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Senioren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen

Die Grabowsky-Renoldi-Stiftung und das Sozialwerk Berlin unterstützen ältere Menschen in finanziellen Notlagen

Gemeinsam aktiv / Foto: Sozialwerk Berlin e.V.

Berlin boomt: Immer mehr Menschen ziehen zu, die Wirtschaft wächst. Aber bei vielen Hauptstädtern kommt der Aufschwung nicht an. Gerade Seniorinnen und Senioren leiden häufig unter finanziellen Engpässen. Die Folgen: Sie spüren Gentrifizierung, Verdrängung und soziale Isolation besonders deutlich. Viele von ihnen erhalten eine Rente, die kaum ihr Überleben sichert – auch wenn sie ihr Leben lang gearbeitet haben. Diese Menschen geraten so in Notlagen, die sie alleine nicht mehr lösen können. Oft verschulden sie sich, um dringend benötigte Gegenstände zu kaufen, zum Beispiel Haushaltsgeräte. Auch soziale Teilhabe, etwa durch Ausflüge, ist oft nicht mehr möglich.

Das Projekt „Hilfe für Seniorinnen und Senioren in finanziellen Notlagen“ will diesen Zustand ändern. Finanziert wird es durch die Grabowsky-Renoldi-Stiftung, deren Stifterin Beate-Maria Olsen selbst ein bewegtes Leben hatte: In Berlin geboren musste sie wegen ihrer jüdischen Abstammung Deutschland verlassen. Nun möchte sie mit der Stiftung bedürftige ältere Berliner Bürgerinnen und Bürger unterstützen und spendet dafür 15.000 Euro.

Durchgeführt wird das Projekt vom Sozialwerk Berlin. Der Verein ist in der Arbeit mit älteren Menschen erfahren und bietet seine Aktivitäten stadtweit an. Neben der Unterstützung hilfebedürftiger Personen sind auch sozialkulturelle Gruppenaktivitäten geplant.
Margit Hankewitz, Vorsitzende des Sozialwerks Berlin, erklärte sich sofort bereit, das Projekt durchzuführen: „Das ist wirklich Hilfe, die älteren Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen ermöglicht und hundertprozentig bei den Hilfebedürftigen ankommt.“ Dafür engagierten sich die ehrenamtlichen Sozialwerker gern. 

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin, der in den Stiftungsbeirat berufen wurde, begrüßt das Engagement.
Dr. Gabriele Schlimper, Geschäftsführerin des Paritätischen Berlin: „Das Sozialwerk Berlin mit seinen zahlreichen Ehrenamtlichen und seiner stadtweiten Vernetzung ist ein kompetenter Partner für das Projekt. Es arbeitet bereits mit vielen älteren Menschen direkt zusammen und hat berlinweite Projekte mit Kooperationspartnern aus der Altenselbsthilfe gestemmt.“

Weitere Informationen finden Sie unter: www.sozialwerk-berlin.de

(vb)

Datum, 18 | 04 | 2018