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„Systemsprenger“: Filmpremiere mit Jugendhilfe-Experten

Diskussion und Fazit: Mehr Zeit und alles Wissen für Kinder und Jugendliche

Diskussionsrunde "Systemsprenger", Foto: DWBO/Gonswa

Diskussionsrunde "Systemsprenger", Foto: DWBO/Gonswa

450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe haben am Mittwoch die Berliner Premiere des Films „Systemsprenger“ erlebt.

In der anschließenden Diskussion dankten sie der Regisseurin Nora Fingscheidt zunächst für den ehrlichen und wertschätzenden Blick auf ihre Arbeit. Der Film zeigt deutlich, wie viel Engagement und Verzweiflung im System herrscht.

Um ein Kind in schwierigen Situationen zu verstehen, brauche es eben Zeit, Ausdauer und eine hohe Professionalität, meinte Martin Hoyer, stellvertretender Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin. „In den zurückliegenden zehn bis 15 Jahren sprachen wir viel über Geld, wenig über Fachlichkeit“, betonte er. Neue Projekte seien aus Kostengründen nicht aufgelegt worden.

Deshalb fordert die LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege Berlin einen unabhängigen Innovationsfonds auf Landesebene. Dadurch könnten nötige neue und individuelle Betreuungsmöglichkeiten entwickelt und bestehende Angebote besser vernetzt werden. Ein Vorschlag, den die anwesende Senatsvertreterin unterstützt.

Barbara Leitner, freie Autorin

(aw)

Datum, 13 | 09 | 2019