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Weiterbildung von Geflüchteten zum Gesundheitslotsen erfolgreich abgeschlossen

Muttersprachler geben Hilfe und Beratung in besonderen Belastungssituationen

Stolze Absolventen bei der Zertifikatsübergabe; Foto: Sarah Magdalena Böhm

Elf syrische Flüchtlinge sind in einem viermonatigen Pilotprojekt zum „Gesundheitslotsen für die psychiatrische Versorgung“ qualifiziert worden. Im Rahmen eines Festes in der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin erhielten sie am 13. Januar ihr Zertifikat.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer übernehmen mit dieser Qualifikation nun die so dringend benötigte muttersprachliche Lotsenfunktion für Geflüchtete. Sie sind in der Lage, psychosoziale Belastungen früh zu erkennen, informieren über Hilfen und vermitteln Beratung.

„Wir freuen uns, dass bereits die ersten Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Weiterbildung eine feste Arbeitsstelle übernehmen konnten, weitere in Bewerbungsverfahren sind und auch die restlichen Teilnehmenden sehr gute Chancen haben, bald ihre neu erworbenen Kenntnisse anzuwenden“, so Prof. Dr. Petra Mund, Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin.

Das Pilotprojekt Weiterbildung zum „Gesundheitslotsen psychiatrische Versorgung Geflüchteter“ entstand auf Initiative von KommRum e.V. und wurde in Kooperation mit dem Referat Weiterbildung der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin durchgeführt. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin hat das Projekt gefördert.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die bereits über eine pflegerische bzw. pädagogische oder psychologische Grundausbildung verfügten, wurden nicht nur in verschiedenen Themenfeldern der psychosozialen Arbeit qualifiziert, sie absolvierten auch ein vierwöchiges Praktikum.

„Das Auswahlverfahren, in dem sehr genau auf die professionellen und persönlichen Erfahrungen der Bewerberinnen und Bewerber geachtet wurde, hat sich bewährt. Zufriedene Teilnehmende und begeisterte Lehrende – das Projekt soll auf jeden Fall fortgeführt werden“, resümiert Michael Webers, Vorstand von KommRum e.V.

Mehr Informationen zum Programm "Gesundheitslotsen psychiatrische Versorgung Geflüchteter" finden Sie hier in deutscher und hier in arabischer Sprache.

(Pe)

Datum, 17 | 01 | 2017