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Menschenkette gegen Rassismus anläßlich des Weltflüchtlingstags

Prof. Barbara John, Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin, setzt sich als Rednerin gegen die Dämonisierung der Flüchtlinge ein.

Prof. Barbara John als Rednerin bei der Menschenkette gegen Rassismus, Foto: Claudia Herchner

Rund 9000 Menschen versammelten sich in Berlin Kreuzberg anlässlich des Weltflüchtlingstags zu einer 6,5 Kilometer langen Menschenkette gegen Rassismus. Die Idee der Menschenkette entstand aufgrund der gestiegenen Zahl rechter Gewalttaten. Das Bündnis "Hand in Hand gegen Rassismus" wollte mit den Menschenketten in fünf Städten in Deutschland ein Signal für ein weltoffenes und vielfältiges Deutschland setzen. Zu dem Bündnis gehörten unter anderem Sozialverbände, darunter der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Evangelische Kirche, der Zentralrat der Muslime und Amnesty International.

Barbara John war eine der Rednerinnen auf dem Berliner Oranienplatz. Sie fand klare Worte zu rassistischen Übergriffen: "Über Asylpolitik kann man sich streiten. Aber nicht, ob Menschen hier in diesem Land sicher sind. Niemand darf ihnen das Dach über dem Kopf anzünden. Niemand darf sie schmähen. Niemand darf sie dämonisieren. Schluss damit!" Zu den Rednern auf dem Oranienplatz gehörten unter anderen auch der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann, Landesbischof Markus Dröge sowie Günter Burkhardt von Pro Asyl.

Der aktuelle UN-Weltbericht macht deutlich, dass für die große Herausforderung durch den gewaltigen Strom von Menschen auf der Flucht kein Ende zu sehen ist. So berichtet das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), dass die Zahl der Flüchtlinge in 2015 über die 60 Millionen-Marke gestiegen ist. Bewaffnete Konflikte und Verfolgung haben weltweit mehr Menschen aus ihren Heimatorten vertrieben, als jemals zuvor von den Vereinten Nationen verzeichnet wurde.

Hier finden Sie mehr Bilder zu der Berliner Menschenkette "Hand in Hand gegen Rassismus".

(RS)

 

 

Datum, 19 | 06 | 2016