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Rundbrief 1/2020 ist da

Kategorie: Aus dem Verband, Rundbrief, Jugend, Jugendhilfe

Schwerpunkt: Nicht mehr Kind, noch nicht erwachsen: Welche Unterstützung Jugendliche brauchen

Cover des Rundbrief zum Schwerpunkt "Jugendliche"

Warum ist die Jugend in der Lebenszeit eines Menschen so wichtig? Diese Zeit des Übergangs – man ist nicht mehr Kind, aber noch nicht erwachsen. Als Jugendliche sammeln wir Erfahrungen und viele davon zum ersten Mal, wir probieren uns aus. Aus dieser Zeit wird jeder Mensch intensive Eindrücke bis an sein Lebensende mitnehmen. Und die Jugend ist so wichtig, weil für sie noch viele Wege offen sind: Schule oder Berufsschule, Abitur oder Lehre, viele Praktika oder doch einen Job, die erste eigene Wohnung oder besser eine Wohngemeinschaft, jetzt eine Familie gründen oder später? Selbst, wenn es vielleicht in den ersten Jahren im Elternhaus schieflief, gibt es oft eine zweite Chance oder eine dritte, Dinge anders zu erlernen oder anders zu regeln.

Gerade in Berlin ist Unterstützung gefragt: Etwa zehn Prozent der jungen Menschen verlassen die Schule ohne Bildungsabschluss. Einige unserer Mitgliedsorganisationen sorgen etwa mit Jugendberufshilfe dafür, dass Jugendliche eine Ausbildung machen können und gleichzeitig Unterstützung etwa bei Wohnfragen oder organisatorischen Fragen bekommen, wenn Eltern dies nicht leisten können. Zum Beispiel hier erhalten die Jugendlichen schließlich eine Chance, durch Spezialwissen selbstsicher zu werden, Experten auf einem bestimmten Gebiet zu werden und dadurch auch ihr Leben die nächsten 50, 60, 70 Jahre zu meistern!

Und die jungen Menschen selbst: Was wollen sie? Viele wollen Gutes tun – das zeigt auch die Shell Jugendstudie vom Oktober 2019. Sie blicken zum Großteil positiv in die Zukunft, melden sich zu Wort, engagieren sich, etwa auch in sozialen Vereinen und in der jungen Selbsthilfe. Oder auch, indem sie soziale Berufe erlernen – der Sozialstaat macht das möglich. Auf der anderen Seite gibt es Gefahren: Bestimmte rechtspopulistische Aussagen stoßen auch bei Jugendlichen auf Zustimmung. Das zeigt, welche Verantwortung jede und jeder Einzelne von uns hat, wenn er etwas tut, diskutiert, etwas sagt. Alles hat Einfluss auf unsere Kinder und Jugendlichen. Denn sie wollen wachsen und dazugehören – aber wo und wie? Was passt zu mir und was nicht?

Im aktuellen Paritätischen Rundbrief beleuchten wir das Thema Jugend aus verschiedenen Blickwinkeln. Wir sprechen über Partizipation und das Jugendfördergesetz. Wir fragen die Politik, wie viel Innovation die Berliner Jugendhilfe braucht. In verschiedenen Artikeln berichten wir über Hilfsangebote für junge Menschen in Berlin, zum Beispiel Jugendliche, die obdachlos sind, geflüchtet sind oder eine psychische Erkrankung haben. Und natürlich darf auch das Thema Digitalisierung nicht fehlen.

Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre! Laden Sie den Rundbrief hier herunter.

(nd)

Datum, 05 | 03 | 2020