Kiezreporter der Schulstation von Aufwind e.V. - Foto: Stefanie Lehmann Unionhilfswerk - Kindergartengruppe - Foto: Christiane Weidner Eine Breakdanceshow - Foto: Eberhard Auriga Kletterwald - Foto: Nachbarschaftsheim Schöne

Ein effizienter Rahmen für starkes Engagement

Empfehlungen zur Entwicklung einer Berliner Engagement-Strategie

Publikum bei der Dankeschön-Feier 2019 im Tagesspiegel-Gebäude, Foto: Anja Wotzlaw

Publikum bei der Dankeschön-Feier zu den Berliner Freiwilligentagen 2019, Foto: Anja Wotzlaw

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin begrüßt, dass die Senatskanzlei am 22. Oktober 2019 die Entwicklung der Berliner Engagement-Strategie mit einer Auftaktveranstaltung startet.

Eine Engagement-Strategie für das Land Berlin ist dann sinnvoll, wenn sie als Fundament für die Sicherung, Weiterentwicklung und Klärung der Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement dient. Dann kann eine Engagement-Strategie eine schlanke und effiziente Rahmenstruktur bilden, die sowohl etablierte Akteure, als auch insbesondere neue Initiativen und Vereine vernetzt, fachlich vereint und freiwilliges Engagement auch als Möglichkeit zur sozialem Teilhabe begreift.

Beim Entwicklungsprozess der Engagement-Strategie sollte sichergestellt werden, dass sie auch nachhaltig im digitalen Raum umgesetzt werden kann und zivilgesellschaftliche Akteure über die notwendigen Ressourcen verfügen, um sich angemessen mit dem fundamentalen Wandel durch die Digitalisierung auseinandersetzen können.

Als hilfreich erachten wir, dass im Strategieprozess mit der Einbindung eines Forschungsinstitutes wissenschaftliche Expertise genutzt wird. Auch bei der Umsetzung der Engagement-Strategie sollte die Zusammenarbeit von Praxis und Forschung angestrebt werden. Der Dialog von Berliner Hochschulen und Akteuren des Engagements und die Einführung des Themas Engagement in die Curricula sollte genutzt werden, um das Potenzial von Engagement für eine aktive demokratische Zivilgesellschaft zu stärken.

Die Umsetzung einer Engagementstrategie hängt in besonderem Maße von der Zusammenarbeit der relevanten Akteure ab. Daher empfehlen wir die Einsetzung eines dauerhaften Gremiums, in dem die bei der Entwicklung der Strategie beteiligten Akteure ebenfalls deren Umsetzung begleiten. Darüber hinaus sollten flächendeckend Ansprechpersonen für freiwilliges Engagement in den Verwaltungen auf  Landes- und Bezirksverwaltungen eingesetzt werden und Schnittstellen geschaffen werden, die niedrigschwellige Förderstrukturen gewährleisten und eng mit den bezirklichen Freiwilligenagenturen und Stadtteilzentren zusammenarbeiten.

Zur nachhaltigen Stärkung des freiwilligen Engagements hat der Paritätische Wohlfahrtsverband im Rahmen der Gemeinsamen Sache – Berliner Freiwilligentage 2019 Empfehlungen veröffentlicht und mit Vorschlägen geeigneter Maßnahmen verbunden.
•    Die Potenziale des Engagements zur sozialen Teilhabe zu nutzen
•    Professionelles Freiwilligenmanagement zu stärken
•    Bezahlbare Räumlichkeiten für freiwilliges Engagement bereitzustellen
•    Mobilität von freiwillig Engagierten zu gewährleisten
•    Bezirkliche Freiwilligenagenturen zu verstetigen
•    Anerkennung von freiwilligem Engagement auszubauen

Die Emfpehlungen stehen hier zum Download bereit.

Kontakt:
Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e.V., Geschäftsstelle Bezirke
Anne Jeglinski, Leiterin der Geschäftsstelle Bezirke, Innovation und Wirkung
Niklas Alt, Bezirksbeauftragter, Arbeitsschwerpunkt Freiwilliges Engagement  
Sekretariat: Simone Hanjohr | Telefon: 030 860 01-600 | hanjohr(at)paritaet-berlin.de

(rs)


Datum, 21 | 10 | 2019