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Parieté-Gala 2018 – Menschsein ist das Größte

Die vierte Parieté-Gala war eine große Feier der Vielfalt und Gleichheit aller Menschen

Inklusionstheater in seiner schönsten Form versprach die Parieté-Gala, die am Freitag den 24. August 2018 zum vierten Mal im Berliner Pfefferberg stattfand. Unter der Leitung des Regisseurs und Choreografen Giorgio Madia zeigten Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Behinderungen in zum größten Teil eigens für diesen Abend einstudierten Auftritten atemberaubende Beispiele ihres Könnens. Die Gala wurde vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin und dem VIA Verbund für Integrative Angebote veranstaltet und stand unter der Schirmherrschaft der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Elke Breitenbach.

Die Parieté-Gala trägt die Vielfalt (Varieté) und die Gleichheit (Parietät) der Menschen im Namen. Sie feiert das Anderssein aller. Das war und ist ihr Anliegen, seit sie 2015 – maßgeblich vom damaligen Geschäftsführer des Paritätischen Oswald Menninger mit ins Leben gerufen – das erste Mal stattfand. Und das macht sie noch immer zu etwas Besonderem.

Man spürte es schon beim Eintritt über den Teppich, der bei dieser Gala kein roter ist, sondern ein leuchtend blauer. Besonders war aber vor allem die offene, lockere und herzlichen Atmosphäre, die entstand, weil so viele interessante und engagierte Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammentrafen. Dass der Pfefferberg ein wunderschöner Veranstaltungsort mit einer hervorragenden Gastronomie ist, trug sicherlich mit zum Gelingen bei.

Die Varieté-Show im Theatersaal begeisterte mit hochkarätigen internationalen Acts: Dem Theaterensemble Possible-World, in dem hörende, schwerhörige und gehörlose Schauspieler zusammen spielen, dem Theater Thikwa, dem New Yorker Stepptänzer Evan Ruggiero, der eine Beinprothese trägt, Florent und Justin von La Compagnie Le Huit aus Belgien, die zeigten, wie anmutig und poetisch es aussehen kann, wenn ein Rollstuhlfahrer mit einem Fußgänger tanzt und viele andere. Als zum umjubelten Finale Singer/Songwriterin Marie Loreine die Coverversion des Christina-Stürmer-Schlagers „Seite an Seite“ sang und das ganze Ensemble auf die Bühne kam, klang das Pathos des Refrains nicht hohl, sondern richtig und passend: „Das Größte, was wir können, ist Mensch zu sein.“

Text und Foto: Martin Thoma

Datum, 27 | 08 | 2018