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Das Berliner Kitabündnis fordert: "Vergesst die Kitaleitung nicht!“

Vertreterinnen des Berliner Kitabündnisses bei der Übergabe der Postkarten-Fächer

Übergabe der Postkarten-Fächer mit den Forderungen an die Verhandlungsgruppe Jugend, Foto: Torsten Wischnewski-Ruschin

Anlässlich der Koalitionsverhandlungen hat das Berliner Kitabündnis der Verhandlungsgruppe Jugend zum Koalitionsvertrag viele Kitaleitungs-Fächer aus Postkarten überreicht, die verdeutlichen, warum Kitaleitung eine Schlüsselposition für die qualitätsvolle pädagogische Arbeit in einer Kindertagesstätte ist. Das Kitabündnis hatte in einer Kampagne seit Sommer 2016 Kinder, Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen aufgerufen mitzuteilen, warum Kindertagesstätten gute Leitungen brauchen.

Das Berliner Kitabündnis fordert seit langem eine deutliche Verbesserung des Leitungsschlüssels auf 1:80, das heißt, eine pädagogische Kitaleitung steht bei 80 Kindern mit einer vollen Stelle für ihre Leitungstätigkeit zur Verfügung. Durch die steigenden Anforderungen an die pädagogische Arbeit in einer Kindertagesstätte wird eine verlässliche und kompetente Kitaleitung benötigt. In der vergangenen Legislatur hat die Regierung die Forderung anerkannt und erste Schritte unternommen. Diese müssen nun konsequent fortgesetzt werden.

Grit Herrnberger vom Berliner Kitabündnisdazu: „Die Äußerungen auf den Postkarten zeigen, dass die Kinder und Eltern den Einsatz der Kitaleitungen für die Erziehung, Betreuung und Bildung loben.“ Dabei verweist Grit Herrnberger beispielsweise auf folgende Aussagen:
„Wir wissen unsere Kinder in guten Händen.“
„Ohne sie wäre Qualität nicht möglich.“
„Sie hat ein offenes Ohr für uns.“
„Sie kümmert sich um die Bildung unserer Kinder.“

Damit die Kitaleitung dies aber weiterhin tun kann, braucht sie Zeit: Mehr Zeit, als die vielfältigen anspruchsvollen Aufgaben und die heutige Finanzierung es zulassen.

Martina Castello vom  Berliner Kitabündnis unterstreicht die Forderungen an die neue Regierung: „Die kommende Regierungskoalition wird in Berlin u.a. an der weiteren Ausstattung der Kindertagesstätten mit Fachpersonal gemessen werden. Nur so lässt sich ein Qualitätsanspruch in den Kindertagesstätten tatsächlich umsetzen. Dies kann nur gelingen, wenn die pädagogische Kitaleitung ausreichend Zeit für ihre immer umfangreicher werdenden Aufgaben erhält. Sie ist gemeinsam mit den Erzieherinnen und Erziehern die Garantie für eine gute pädagogische Arbeit.“

Vertreterinnen des Berliner Kitabündnisses übergeben die gesammelten Postkarten-Fächer an Staatssekretärin Sigrid Klebba (SPD) im Abgeordnetenhaus, Foto: Torsten Wischnewski-Ruschin

Für Rückfragen geben Ihnen Auskünfte oder stehen Ihnen zur Verfügung:
Martina Castello, Pädagogische Geschäftsleitung Kindertagesstätten Süd-West, Tel.  030 9 01 72 98 02
Grit Herrnberger, Vorstandsmitglied Paritätischer Wohlfahrtsverband Berlin, Tel. 0172 3 13 87 03
Christiane Weißhoff, GEW Berlin, Tel. 0171 2 00 27 63

berliner-kitabuendnis-berlin.de – Postadresse: c/o DaKS e.V., Crellestr. 19/20, 10827 Berlin

(rs)

Datum, 25 | 10 | 2016