arbeitsstelle, 2024 administrierte er den Website-Relaunch des Verbandes. Bei der Vorbereitung des 100-jährigen Verbandsjubiläums 2025 war er maßgeblich beteiligt.
Als Vorsitzender von „Menschen mit Menschen e. V.“ fördert er zudem Inklusion in Kulturprojekten.
Kolleginnen und Kollegen erleben Jörg-Reiner Grötzner als „außerordentlich engagiert“, kreativ und lösungsorientiert. „Ein Nein ist selten von ihm zu hören“. Er nimmt Kinder und Jugendliche ernst, kämpft unermüdlich gegen Hürden wie restriktive Klassenfahrten-Regeln und verliert dabei nie seinen Humor. -
Jutta Hahne
© Helmut Biess für Psychosoziale Beratungsstelle für Krebskranke und Angehörige e. V. Seit einem Vierteljahrhundert hält Jutta Hahne die Finanzen des Vereins Psychosoziale Beratungsstelle für Krebskranke und Angehörige in verlässlichen Bahnen. Seit dem Jahr 2000 engagiert sie sich ehrenamtlich als Kassenwartin und Vorstandsmitglied – und trug damit bis Ende 2025 entscheidend zur erfolgreichen Arbeit des Vereins bei.
Ihre Motivation wurzelt in einer persönlichen Erfahrung: Vor fast 40 Jahren lernte Jutta Hahne während einer eigenen Erkrankung die Krebsberatung Berlin kennen. Aus Dankbarkeit wurde sie zunächst Dauerspenderin, dann fasste sie den Entschluss, selbst aktiv Verantwortung zu übernehmen.
Als Diplom-Finanzwirtin war Jutta Hahne prädestiniert, die finanziellen Geschicke des Vereins zu führen. Ob knifflige Zahlen, knappe Kassen oder komplexe Fördermodalitäten: Sie blieb als engagierte Vorstandsfrau verlässlich an Bord und sorgte für Ordnung, Transparenz und Stabilität. Als im Jahr 2022 die bislang für Personal und Finanzen zuständige Honorarkraft ausschied, übernahm sie selbstverständlich auch diesen Aufgabenbereich.Für die kostenfreie Beratung von Krebskranken und ihren Angehörigen braucht es neben Spenden belastbare Förderungen. Hier hat Jutta Hahne über Jahre hinweg das finanzielle Fundament gesichert – mit unzähligen Anträgen, sorgfältigen Verwendungsnachweisen und viel Überzeugungsarbeit. Ihrem Engagement ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Verein ab 2020 Zuwendungen des Spitzenverbandes der GKV erhält und die Beratung weiter ausbauen konnte. So bleibt die Krebsberatung Berlin seit über 40 Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil der psychosozialen Versorgung in Berlin.
Legendär ist Jutta Hahnes Wertschätzung gegenüber Spenderinnen und Spendern: Jede Zuwendung beantwortet sie mit einem persönlichen Dank – „so viel Zeit muss sein“. Mit Sachverstand, Verlässlichkeit und großem Herzen steht Jutta Hahne für eine Haltung, die Vertrauen schafft und Menschen verbindet. -
Karlheinz Hupke
© Silvia Ratzek für Guttempler LV Berlin-Brandenburg e.V. Karlheinz Hupke steht seit Jahrzehnten für Verlässlichkeit, Gemeinschaftssinn und klare Strukturen im Dienst der Guttempler in Berlin-Brandenburg. In seiner Jugend knüpfte er bereits Kontakte zur Guttempler-Jugend und gründete später eine Jugendgruppe in Berlin.
Nach einer Pause fand er 1988 erneut zu den Guttemplern – ein Neustart, der bis heute sein kontinuierliches Wirken prägt. Sein Anliegen: Selbsthilfe stärken, Gemeinschaft erhalten und gute Rahmenbedingungen für Engagierte schaffen.
1989 übernahm Karlheinz Hupke die Leitung der Gemeinschaft „Leopoldplatz“ und prägte sie rund zehn Jahre lang. Bis heute arbeitet er aktiv an Gestaltung und Erhalt der Gruppe mit – seit 14 Jahren als Schatzmeister und zusätzlich als Schriftführer. Er hält die organisatorischen Fäden zusammen, sorgt für Verlässlichkeit im Alltag der Selbsthilfe und stellt sicher, dass Angebote dauerhaft zugänglich bleiben.
Auf Landesebene setzte er ab 2004 wichtige Akzente. Zunächst verantwortete er die Redaktion des Infoplan, später des Programmhefts. 2007 wurde er zum stellvertretenden Landesvorsitzenden gewählt, 2012 zum Landesvorsitzenden – ein Amt, das er bis 2016 ausfüllte. Seither begleitet er den Landesvorstand als ehemaliger Landesvorsitzender beratend.
Strukturell hat Karlheinz Hupke den Verband nachhaltig geprägt: Zwischen 2012 und 2024 arbeitete er federführend an neuen Satzungen und führte das Verfahren bis zur Verabschiedung und Eintragung ins Vereinsregister. Von 2009 bis 2022 trug er die Verantwortung für Pauschal und Projektförderungen zum Wohle des Landesverbandes. Er formulierte und begründete jährlich alle Anträge und sicherte dem Verband damit eine verlässliche finanzielle Basis. Zudem gestaltete er seit 2017 die Programmhefte, heute führt er die digitale Verbandswebsite fort.
Karlheinz Hupke ist sorgfältig, ausdauernd und teamorientiert. Seine verbindliche Art, sein Blick für das Machbare und sein Verantwortungsbewusstsein machen ihn zu einem Vorbild der Guttempler Berlin-Brandenburgs. -
Dr. Michael Knoch
© Angelika Luft Dr. Michael Knoch steht seit Jahrzehnten für gelebte Amateurmusik – als Flötist, Organisator und Impulsgeber. 1999 gehörte er zum Gründungsteam von concentus alius, dem Homophilharmonischen Orchester Berlin. 2000 übernahm er das Management dieses ersten schwul-lesbisch-queeren Orchesters in Deutschland, das heute offen ist für alle, die seiner Gründungsidee offenherzig und unvoreingenommen begegnen. Mit viel Umsicht hat er als Vorsitzender des 2001 gegründeten Orchestervereins Strukturen aufgebaut, die Proben, Konzerte und Begegnung verlässlich ermöglichen.
Früh suchte Dr. Michael Knoch die Vernetzung über das eigene Ensemble hinaus. Seit 2003 vertritt er sein Orchester beim Bundesverband Amateurmusik Sinfonie- und Kammerorchester (BDLO). 2009 wurde er ins BDLO-Präsidium gewählt. Von 2008 bis 2019 verantwortete er die Schriftleitung der BDLO-Verbandszeitschrift „Das Liebhaberorchester“, seit 2023 bringt er seine Erfahrung in der Redaktion des neuen Online Magazins tutti.info ein. Auf Landesebene engagiert sich Dr. Michael Knoch als Vertreter des Landesverbands Berlin-Brandenburgischer Liebhaberorchester (LBBL) im Beirat „Gemeinsame Sache: Musik“ beim Landesmusikrat Berlin, wo er sich für bessere Rahmenbedingungen, Sichtbarkeit und Vernetzung der Amateurmusik in der Stadt einsetzt.
Die Kammermusik ist sein zweites Zuhause. Er organisiert seit vielen Jahren Hausmusik-Konzerte, lädt zu Play Ins ein und bringt Menschen in wechselnden Besetzungen zum gemeinsamen Musizieren zusammen. Dabei folgt er einer klaren Haltung: Musik macht Freude, öffnet Herzen, verbindet Menschen und kann Gutes bewirken, zum Beispiel durch Benefizkonzerte.
Für sein langjähriges ehrenamtliches Wirken erhielt Dr. Michael Knoch 2021 das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Aus seiner beruflichen Zeit als Waldorfschularzt und Homöopath bringt er Fürsorge, Geduld und Verantwortungsbewusstsein mit. In der Musik lebt er diese Haltung weiter. Er verbindet Menschen, stärkt Ensembles und führt Ideen in die Praxis. So wird Amateurmusik in Berlin hörbar, sichtbar und tragfähig. -
Ute Lompe
© Privat Seit drei Jahrzehnten ist Ute Lompe für die Freie Demokratische Wohlfahrt e. V. ehrenamtlich aktiv. Seit ihrem Eintritt engagiert sie sich für Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind: zunächst als stellvertretende Vorsitzende, seit 2011 als Vorsitzende des Bezirksverbandes Wedding/Mitte. Ihr Ziel ist es, ältere und einsame Menschen zu erreichen, Teilhabe zu ermöglichen und Gemeinschaft erlebbar zu machen.
Unter ihrer Leitung bietet der Bezirksverband seit vielen Jahren alle zwei Wochen an Samstagnachmittagen ein offenes Treffen bei Kaffee, Kuchen und Abendbrot an. Hier kommen Menschen ins Gespräch, spielen Bingo oder andere Spiele und hören Vorträge. Die großen Festtage im Jahreslauf sind fester Bestandteil der Gemeinschaft. Weihnachten, Fasching und Erntedank werden sorgfältig vorbereitet und gern besucht, weil sie Abwechslung schenken und Einsamkeit spürbar verringern. Ergänzt wird das Programm durch Ausflüge ins Berliner Umland sowie die beliebte Lichterfahrt durch das vorweihnachtliche Berlin.
Ute Lompe denkt auch an Menschen, die keine eigene Wohnung haben. Sie beteiligt sich in erheblichem Maß an der Schlafsackpatenschafts-Aktion der Freien Demokratischen Wohlfahrt e. V. und stellt die Verteilung von Schlafsäcken und Isomatten an obdachlose Menschen in Mitte sicher. Von 2000 bis 2008 brachte sie ihre Erfahrung als Landesschatzmeisterin ein und trug Verantwortung für die finanziellen Belange der sozialwirtschaftlichen Angebote des Verbandes.
Wer Ute Lompe erlebt, weiß, dass sie zupackt und verlässlich handelt. „Es gibt stets diejenigen, die über etwas reden, und diejenigen, die es einfach anpacken und machen. Frau Lompe gehört zur zweiten Kategorie.“ Mit Umsicht, Humor und großem Herz sorgt sie seit 30 Jahren dafür, dass Angebote verlässlich stattfinden und vielen Menschen Wege in soziale Teilhabe geöffnet werden. -
Inge Makarinus
© Privat Inge Makarinus ist seit 1960 Mitglied der Volkssolidarität – geprägt wurde ihr Einsatz aber schon viel früher. Bereits in den Nachkriegsjahren sammelte sie an der Hand ihrer Mutter Spenden und unterstützte ältere Nachbarinnen und Nachbarn bei Krankheit und in Notlagen. Mit dem Leitmotiv „Miteinander – Füreinander“ aufgewachsen, machte sie Solidarität zu ihrer Lebensmaxime als Jugendliche, als junge Frau und heute als lebenserfahrener Mensch.
Mit den Wendejahren erlebte sie, wie nötig Zusammenhalt ist – und ließ sich nicht entmutigen. In ihrer Mitgliedergruppe in Friedrichsfelde, steht sie Kranken, Älteren, Bedürftigen und Einsamen zur Seite, gibt in Gesprächen Halt, begleitet zu Veranstaltungen und stärkt Menschen in schwierigen Lebensphasen. Für ihr jahrzehntelanges, stets zuverlässiges Engagement erhielt Inge Makarinus verschiedene Ehrungen der Volkssolidarität Berlin.
Seit 2008 leitet sie die Mitgliedergruppe in ihrem Kiez. Waren es anfangs über 180 Mitglieder, so sind es heute 65, die „auf ihr Kommando“ hören – eine Gruppe, die sie mit Herzblut, Courage und viel Humor zusammenhält. Allein in den letzten vier Jahren hat sie mit ihren Helferinnen über 50 Veranstaltungen organisiert, darunter Frühlingsfeste, Busausflüge, Kinoabende, Dampferfahrten und Vorträge. Die Säle waren voll, die Busse gut besetzt – Inge Makarinus trifft mit dem, was sie tut, den Nerv der Menschen.
Seit 1963 im Kiez verwurzelt, geht sie auch heute noch während der traditionellen jährlichen Sammlung von Haus zu Haus, steigt Treppen, klingelt, hört zu und gibt Rat. „Man muss auf die Leute zugehen!“ – dieses Motto lebt sie. Selbst in einer schweren Zeit, als sie zweieinhalb Jahre täglich ihren Mann im Pflegeheim besuchte, blieb ihr Blick für andere wach. Inzwischen wirkt sie dort regelmäßig ehrenamtlich mit, schenkt bei Veranstaltungen Getränke aus und hilft, Bewohnerinnen und Bewohner sicher mit dem Rollstuhl zum Lift zu bringen. Inge Makarinus ist eine Botschafterin gelebter Solidarität im Kiez – unermüdlich, zugewandt und vorbildlich. -
Ulrich Zschocke
© Stiftung Rehabilitationszentrum Berlin-Ost Ulrich Zschocke engagiert sich seit über 25 Jahren in leitenden Ehrenämtern für Rehabilitation, soziale Teilhabe und humanistische Werte, sowohl für die Stiftung Rehabilitationszentrum Berlin Ost als auch für den Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR. Was ihn antreibt, beschreiben Wegbegleiter als seltene Verbindung aus Expertise, Klarheit und Zugewandtheit; er stellt seine Zeit im Ruhestand konsequent in den Dienst anderer. Seine sachliche und zugleich empathische Art schafft Vertrauen und Dialog.
Sein Weg begann 1999 im Rehabilitationszentrum Berlin Ost als Vorstandsmitglied. Mit Gründung der Stiftung 2008 übernahm Ulrich Zschocke Verantwortung im Kuratorium, dessen Vorsitz er bis heute innehat. Aus dieser Rolle heraus begleitet er die Arbeit des Vorstands mit großem Verantwortungsbewusstsein und Weitblick. Seine ökonomische Fachkenntnis hat die Entwicklung der mittlerweile acht Tochterunternehmen stets kritisch und konstruktiv gespiegelt. Unter seiner Mitwirkung konnten Angebote kontinuierlich ausgebaut, Qualität gesichert und die gemeinnützige Ausrichtung nachhaltig gefestigt werden – stets mit dem Blick auf die Interessen der Betroffenen. Davon profitieren Menschen mit Behinderungen ebenso wie Familien, Kinder und Jugendliche, denen die Stiftung verlässliche Unterstützung und neue Perspektiven eröffnet.
Seit 2018 bringt Ulrich Zschocke seine Finanz- und Führungskompetenz im Präsidium des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg ein, zuletzt als Vorsitzender des Finanzausschusses. Dr. Manuela Schmidt, Präsidentin des Verbandes, würdigt ihn als „überaus engagierten und konstruktiven Mitstreiter“, der zuhört, kluge Fragen stellt und mit neuen Ideen Impulse setzt. Er ist anerkannt im Präsidium, beim Vorstand und zugleich bei den Mitarbeitenden. Ob im Verband, im Vorstand der Humanismus Stiftung, beim Rehabilitationszentrum oder beim Wochenenddienst in einem Impfzentrum – Ulrich Zschocke überzeugt durch Verlässlichkeit, Empathie und Dialogfähigkeit. Seine ruhige, sachliche Art schafft Vertrauen, sein langer Atem macht ihn zu einer unverzichtbaren Stütze und zu einem Vorbild für bürgerschaftliches Engagement.
Silberne Ehrennadeltragende 2026
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Ilona Böttcher
© Privat Sichtbarkeit – ein starkes Zeichen in gesellschaftspolitisch herausfordernden Zeiten. Geplant sind generationenübergreifendes, gemeinschaftliches Wohnen, eine Pflegewohngemeinschaft, rollstuhlgerechte Wohnungen sowie ein offenes Begegnungszentrum für die Nachbarschaft. Ilona Böttcher versteht das RuT Projekt als Wohngemeinschaft mit starkem sozialem Anschluss und nicht als Altersheim. Hier möchte sie sich einbringen, etwa im Kabarett oder in einer Tanzgruppe.
In den Jahren 2018 bis 2021 engagierte Ilona Böttcher sich zusätzlich ehrenamtlich im Vorstand des RuT Vereins, stets mit dem Wohnprojekt im Blick. Ihre unerschütterliche Zuversicht, Energie und ihr positives, ermutigendes Wesen tragen seit Jahren dazu bei, Hindernisse zu überwinden, Gemeinschaft zu stiften und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
Ihr Engagement ist beispielhaft – für RuT, für Berlin und weit darüber hinaus. Ihr Einsatz, ihre Kompetenz und Leidenschaft haben das Wohn- und Kulturzentrum maßgeblich geformt und nachhaltig zur Stärkung lesbischer und queerer Sichtbarkeit beigetragen. -
Frank Feldmann
© Privat Als Frank Feldmann 2008 an der damals wenig bekannten Myalgischen Enzephalomyelitis (Chronisches Fatigue-Syndrom, ME/CFS) erkrankte, fand er über Fatigatio e.V. früh Hilfe und Orientierung. Die eigenen Erfahrungen mit der Selbsthilfe wurden zum Auslöser für sein Engagement: Nach drei Jahren als Mitglied der Regionalgruppe Berlin übernahm er 2011 zunächst die Stellvertretung, seit 2012 leitet er die Gruppe. Fatigatio e.V. – seit 1993 der größte und älteste Bundesverband für ME/CFS in Deutschland – ermöglicht mit seinen Regionalgruppen eine wohnortnahe Unterstützung. Die Berliner Gruppe besteht seit 2002 und trifft sich in den Räumen von Sekis.
Bescheiden im Auftreten, konsequent in der Sache: Neben den monatlichen Präsenztreffen moderiert Frank Feldmann wöchentliche Online-Treffen, damit auch schwer Erkrankte teilnehmen können. Er schafft Raum für Austausch, vermittelt bei Meinungsverschiedenheiten unparteiisch und ist ein verlässlicher Ansprechpartner bei Fragen zur Erkrankung und zu möglichen Hilfen. Seit Beginn seines Engagements hat er mehr als tausend Ratsuchende begrüßt und begleitet.
In den vergangenen Jahren organisierte er Yoga-Workshops und lud Ärztinnen und Ärzte mit Expertise zum Krankheitsbild ein – wichtige Impulse, die Verständnis und Selbstmanagement stärken. Auch außerhalb der Treffen pflegt er das soziale Miteinander, lädt zum gemeinsamen Grillen in seinen Garten ein und ermutigt dazu, sich über mehr als nur die Krankheit auszutauschen. 2025 initiierte er zudem eine wöchentliche Online-Yoga-Gruppe. Die Gestaltung der Asanas orientiert sich an den Empfehlungen der Immundefektambulanz der Charité Berlin und ist auf die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit ME/CFS abgestimmt.
In seiner Freizeit ist Frank Feldmann viel in der Natur und bleibt – trotz der Erkrankung und im Rahmen eines strengen Energiemanagements – aktiv und in Bewegung.
Seine zugewandte, ruhige Art, sein Vermittlungsgeschick und seine Verlässlichkeit machen ihn zu einem Anker der Selbsthilfe und zu einer Stimme, die vielen Betroffenen Perspektiven und Gemeinschaft eröffnet. -
Ramona Freitag
© Privat Ramona Freitag engagiert sich seit Jahrzehnten mit außergewöhnlicher Ausdauer und Empathie für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Ihr Engagement ist untrennbar mit der Selbsthilfebewegung für Menschen mit Bipolaren Störungen in Berlin verbunden. Trotz eigener schwerwiegender Erkrankung hat sie ihre Erfahrungen in Kraft und Mitgefühl für andere verwandelt – und damit vielen Betroffenen Mut gemacht, offen über psychische Gesundheit zu sprechen.
Seit 2003 ist Ramona Freitag Teil der Selbsthilfegruppe Bipolar Berlin, deren Leitung sie 2009 übernahm. Im selben Jahr war sie maßgeblich an der Gründung des Vereins bipolaris – Manie & Depression Selbsthilfevereinigung Berlin-Brandenburg e. V. beteiligt, der heute als größte Selbsthilfeorganisation im Bereich seelischer Gesundheit in der Region gilt.
Ihre ehrenamtliche Arbeit umfasst weit mehr als Gruppenleitung: Sie organisiert Workshops, hält Vorträge und gestaltet Informationsveranstaltungen, bei denen sie Betroffenen und Angehörigen gleichermaßen Orientierung und Zuversicht vermittelt. Für die Deutsche Gesellschaft für Bipolare Störungen (DGBS) leitete sie über viele Jahre Workshops und sprach auf Fachtagungen, unter anderem zu Themen wie Paarbeziehungen und dem Umgang mit der Erkrankung im Alltag.
Auch in der Vereinsarbeit übernahm sie Verantwortung – als Rechnungsprüferin, Kassenwartin und Beraterin. Besonders prägend ist ihr Beitrag zum Beratungsprojekt von bipolaris, das sie seit 2016 koordiniert und mit großem Einfühlungsvermögen begleitet.
Ramona Freitag steht für gelebte Solidarität und Selbsthilfe. Mit ihrer Offenheit, ihrer ruhigen, klaren Art und ihrem unerschütterlichen Engagement trägt sie entscheidend dazu bei, psychische Erkrankungen zu entstigmatisieren und Betroffenen Wege zu mehr Selbstbestimmung zu eröffnen. -
Heidi Hilkenbäumer
© Privat Heidi Hilkenbäumer ist seit 2009 als Schulmediatorin bei Seniorpartner in School (SiS) engagiert – mit Ausdauer und großem Einfühlungsvermögen. Ihr Schwerpunkt: Jugendlichen Wege zu gewaltfreier Konfliktlösung eröffnen, Vertrauen stärken und Brücken zwischen den Generationen bauen. „Mit Herzblut seit 16 Jahren“ – so beschreibt ihre Organisation die Motivation, die ihr Wirken trägt.
Den Anfang nahm ihr Engagement an der Friedensburg-Oberschule. Dort wirkte sie bis 2023 über 14 Jahre ehrenamtlich: Sie begleitete Schülerinnen und Schüler in Konfliktgesprächen, stärkte sie in persönlichen Krisen und betreute einzelne Jugendliche über längere Zeiträume. Seit Mitte 2023 unterstützt sie eine Willkommensklasse am Gottfried-Keller-Gymnasium, mit dem Fokus, junge Menschen mit Migrationsgeschichte beim Ankommen, Lernen und Teilhaben zu begleiten.
Parallel engagiert sich Heidi Hilkenbäumer seit 2014 im Vorstand von SiS – als Schriftführerin, Netzwerkerin und verlässliche Stütze der Mitgliederbetreuung. Sie protokolliert, erstellt den Newsletter, organisiert gemeinsam mit einer Vorstandskollegin regelmäßige Erfahrungsaustausche und stand als Staffelpatin in Ausbildungen an der Seite neuer Schulmediatorinnen und -mediatoren. So hat sie in elf Jahren Vorstandsarbeit an Konzepten mitgearbeitet, Kolleginnen und Kollegen beraten und die Professionalisierung des Vereins mit vorangebracht. Ihr Beitrag ist Teil der Erfolgsgeschichte von SiS in Berlin – und eines Ansatzes, der als „Brücke zwischen Alt und Jung“ weit über die Stadt hinaus wirkt und bundesweit gewachsen ist.
Was sie besonders macht, sind ihre Haltung und Ausstrahlung: empathisch, zugewandt, zuverlässig – eine Mutmacherin, die jungen Menschen Perspektiven eröffnet und den schulischen Alltag friedlicher macht. -
Thomas Hohn
© Privat Thomas Hohn steht seit 14 Jahren für gelebte Demokratiebildung, Bildungsgerechtigkeit und eine wirksame Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Als Brückenbauer zwischen Zivilgesellschaft, Politik und jungen Menschen verbindet er fachliche Kompetenz mit persönlicher Überzeugung – getragen von dem Anspruch, Beteiligung nicht nur symbolisch, sondern mit echter Wirkung zu gestalten.
Sein Wirken basiert auf intrinsischer Motivation und gelebten Werten. Was ihn besonders auszeichnet, sind seine Verlässlichkeit, seine Nahbarkeit und seine tiefe Begeisterung für das ehrenamtliche Bildungsengagement, insbesondere in der Arbeit der Kita- und Schulfördervereine.
Thomas Hohn engagiert sich seit Jahrzehnten in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich. Als Gründungsmitglied der Stiftung Bildung ist er seit deren Entstehung als Mitgestalter einer zukunftsfähigen und partizipativen Bildungslandschaft tätig. Von Beginn an ist er Teil des ehrenamtlichen Kuratoriums, hat die Grundwerte der Stiftung maßgeblich mitentwickelt und am Code of Conduct mitgewirkt – Grundlagen, die bis heute Orientierung geben. Seit den Anfängen setzt er als Impulsgeber auf Dialog und geteilte Verantwortung zwischen den Generationen.
Ein zentraler Schwerpunkt seines Engagements ist die systematische Beteiligung junger Menschen. Thomas Hohn hat die Gründung und Etablierung des Jugendgremiums Youpan entscheidend vorangetrieben – eines der ersten bundesweiten Formate, das Jugendlichen in der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Bildung für nachhaltige Entwicklung eine verlässliche Stimme verleiht. Er begleitet junge Engagierte auf regionaler, Landes-, Bundes- und internationaler Ebene, öffnet ihnen Zugänge und ermutigt sie, ihre Perspektiven selbstbewusst und wirksam einzubringen.
Geprägt von langjährigem Engagement in Umwelt- und Bildungsthemen sowie von politischer Beratungskompetenz steht Thomas Hohn für Gemeinwohlorientierung und Verlässlichkeit. Sein struktureller Blick zielt auf nachhaltige Veränderungen statt kurzfristiger Lösungen. Achtsamkeit und Meditation prägen seine reflektierte, zugewandte Haltung. So schafft er Netzwerke, in denen Vertrauen wächst, Verantwortung geteilt wird und aus Ideen tragfähige Strukturen entstehen. -
Alina Jannaschk
© Club Dialog e.V. Alina Jannaschk steht für gesellschaftliche Verantwortung, Menschlichkeit und soziale Kompetenz. Seit dem Jahr 2000 ist sie Mitglied im Club Dialog e. V. und engagiert sich dort kontinuierlich ehrenamtlich. Dabei bringt sie ihre langjährige berufliche Erfahrung im sozialen Bereich ein, insbesondere aus ihrer Tätigkeit als Sozialberaterin beim Verband für Interkulturelle Arbeit e. V.
Mit dem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2005 verstärkte sie ihr ehrenamtliches Engagement. Sie beriet Menschen in sozialen, kulturellen und persönlichen Lebensfragen, führte regelmäßige Sozialberatungen durch und begleitete Ratsuchende zu Terminen bei Behörden, Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren Institutionen. Auf Grundlage ihres fundierten Wissens über das deutsche Behördensystem und ihres ausgeprägten Einfühlungsvermögens bot sie sowohl neu zugewanderten als auch bereits länger in Deutschland lebenden Menschen konkrete und praxisnahe Unterstützung. Für viele wurde sie damit zu einer verlässlichen und kontinuierlichen Anlaufstelle.
Über viele Jahre hinweg war Alina Jannaschk zudem ein hoch geschätztes Mitglied des Vorstands. Ab 2017 übernahm sie als Kassenwartin Verantwortung für die finanziellen Belange und die langfristige Stabilität des Vereins. Sie vertrat den Club Dialog e.V. über Jahre im Paritätischen Wohlfahrtsverband und brachte dort die Anliegen des Vereins und seiner Arbeit ein. Darüber hinaus wirkte sie in verschiedenen Gremien und Arbeitskreisen aktiv mit. Seit 2024 ist sie Ehrenmitglied des Vereins.
Alina Jannaschk hat den Club Dialog e. V. über viele Jahre hinweg maßgeblich begleitet und durch ihre kontinuierliche Arbeit Grundlagen geschaffen, auf denen der Verein bis heute aufbaut. Ihr Engagement trug wesentlich dazu bei, Strukturen zu festigen und Abläufe verlässlich zu gestalten und damit wichtige Voraussetzungen für die heutige Vereinsarbeit zu schaffen. Für viele Engagierte war und ist sie eine verlässliche Orientierung im ehrenamtlichen Wirken. -
Josef Juchem
© Privat Seit 2009 engagiert sich Josef Juchem im Unionhilfswerk Landesverband Berlin e. V., Bezirksverband Spandau – beständig, kompetent und mit großer Ruhe. Von 2010 bis 2022 führte er den Bezirksverband als stellvertretender Vorsitzender mit, seit 2022 steht er ihm als Vorsitzender vor. Seine entspannte, besonnene Art schafft Vertrauen und gewinnt auch Skeptiker für gemeinsame Vorhaben.
Sein Engagement wuchs früh über die Bezirksarbeit hinaus: Seit 2021 ist Josef Juchem stellvertretender Vorsitzender im Landesvorstand des Unionhilfswerks. Zudem vertritt er die Organisation u. a. in der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e. V. zum Thema Digitalisierung. Sein Herzensanliegen: ältere Menschen sicher durch die digitale Gegenwart zu begleiten und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Für seine Verdienste wurde Josef Juchem 2023 auf der Jahreshauptversammlung des Unionhilfswerks mit einer Ehrung in Gold ausgezeichnet – eine besondere Anerkennung seines langjährigen Einsatzes.
Pragmatisch und innovativ zugleich hat Josef Juchem die internen Strukturen verbessert. Er programmierte eine vereinseigene Software, die die Arbeit der Bezirksvorstände spürbar erleichtert und Abläufe effizienter macht. Zugleich denkt er konsequent an die Menschen, für die der digitale Wandel eine Hürde sein kann. Deshalb konzipiert und leitet er niedrigschwellige Schulungsangebote für Seniorinnen und Senioren – offen für Mitglieder und Interessierte außerhalb des Vereins. Wer aus gesundheitlichen oder organisatorischen Gründen nicht an Gruppenangeboten teilnehmen kann, erhält von Josef Juchem Einzelschulungen zu Hause. So eröffnet er vielen den Weg zu Informationen, Kontakten und mehr Selbstständigkeit im Alltag.
Sein Engagement ist geprägt von Geduld, Humor und einer ruhigen Überzeugungskraft, die ansteckt. Oder, wie es Mitmenschen aus seinem Umfeld gern formulieren: „Wenn man sich mit Josef Juchem über die Digitalisierung unterhält, dann merkt man, mit wie viel Leidenschaft und Spaß er bei der Sache ist.“ Mit seinem Einsatz baut er Barrieren ab, verbindet Generationen und macht digitale Chancen im Alter nutzbar. -
Edeltraut Köhn
© Privat Edeltraut Köhn engagiert sich seit 2015 ehrenamtlich für die Björn Schulz Stiftung in Berlin-Pankow. Sie unterstützt die Hauswirtschaft im Sonnenhof-Hospiz für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, und sorgt dafür, dass Wäsche schnell wieder schrankfertig bereitsteht. Ihre Motivation speist sich aus dem Wunsch, sinnvoll mitanzupacken: Nach Jahren der Fürsorge für Enkelin und Mutter fand sie über ihr Hobby Patchwork und auf Anregung einer Freundin den Weg in die Stiftung – aus einer Vertretung wurde ein dauerhaftes Engagement.
Jede Woche führt ihr Weg in die stiftungseigene Waschküche. Gemeinsam mit einer Freundin ist Edeltraut Köhn als „Wäschefee“ im Einsatz: Tisch- und Bettwäsche werden gemangelt, zahlreiche Handtücher gefaltet. Meist sind es 20 bis 30 Garnituren – an Feiertagen deutlich mehr, wenn Eltern mit den Geschwisterkindern im Haus übernachten. Bei zwölf Gästezimmern und fünf Elternzimmern fällt täglich viel Wäsche an, die im Haus selbst gewaschen wird. Edeltraut Köhns verlässliche Hilfe entlastet spürbar die Teams: Die Wäsche ist bereit, wenn in den Zimmern ein Wechsel ansteht – so bleibt mehr Zeit für Zuwendung und Begleitung der Familien.
Über die Waschküche hinaus backt Edeltraut Köhn Kuchen für Feste, deren Verkauf die Arbeit des Hauses unterstützt, und springt ein, wenn kurzfristig Hilfe gebraucht wird. Zudem engagiert sie sich bei der Herzkissenaktion des Krankenhauses Köpenick, wo herzförmige Kissen zur Unterstützung nach einer Brustkrebs-Operationen genäht werden.
Ihre Haltung klingt in ihren eigenen Worten an: „Ich bin glücklich, helfen zu können. Das ist mir ein Bedürfnis, so bin ich erzogen worden.“ Mit Bescheidenheit, Tatkraft und großer Zuverlässigkeit ist Edeltraut Köhn eine wichtige Stütze für die Kinderhospizarbeit in der Björn Schulz Stiftung – Woche für Woche, seit vielen Jahren. -
Valeska Krause
© Privat Seit 2013 engagiert sich Valeska Krause als Ehrenamtliche bei der Kontaktstelle PflegeEngagement. Ihr Einsatz gilt vor allem der verlässlichen Begleitung älterer und erkrankter Menschen – sowohl im individuellen Besuchsdienst als auch in einer Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz. Darüber hinaus hat sie eine kleine Spaziergangsgruppe ins Leben gerufen, die regelmäßige Begegnungen und Bewegung im Alltag ermöglicht. Geprägt von großer Lebenserfahrung und der Auseinandersetzung mit eigenen Verlusten hat sie eine Haltung der Zugewandtheit, Bescheidenheit und tiefen Achtung gegenüber Ihren Mitmenschen entwickelt.
Seit ihrem Einsatz bei der Kontaktstelle PflegeEngagement begleitete Valeska Krause mehrere Menschen im Besuchsdienst – teils bis zu deren Einzug in ein Heim. Besonders prägend ist ihre langjährige Verbindung zu einer Dame, die im Rollstuhl sitzt und stark sehbeeinträchtigt ist. Über viele Jahre ging Valeska Krause mit ihr einkaufen, unterstützte sie bei Näharbeiten und hatte stets ein offenes Ohr. Aufgrund eigener altersbedingter Einschränkungen konzentrieren sich die Besuche seit 2023 auf die Pflege der Pflanzen, gute Gespräche und kleinere Spaziergänge. Diese kontinuierliche, feinfühlige Begleitung schenkt Nähe, Orientierung und ein Stück Normalität im Alltag.
Bis Ende 2025 betreute Valeska Krause gemeinsam mit einer weiteren Ehrenamtlichen regelmäßig eine kleine Gruppe demenzerkrankter Menschen, während deren Angehörige parallel an einer Gesprächsgruppe teilnahmen. Als nicht professionelle Kraft begegnet sie den Teilnehmenden in einzigartiger Weise „auf Augenhöhe“. Das schafft Vertrautheit, entlastet Familien und ermöglicht soziale Teilhabe.
Ruhig, äußerst geduldig und sehr einfühlsam – so beschreiben Kolleginnen Valeska Krause. Für das Team ist sie „ein großer Schatz“. -
Dorothea Mylo
© Privat Dorothea Mylo engagiert sich seit 17 Jahren ehrenamtlich in der Ausstellung „Totgeschwiegen, 1933–1945. Zur Geschichte der Wittenauer Heilstätten“. Ihre Arbeit ist geprägt von Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein und einer tiefen Verbundenheit mit der Geschichte des Ortes. Die Ausstellung vermittelt eindrucksvoll die Schicksale psychisch kranker Menschen während der NS-Zeit und richtet sich an Schulklassen, Studierende, Fachkräfte aus der Psychiatrie, interessierte Wissenschaftler sowie internationale Besuchergruppen aus den USA und Israel.
Seit der Neugestaltung der Ausstellung im Januar 2009 ist Dorothea Mylo dort kontinuierlich tätig. Sie betreut Besucher, kümmert sich um den Bücherverkauf, nimmt Spenden entgegen und sorgt dafür, dass die Räume jederzeit gepflegt und einladend sind. Ihre Tätigkeit umfasst auch die sorgfältige Dokumentation der Besucherzahlen. Besonders hervorzuheben ist ihr Engagement an den Sonntagen, an denen die Ausstellung geöffnet ist. Dorothea Mylo ist stets vor Ort, zuverlässig und bereit, über die vereinbarten Aufgaben hinaus zu unterstützen. Gruppen werden auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten empfangen, wenn sie angemeldet sind, und sie übernimmt jederzeit Verantwortung für den reibungslosen Ablauf der Ausstellung.
Ihr Engagement ist Ausdruck einer tiefen Wertschätzung der Geschichte und der Menschen, die sie betreffen. Kollegen der Albatros gGmbH begleiten und supervidieren ihre Arbeit und schätzen ihre Verlässlichkeit und Sorgfalt. Dorothea Mylo wird für ihre beständige Präsenz, ihre empathische Betreuung der Gäste und ihre engagierte Mitgestaltung der Ausstellung geschätzt. Wer sie erlebt, spürt ihre aufmerksame, freundliche Art und ihre ausgeprägte soziale Kompetenz, die den Besuch der Ausstellung zu einem respektvollen und lehrreichen Erlebnis macht. Ihre Arbeit macht die Geschichte der Wittenauer Heilstätten lebendig und zugänglich und bereichert die Gemeinschaft nachhaltig. -
Gabriele Prossmann
© Privat Gabriele Prossmann ist seit vielen Jahren eine engagierte Stimme für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und setzt sich mit großem Einsatz für deren Rechte und gesellschaftliche Teilhabe ein. Ihr ehrenamtliches Engagement für den FID Freundeskreis Integrative Dienste gGmbH erstreckt sich über zahlreiche bezirkliche und überregionale Gremien. Besonders hervorzuheben ist ihre Tätigkeit im Spandauer Teilhabebeirat, im Psychiatriebeirat und in der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft. In diesen Gremien vertritt sie die Interessen von Betroffenen, bringt ihre eigene Erfahrung ein und setzt sich für Verbesserungen im Versorgungssystem ein.
Ein zentrales Anliegen von Gabriele Prossmann ist es, auf Missstände aufmerksam zu machen und konkrete Veränderungen anzustoßen. Als Mitglied der Berliner Besuchskommission besucht sie regelmäßig psychiatrische Kliniken, überprüft die Einhaltung gesetzlicher Regelungen und setzt sich für das Wohl der Patientinnen und Patienten ein. Ihre Beobachtungen und Rückmeldungen tragen maßgeblich dazu bei, die Situation in den Einrichtungen zu verbessern.
Gabriele Prossmann zeichnet sich durch ihre Empathie, ihre Fachkenntnis und ihre Beharrlichkeit aus. Sie begegnet Ratsuchenden und Mitstreitenden stets auf Augenhöhe und ist für viele Betroffene eine wichtige Ansprechpartnerin. Ihr Engagement ist geprägt von dem Wunsch, die Lebensbedingungen für Menschen mit psychischen Erkrankungen nachhaltig zu verbessern und ihnen eine starke Stimme in der Gesellschaft zu geben. -
Roswitha Schirmer
© Privat Seit 2013 engagiert sich Roswitha Schirmer in herausragender Weise bei der Kontaktstelle PflegeEngagement – im Besuchsdienst für ältere Menschen und in der Leitung von Selbsthilfegruppen. Getragen von Empathie und dem Wunsch, anderen Halt zu geben, schafft sie Orte des Vertrauens, der Entlastung und des Miteinanders.
Zu Beginn ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit übernahm Roswitha Schirmer die Leitung von zwei Selbsthilfegruppen. Über viele Jahre moderierte sie die Treffen mit großer Ruhe, Zugewandtheit und Geduld, gab Raum für Austausch, stärkte Ressourcen und begleitete Angehörige durch belastende Phasen. Ihr freundliches, aufmerksames Wesen ließ eine Atmosphäre der Geborgenheit entstehen, in der Sorgen ausgesprochen und gemeinsam getragen werden konnten.
Seit 2024 widmet Roswitha Schirmer sich verstärkt der individuellen Begleitung pflegender Angehöriger einer Demenzgruppe und bleibt zugleich im Besuchsdienst aktiv. Dort schenkt sie Zeit, Aufmerksamkeit und Zuversicht – oftmals ist sie für ältere Menschen eine verlässliche Konstante im Alltag. Ihr Handeln ist dabei durch und durch uneigennützig: Sie stellt konsequent das Wohl der anderen in den Mittelpunkt und bleibt auch in herausfordernden Momenten ruhig und verständnisvoll.
Die Wirkung ihres Engagements entlastet Familien, stärkt pflegende Angehörige und hilft, Einsamkeit zu durchbrechen. Wer Roswitha Schirmer erlebt, spürt ihre innere Haltung – tatkräftig, liebevoll und respektvoll. Für viele ist sie Vorbild und Ermutigung zugleich. Ihr verlässlicher Einsatz über mehr als ein Jahrzehnt ist von unschätzbarem Wert für die Gemeinschaft. -
Martin Schultz
© Privat Martin Schultz engagiert sich seit rund einem Jahrzehnt in herausragender Weise für die Berliner Selbsthilfe- und Peerlandschaft – als ehrenamtlicher Mitstreiter bei exPEERienced – erfahren mit seelischen Krisen e. V. Sein Engagement begann 2015 als Mitgründer des Offenen Treffs für Angst und Depressionen in der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen Pankow. Aus dieser Initiative entstand die Broschüre „Aus eigener Kraft“, die 2016 mit einem Sonderpreis des Netzwerks Patienten- und Familienedukation in der Pflege e. V. ausgezeichnet wurde.
Im selben Jahr rief Martin Schultz den MUT-LAUF ins Leben, der sich inzwischen zu „DER LAUF & DER MARKT für seelische Gesundheit“ entwickelt hat und jährlich viele Menschen für das Thema psychische Gesundheit sensibilisiert. Für diesen Einsatz erhielt er 2016 den Pankower Ehrenamtspreis. Ebenfalls 2016 wurde er Vorstandsmitglied der Deutschen DepressionsLiga e. V. und setzt sich seither als Vertreter der Betroffenen im Gemeinsamen Bundesausschuss für deren Anliegen ein.
2017 und 2018 initiierte er das Projekt „Selbsthilfe bewegt“ in der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen Pankow, welches Bewegungsangebote in der Selbsthilfe etablierte. Als stellvertretender Vorsitzender des Berliner Behindertenverbands organisierte er 2019 den Berliner Selbsthilfetag auf dem Potsdamer Platz und engagiert sich besonders für die Sichtbarkeit sogenannter nicht sichtbarer Beeinträchtigungen.
Martin Schultz ist ein herausragender Botschafter gelebter Inklusion, dessen Engagement weit über Berlin hinausstrahlt. Mit seinem unermüdlichen Einsatz und seiner Fähigkeit, Menschen und Organisationen zu vernetzen, trägt er maßgeblich dazu bei, seelische Gesundheit in der Gesellschaft sichtbarer zu machen. „Selbsthilfe und Peer-Arbeit haben mir persönlich eine neue Perspektive im Leben gegeben – und gerne gebe ich etwas zurück in die Selbsthilfe und Peer-Szene“, sagt er. Als erfahrener Peer- und Impulsgeber ist er weit über die Grenzen Berlins hinaus bekannt und verkörpert die Werte von exPEERienced – erfahren mit seelischen Krisen e. V. in besonderer Weise. Sein Wirken steht für gelebte Teilhabe, Empowerment und die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen. -
Peter Sonnenberg
© Unionhilfswerk Landesverband Berlin e.V. Mit außergewöhnlichem Einsatz engagiert sich Peter Sonnenberg ehrenamtlich im Unionhilfswerk Landesverband Berlin e. V., insbesondere in der Interessengemeinschaft Inklusives Engagement. Sein Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Menschen zu verbinden und junge Talente zu fördern. Seit 2009 bringt er sich verlässlich ein, übernimmt Verantwortung und prägt mit klarem Blick für das Wesentliche die Entwicklung der Interessengemeinschaft.
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt in der Kultur- und Förderarbeit für junge Menschen. Dank seiner Unterstützung konnten mehrfach Jazz-Benefizkonzerte zugunsten junger Menschen realisiert werden. Diese Veranstaltungen stiften Begegnung, eröffnen Perspektiven und machen bürgerschaftliches Miteinander sichtbar. Der Interessengemeinschaft ist Peter Sonnenberg als Schatzmeister treu geblieben. Mit Umsicht und Transparenz sorgt er für geordnete Finanzen und stabile Strukturen.
Als einer der ersten Mentoren wirkte Peter Sonnenberg im neu gegründeten Projekt Hürdenspringer mit. Mit Geduld und Ermutigung begleitete er junge Menschen auf dem Weg von der Schule in Ausbildung, Studium oder Beruf. Im Jahr 2019 wurde sein langjähriger Einsatz mit einer auf der Jahreshauptversammlung des Unionhilfswerk Landesverband Berlin e. V. mit der Medaille in Silber gewürdigt. Seit 2022 ist Peter Sonnenberg kooptiertes Mitglied im Landesvorstand des Unionhilfswerks. Dort bringt er die Anliegen dreier Interessengemeinschaften ein und trägt dazu bei, ihre Themen auf Landesebene zu stärken.
Über den Verband hinaus engagiert sich Peter Sonnenberg berlinweit. Er ist im Sprecherrat des Netzwerks Ehrenamt Neukölln aktiv und unterstützt das Sozialwerk Berlin. Bei der Bundestagswahl 2025 leitete er als Wahlvorsteher ein Wahlhelferteam und stand für Zuverlässigkeit und gelebte demokratische Kultur.
Peter Sonnenberg verbindet Organisationstalent mit Empathie. Er ist ein verlässlicher Ansprechpartner, der sich engagiert und aufmerksam um die ihm anvertrauten Anliegen kümmert. Für die Sorgen und Bedürfnisse anderer hat er stets ein offenes Ohr. Auch in herausfordernden Situationen bewahrt er Ruhe und Übersicht, sucht nach nachhaltigen Lösungen und setzt diese mit großem Engagement um. -
Andrea Spangenberg
© Privat Andrea Spangenberg ist seit 2003 Mitglied der Freien Demokratischen Wohlfahrt e. V. und seitdem auf Bezirks- wie Landesebene eine verlässliche Stimme für soziale Teilhabe. Zunächst wirkte sie als stellvertretende Vorsitzende, seit 2012 führt sie den Bezirksverband Steglitz-Zehlendorf. Ihr zentrales Anliegen ist frühe Prävention, damit soziale Notlagen gar nicht erst entstehen.
Deshalb initiierte sie auf Bezirksebene die Partnerschaft mit der Max-von-Laue-Schule, welche seit 2005 die besten Schulleistungen mit Prämien honoriert. Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler erhielten so zusätzliche Wertschätzung und Ermutigung, ihren Weg konsequent weiterzugehen. Ergänzend unterstützte der Bezirksverband Schulprojekte wie Theateraufführungen und organisierte projektbezogene Treffen rund um diese Aktivitäten.
Als 2018 gewählte Landesvorsitzende trägt Andrea Spangenberg die Gesamtverantwortung für den sozialwirtschaftlichen Suchtbereich der Freien Demokratischen Wohlfahrt e. V. in Pankow mit zwölf Mitarbeitenden. Zugleich koordiniert sie die jährliche Schlafsackpatenschaft. Jedes Jahr werden rund 250 kältetaugliche Schlafsäcke und Isomatten an obdachlose Menschen ausgegeben, ein großer Teil davon in Steglitz-Zehlendorf, insbesondere an der Schlossstraße. Dabei geht es ihr um mehr als Schutz vor Kälte: „Neben der körperlichen Wärme soll auch die Seele gewärmt werden“ – deshalb steht sie oft mit selbstgekochter heißer Suppe bereit und weist auf Hilfsangebote und Übernachtungsmöglichkeiten hin.
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine hat Andrea Spangenberg die Unterstützung geflüchteter Familien im Bezirk ausgebaut. Durch kurzfristig eingeworbene Spenden wurden Kultur- und Freizeitangebote ermöglicht, etwa Theater- und Museumsbesuche, die Entlastung schaffen und Ankommen erleichtern.
Auch bezirkspolitisch bringt Andrea Spangenberg ihre Erfahrungen ein: in der Spielplatzkommission, im Widerspruchsbeirat für Sozialhilfe und als Bürgerdeputierte im Ausschuss für Soziales der BVV Steglitz-Zehlendorf. Andrea Spangenberg steht für zupackendes, wirksames Ehrenamt – nah an den Menschen und mit klarem Blick für das Ganze. -
Bernd Stark
© Privat Bernd Stark ist seit zwei Jahrzehnten ehrenamtlich beim Ricam Hospiz engagiert – als Mitarbeiter des Ambulanten Ricam Hospizdienstes DELPHIN. Sein Antrieb ist der Hospizgedanke des „Da-Seins“: aufmerksam, verlässlich und zugewandt Menschen am Lebensende beizustehen. Von Beginn an zeigte er, wie empathisch er sich auf sehr unterschiedliche Persönlichkeiten und oft schwierige Lebenslagen einlässt; er schenkt Wärme und Wertschätzung und schafft eine Atmosphäre, in der sich Menschen angenommen und sicher fühlen.
Seit seinen ersten Begleitungen richtet er den Blick konsequent darauf, was den Alltag der Betroffenen konkret erleichtert. Bernd Stark denkt vernetzend, stößt geduldig Veränderungen an und behält stets das Ganze im Blick – die Situation der Patientinnen und Patienten ebenso wie die der Angehörigen. Wo notwendig, ist er auch für Familien da: Er hört zu, hält aus und gibt Halt, gerade dann, wenn offene Gespräche in einem geschützten Rahmen fehlen.
Als Teil eines über 100-köpfigen Ehrenamtsteams im DELPHIN-Dienst nutzt Bernd Stark Supervisionen und den kollegialen Austausch und ist zugleich eng mit den hauptamtlichen Koordinierungsteam verbunden. Seine Perspektive ist für alle sehr bereichernd. Seine sprichwörtliche Zuverlässigkeit – eine der wichtigsten Eigenschaften in der Hospizarbeit – macht ihn für alle Beteiligten besonders wertvoll.
Bernd Stark versteht seine Aufgabe bewusst nicht als „Sterbebegleitung“, sondern als Lebensbegleitung in den letzten Wochen und Monaten: „Ich schaue, was ein Mensch jetzt braucht, was er oder sie tun und worüber er oder sie sprechen möchte.“ Mit dieser Haltung, seiner Warmherzigkeit und seinem hohen Engagement verbessert er seit 20 Jahren Lebenssituationen – still, bescheiden und wirkungsvoll. -
Margit van Doren
© Privat Margit van Doren ist seit siebzehn Jahren ehrenamtlich in der Ausstellung „Totgeschwiegen 1933–1945. Zur Geschichte der Wittenauer Heilstätten“ tätig. Ihr Engagement ist getragen von dem Wunsch, Patientinnen und Patienten der Heilstätten würdevoll zu gedenken und ihre Geschichten respektvoll zu vermitteln. Sie begleitet Besucherinnen und Besucher, hält die Ausstellungsräume in Ordnung, kümmert sich um den Bücherverkauf und die Entgegennahme von Spenden.
Seit der Neueröffnung der Ausstellung im Januar 2009 gehört sie zum Team, das von der Albatros gGmbH in Kooperation mit totgeschwiegen e. V. begleitet und supervidiert wird. Zunächst überwachte sie die Ausstellung und führte die Besucherstatistik. Schon bald vertiefte sie sich eigenständig in die Geschichte des zugehörigen Friedhofs der Wittenauer Heilstätten. Dieses über Jahre erworbene Wissen gibt sie in gefragten Führungen weiter, in denen historische Einordnung und persönliche Anteilnahme auf einfühlsame Weise zusammenkommen.
Margit van Doren empfängt Schulklassen und Auszubildende in Gesundheitsberufen ebenso wie Fachkräfte und internationale Gruppen. Sie schafft einen ruhigen Rahmen, in dem Fragen willkommen sind und Lernen gelingt. Bei angemeldeten Gruppen ist sie auch außerhalb der regulären Zeiten präsent. Ihre Verlässlichkeit, Sorgfalt und ihr Verantwortungsbewusstsein erstrecken sich auf alle Belange der Ausstellung.
Ihr kontinuierlicher Einsatz macht Erinnerung erfahrbar, trägt zur Aufklärung über die Psychiatriegeschichte bei und sensibilisiert für die Folgen von Ausgrenzung. Besucherinnen und Besucher schätzen ihre freundliche, einfühlsame Art und die lebendige Vermittlung historischer Zusammenhänge. Mit ihrem fachlichen Wissen, ihrer sozialen Kompetenz und ihrer engagierten Präsenz bereichert sie die Ausstellung nachhaltig und bewahrt entscheidend die Erinnerung an die Geschichte der Wittenauer Heilstätten. Ihr Engagement ist ein beeindruckendes Beispiel für ehrenamtliches Verantwortungsbewusstsein und gesellschaftliches Engagement.
Bericht und Broschüre
Hier finden Sie den Bericht über die Veranstaltung zu Ehren der ausgezeichneten Personen und die Broschüre "Ausgezeichnet" mit Portraits aller Ehrennadeltragenden und den Geschichten ihres Ehrenamtes.