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Diskriminierung von Menschen mit HIV stoppen!

Dies fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember

rote Schleife

Menschen mit HIV erleben immer noch Diskriminierung und Ausgrenzung. Eine HIV-Infektion ist nicht nur ein Gesundheits-, sondern auch ein Armutsrisiko. Menschen mit HIV verlieren nicht selten ihren Arbeitsplatz und werden von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin ruft dazu auf, Menschen nicht nach ihren Lebensumständen, Erkrankungen oder ihrer sexuellen Orientierung zu bewerten oder zu stigmatisieren. Der Welt-Aids-Tag ist wichtig, um Menschen mit HIV unsere Solidarität und unseren Respekt zu versichern.

Nach den aktuellen Daten des Robert Koch-Institutes zu HIV und Aids leben in Berlin schätzungsweise fast 15.000 Menschen mit einer HIV-Diagnose. Dazu kommen jährlich rund 400 HIV-Neuinfektionen, u.a. auch als Folge intravenösen Drogengebrauchs. In Berlin leben laut Robert Koch-Institut fast 2000 Menschen mit HIV, die von ihrer Infektion nichts wissen.

Aids ist nicht heilbar, aber mit geeigneten Medikamenten gut zu behandeln. Deshalb ist Aufklärung so wichtig. Denn wenn der HI-Virus frühzeitig erkannt und rechtzeitig behandelt wird, kann Aids vermieden werden. Die Lebenserwartung von Menschen mit HIV unterscheidet sich bei wirksamer Behandlung nicht von der der Durchschnittsbevölkerung.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin hat vor fünf Jahren mit Unterstützung der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin eine halbe Million Euro in die Berliner Testkampagne investiert. Gemeinsam mit Aidsprojekten und Hilfsprojekten für Drogenabhängige wurde die Präventionsarbeit in Berlin mit einem umfangreichen Testangebot und Beratung intensiviert. Die Ergebnisse konnten überzeugen: Seit 2015 werden die Tests für HIV, andere sexuell übertragbare Infektionen und Hepatitis C regulär aus Landesmitteln finanziert. Der so entwickelte Berliner Standard einer umfassenden Prävention trägt Früchte: Die HIV-Neuinfektionen sind in Berlin auf einem stabilen Niveau.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin begrüßt, dass die neue Berliner Regierungskoalition eine Stärkung der HIV-Prävention in ihrer Koalitionsvereinbarung festgeschrieben hat.
Mit HIV kann man heute leben.

Kontakt:
Paritätischer Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e.V.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: 030 860 01-107/183

Heike Drees
Referat Suchthilfe, HIV/Aids, Gesundheit
Tel: 030 860 01-168

(rs)

Datum, 30 | 11 | 2016