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Digitale Erinnerung baut Brücke zur Vergangenheit

Relaunch der Seite Gedenkort-T4.eu

Vorstellung der neuen Webseite in der Topographie des Terrors in Berlin

Die neu gestaltete Webseite Gedenkort-T4.eu ist online. Am 24. Januar wurde die Seite, die an die Opfer der NS-"Euthanasie"-Verbrechen in der Topographie des Terrors erinnert, bei vollem Auditorium freigeschaltet. Helmut Forner, Vorstandsmitglied des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin, berichtete in einer emotionalen Rede über die Anfänge der Bemühung um ein würdevolles Gedenken an die Opfer der NS-"Euthanasie"-Verbrechen. Der Staatsekretät für Kultur Dr. Torsten Wöhlert skizzierte in seinem Grußwort die Orte der Täter in Berlin und beschrieb die Geschichte des Ortes Tiergartenstraße 4, der ehemaligen Planungszentrale der Aktion T4. Er hob das Engagement des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin hervor, die Seite Gedenkort-T4.eu ins Leben gerufen zu haben. 

Dr. Ulrich Baumann, stellvertretender Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, sprach anschließend über das Gedenken an alle Opfergruppen. Schließlich unterstrich die Landesbehindertenbeauftragte Christine Braunert-Rümenapf das Recht von Menschen mit Behinderung und psychischen Erkrankungen auf Teilhabe an der Gestaltung des Gedenkens.

Ein besonders bewegender Moment war die Lesung von Jasmin Tabatabai aus der Biographie von Wilhelm Vellguth. Zuvor sagte die Schauspielerin, man müsse diese Geschichten den folgenden Generationen immer wieder vorlesen, denn über Geschichten und Einzelschicksale erschließe sich das große Bild dieser dunklen Seite der deutschen Vergangenheit.

Die digitale Welt kann eine Brücke zur Vergangenheit bilden und uns helfen, Informationen schnell zu erschließen. Das verdeutlichte der Historiker Moritz Hoffmann in seinem Fachvortrag über die Möglichkeiten und Grenzen der webbasierten Wissensvermittlung. Der Historiker Robert Parzer, der für die redaktionellen Inhalte von Gedenkort-T4.eu verantwortlich ist, und Stefan Neumann von der Agentur yousign präsentierten die neue Webseite und luden die Anwesenden zum Mitwirken ein. Prof. Dr. Stefanie Endlich von der UdK Berlin schloss die Veranstaltung mit dem Wunsch ab, dass viele Menschen die Seite besuchen und sich an der Bewahrung der Erinnerung beteiligen.

Besuchen Sie die neu gestaltete Webseite www.gedenkort-t4.eu 

(vb)

Datum, 25 | 01 | 2018