Kiezreporter der Schulstation von Aufwind e.V. - Foto: Stefanie Lehmann Unionhilfswerk - Kindergartengruppe - Foto: Christiane Weidner Eine Breakdanceshow - Foto: Eberhard Auriga Kletterwald - Foto: Nachbarschaftsheim Schöne

Gegen Betrug in der ambulanten Pflege

Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin und seine Mitglieder verurteilen Pflegebetrug

Foto: Rais Khalilov

Ambulante Pflege; Foto: Rais Khalilov

Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband, Landesverband Berlin e.V. und seine Mitgliedsorganisationen verurteilen den in den vergangenen Tagen wiederholt bekannt gewordenen organisierten Pflegebetrug durch einzelne ambulante Pflegedienste auf das Schärfste. Wir begrüßen die Ermittlungen der Strafverfolgungsbehörden ausdrücklich. Dadurch wächst die Chance, dass die Pauschalverurteilungen gegen eine ganze Branche aufhören, die betrügerischen Unternehmen genannt und zur Rechenschaft gezogen werden.

Dazu erklärt Beate Mettin, Fachreferentin für ambulante Pflege des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin: „Tagtäglich werden kranke und pflegebedürftige Menschen gewissenhaft und professionell durch die Mitgliedsorganisationen des Paritätischen gepflegt. Wir warnen davor, nun die gesamte Pflegebranche unter Generalverdacht zu stellen. Dies führt nur dazu, die insgesamt gute und wertvolle Arbeit der Mehrheit der ambulanten Pflegedienste bei der Bevölkerung in Misskredit zu bringen und die auf Hilfe angewiesenen Menschen zu verunsichern.“

Seit der Transparenzoffensive ab Sommer 2010 setzen sich der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin und seine Mitgliedsorganisationen für die Bekämpfung von Korruption im Bereich der ambulanten Pflege ein. Im Jahr 2013 unterzeichnete der Paritätische gemeinsam mit anderen Verbänden die „Berliner Erklärung“, in der Abrechnungsbetrug verurteilt und den zuständigen Stellen die konstruktive Mitarbeit bei der Aufdeckung von Betrugsfällen zugesichert wurde. Im Jahr 2015 wurde dazu eine Grundsatzerklärung des Paritätischen und seiner Mitgliedsorganisationen gegenüber dem Senator für Gesundheit und Soziales, den Pflegekassen sowie den entsprechenden Bezirksstadträten abgegeben.

Wir erneuern hiermit unsere Bereitschaft gegenüber den Pflegekassen, der zuständigen Senatsverwaltung und den zwölf Berliner Bezirksämtern, gemeinsam gegen Korruption vorzugehen.

Zugleich fordern wir die oben genannten Institutionen und die für Betrug zuständigen staatlichen Stellen auf, konsequent zu prüfen und betrügerisches Handeln aufzudecken. Nur so können kriminelle Machenschaften aufgedeckt werden. So müssen z.B. die Möglichkeiten zur Teilnahme an Abrechnungsprüfungen, die in den Verträgen mit dem Sozialhilfeträger und den Pflegekassen vereinbart sind, konsequent genutzt und ausgeschöpft werden.

Die o.a. Grundsatzerklärung zu Betrugsvorwürfen kann über die Pressestelle des Verbandes presse(at)paritaet-berlin.de oder im zuständigen Fachreferat Ambulante Pflege und Hospize mettin(at)paritaet-berlin.de angefragt werden.

Allein im Bereich ambulante Pflege und Betreuung von kranken und pflegebedürftigen Menschen sind Mitglieder des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes mit rund 200 verschiedenen Pflegeangeboten aktiv.

Datum, 25 | 04 | 2016