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Müde, aber sehr zufrieden

Die 6. Nachtschicht war ein voller Erfolg

Das Team FrauSuchtZukunft bei der 6. Nachtschicht; Foto: Andreas Ernst

Am Ende war nicht mehr viel übrig: Die kleinen Berge aus Süßigkeiten und Schokolade waren verschwunden. Der Kaffee so gut wie ausgetrunken und das Buffet leer. Dafür war die Stimmung gelöst. Es hatte wieder einmal geklappt. Am Ende der 6. Nachtschicht waren alle Beteiligten hundemüde und glücklich. 

In der Nachtschicht spenden Kreativfirmen acht Überstunden für einen guten Zweck und arbeiten pro bono für gemeinnützige Organisationen. Sie entwickeln PR-Konzepte, neue Flyer oder gestalten eine neue Website. Organisiert wird die Nachtschicht u.a. von UPJ gemeinsam mit den Kooperationspartnern Tagesspiegel und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin. 

Schon viele Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Berlin haben so vom Know How der Kreativen profitiert. Auch diesmal kamen drei der sieben Nonprofit-Organisationen vom Paritätischen. Das waren: biffy Berlin – Big Friends für Youngsters. Hier übernehmen Ehrenamtliche eine Patenschaft für Kinder mit Zeit und Zuwendung. Außerdem dabei: FrauSuchtZukunft, ein Verein zur Hilfe suchtmittelabhängiger Frauen mit Suchtmittel-Beratung, -Betreuung und -Behandlung für Mädchen, Frauen und Mütter mit ihren Kindern und die Obdachlosen-Uni Berlin, die Obdachlose mit ihren Kompetenzen als Menschen wahrnimmt und Wissen und Erfahrungen in einem Bildungsprogramm von und für Obdachlose teilt. Zu Beginn der Nachtschicht betonte Sawsan Chebli, Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement ist und wie sehr solche Aktionen auch andere motivieren, sich ebenfalls einzusetzen.

Am Ende der Nachtschicht gegen 2 Uhr präsentierten die Teams dann ihre Ergebnisse. Es war eine produktive Nacht. So zeigte das Team der Obdachlosenuni ein neu entwickelte Plakat, das künftig auf BSR-Fahrzeugen für das Projekt werben soll. Auch das Team FrauSuchZukunft konnte ganz Konkretes vorstellen: ein kleines Filmchen und ein ausgefeiltes Konzept für den eigenen Facebook-Auftritt. „Ohne die Nachtschicht hätten wir uns das nicht leisten können“, sagt die Geschäftsführerin von FrauSuchtZukunft Katharina Sonn. “Wir haben unheimlich viel gelernt.“

Text: Kathrin Zauter

Mehr zur Nachtschicht unter: www.nachtschicht-berlin.de

(vb)

Datum, 25 | 02 | 2019