Kiezreporter der Schulstation von Aufwind e.V. - Foto: Stefanie Lehmann Unionhilfswerk - Kindergartengruppe - Foto: Christiane Weidner Eine Breakdanceshow - Foto: Eberhard Auriga Kletterwald - Foto: Nachbarschaftsheim Schöne

Junges Engagement

Wie finden Jugendliche zum Engagement? Zum Beispiel über Schulprojekte, bezirkliche Freiwilligenagenturen oder das Online-BarCamp von BerlinImpactCrew

In Berlin gibt es viele Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren und eine Vielzahl von Projekten und Freizeitangeboten erst möglich machen. Darunter befinden sich immer mehr junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren, die ihre Hilfe anbieten und Engagement zeigen.

Durch freiwilliges Engagement erhalten junge Menschen früh und in allen Bereichen die Chance, ihre eigene Lebenswelt und ihren Sozialraum aktiv zu gestalten. Durch das freiwillige Engagement sammeln sie wertvolle Erfahrungen und entwickeln in den Einsatzstellen soziale und kommunikative Kompetenzen. Damit wird für junge Menschen die Voraussetzung geschaffen, in gesellschaftliche Zusammenhänge hineinzuwachsen, an diesen teilzuhaben und diese als mündige Bürgerinnen und Bürger zunehmend mitzugestalten.

Erfahrungen in Unterricht und Freiwilligenagentur

Junges Engagement gewinnt immer mehr an Bedeutung. Das Konzept „Lernen durch Engagement“ oder Service-Learning ermöglicht es beispielsweise, dass das Thema gesellschaftliches Engagement fest im Schulalltag verankert ist und mit dem Schulunterricht verknüpft wird. Im Klassenzimmer werden die Erfahrungen, die junge Menschen während eines freiwilligen Engagements in Einrichtungen und Organisationen machen, aufgegriffen, ausgewertet und mit Unterrichtsinhalten verbunden. Dabei lernen Jugendliche, dass es sich lohnt, sich für die Gesellschaft einzusetzen. Darüber hinaus ist Junges Engagement in einigen Berliner Bezirken mittlerweile ein fest verankerter Teilbereich der örtlichen Freiwilligenagentur, so zum Beispiel in Charlottenburg-Wilmersdorf, Marzahn-Hellersdorf oder Lichtenberg. Dadurch kann das Engagement junger Menschen noch gezielter gefördert werden.

Sich digital vernetzen im Online-BarCamp

Klar ist: wer junge Menschen erreichen und für Engagement begeistern will, muss sie in ihrer aktuellen Lebenswelt ansprechen und hierfür moderne Kommunikationswege nutzen. Deswegen müssen Akteure des Jungen Engagements besonders im digitalen Bereich aktiv sein, um junge Erwachsene zielgruppengerecht zu erreichen, zu vernetzen und zu aktivieren.

Im Spätsommer 2020 veranstaltete die BerlinImpactCrew, bestehend aus dem Ehrenamtsbüro Tempelhof-Schöneberg, der oskar freiwilligenagentur lichtenberg, der FreiwilligenAgentur Marzahn-Hellersdorf, Junges Engagement Charlottenburg-Wilmersdorf und dem Sternenfischer Freiwilligenzentrum Treptow-Köpenick, ihr erstes gemeinsames Online-BarCamp. Junge Menschen ab 15 Jahren wurden eingeladen, über Junges Engagement in Berlin zu sprechen, konkrete Möglichkeiten für Engagement kennenzulernen, sich auszutauschen und neue Initiativen gründen zu können. Die digitale Veranstaltung war sehr erfolgreich und so ist das nächste BerlinImpactCamp für den 21. März 2021 bereits in Planung. Passend zu den Aktionswochen gegen Rassismus im März heißt das Thema “Junges Engagement und Anti-Rassismus”.

Beispiele wie die soziale Bewegung Fridays for Future oder Visions of Young Europeans (V.O.Y.E)., eine kleine Initiative mit dem Fokus „Unser Europa“, zeigen, dass sich immer mehr junge Menschen engagieren. Ehrenamt und Engagement sind somit keine altmodischen Konzepte. Das bedeutet aber auch, dass den Bedürfnissen und Merkmalen dieser Zielgruppe Rechnung getragen werden muss, nicht zuletzt in Form von digitalen Angeboten.

Weitere Informationen zum Online-BarCamp finden Sie hier.

Mareike Weiß, Junges Engagement Charlottenburg-Wilmersdorf, tjfbg gGmbH

Datum, 25 | 03 | 2021