Kiezreporter der Schulstation von Aufwind e.V. - Foto: Stefanie Lehmann Unionhilfswerk - Kindergartengruppe - Foto: Christiane Weidner Eine Breakdanceshow - Foto: Eberhard Auriga Kletterwald - Foto: Nachbarschaftsheim Schöne

Danke für das Engagement bei der „Gemeinsamen Sache“!

Tausende Berlinerinnen und Berliner waren bei den Freiwilligentagen aktiv

In der Osloer Fabrik

In der Osloer Fabrik

Mehr als 230 Mitmach-Aktionen gab es: Vom Müll aufsammeln über Beete anlegen oder gemeinsames Backen – überall sind Menschen ins Gespräch gekommen und haben für ihren Kiez die Ärmel hochgekrempelt. Veranstaltet werden die „Gemeinsame Sache – Berliner Freiwilligentage“ von Paritätischem Wohlfahrtsverband, Berliner Tagesspielgel und 19 Partnerorganisationen. Neuberliner haben genauso mitgeholfen wie Familien, Studentinnen, Politiker und Unternehmensmitarbeiter. Einige der Aktionen stellen wir Ihnen vor.


Aktionen rund um die Osloer Fabrik

Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, gräbt für eine dickblättrige Pflanze gerade ein Loch mit dem Spaten in die Erde. Mitmachen, gemeinsam etwas tun, das sei wichtig, hat sie gerade in ihrer Eröffnungsrede betont. „Jeder Dritte engagiert sich, Engagement findet an 365 Tagen im Jahr statt. Die meiste Zeit fällt das aber nicht so auf.“ Sie freut sich darüber, dass das durch die Berliner Freiwilligentage sichtbar gemacht werde. „Dieses Engagement gibt die Möglichkeit, die Stadt zu verändern – und es tut einem auch selbst gut“.
In ihrer Eröffnungsrede hat Dr. Gabriele Schlimper die Fabrik Osloer Straße als „Nukleus der Zivilgesellschaft“, der professionelle kulturelle und soziale Arbeit mit Ehrenamt verbindet, gelobt. „Jede kleine Aktion, die wir heute hier und an anderen Orten sehen, ist gelebte Zivilgesellschaft.“ Allein in der Fabrik Osloer Straße wurden zwölf verschiedene Themen zum Anpacken angeboten: vom Blumen pflanzen, übers Fahrrad reparieren bis zum Recycling von Müll.

 

100 Helfer beim Internationalen Sportfest des SCL

Rund 1000 Sportlerinnen und Sportler waren am Samstag, 8. September, beim 38. Internationalen Sportfest des SCL im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark dabei. Das Besondere: Mitgemacht haben Menschen mit und ohne Behinderung, etwa beim Staffellauf. Veranstalter ist der Sportclub Lebenshilfe Berlin e. V., kurz SCL. Der Leiter der Geschäftsstelle, Mario Greßmann, freute sich über die vielen ehrenamtlichen Helfer. „Wir brauchen etwa 100 – das hat geklappt. Danke an alle!“ So gibt es eine Familie, die jedes Jahr hilft oder Unternehmen wie die Deutsche Bank. Und wenn das Sportfest vorbei ist? Auch dann braucht der SCL ehrenamtliche Helfer, die behinderte Menschen zu ihrer Sportgruppen hin- und zurückfahren oder auch als Übungsleiter für Sportgruppen. „Wir würden auch die Lizenzkosten für die Trainerzulassung übernehmen“, bietet Greßmann an. 


Blumen für Senioren

Eine schöne Aufmerksamkeit: Bunte Blumen gab es für die Bewohner des Seniorenheims Alfred Jung der Volkssolidarität in Lichtenberg. Möglich wurde dies durch eine Kooperation mit dem Blumenladen Blumenfisch. Die Blumen wurden Donnerstag abgeholt, dann zu Gestecken arrangiert und am Freitag, 7.9., durch Ehrenamtliche an die Bewohner des Seniorenheims „Alfred Jung“ übergeben. Die hübschen bunten Gestecke mit Gerberas, Astern und Rosen bringen Freude und Farbe in die Zimmer und in die Gesichter der Beschenkten. Einrichtungsleiterin Steffi Lingner hat mit ihrem Team alles schnell organisiert und Ehrenamtliche dafür gewonnen. Waltraud Voß, Bernd Tippel und Lothar Erdmann musste sie nicht lange überreden. „Ich möchte gern noch aktiv sein und helfen“, sagt Waltraud Voß. Allen, auch denen, die schenken dürfen, macht es richtig Spaß. 


Räume schöner gestalten

Im Café VIA des Jugendmigrationsdienstes gibt es für junge Menschen im Alter von zwölf bis 27 Jahren Unterstützung auf ihren (beruflichen) Lebenswegen. Ehrenamtliche helfen bei Hausaufgaben und bei anderen Dingen. Bei der Mitmach-Aktion am 7. September ging es darum, dem Schaufenster des Cafés einen neuen Look zu verpassen. Junge Menschen, Ehrenamtliche und die Bezirksstadträtin Dr. Sandra Obermeyer halfen mit, das Schaufenster herbstlich zu dekorieren. Dafür wurden Blätter ausgeschnitten, Angebote des Cafés zusammengestellt und herbstliche Blumen besorgt. In einem weiteren Schritt wurde dies im Schaufenster gemeinschaftlich aufgestellt.

 

Straßenaktion für Selbsthilfe und Engagement in der Pflege

Selbsthilfe und Engagement für Pflegende bekannter machen – darum ging es bei der Aktion der Selbsthilfe-Kontakt-und Informationsstelle (SEKIS) und der Kontaktstelle für PflegeEngagement (KPE) auf der Wilmersdorfer Straße. Durch Informationsmaterialien wurde am 8. September an mehreren Ständen vor und im Kaufhaus Karstadt auf die Angebote der beiden Akteure aufmerksam gemacht. Interessierte, wie etwa  pflegende Angehörige, konnten sich während Ihres Samstageinkaufes über verschiedene Angebote informieren.

 

Gartentag mit geflüchteten Menschen

Die mitHilfe GmbH betreibt eine Gemeinschaftsunterkunft in modularer Bauweise für geflüchtete Menschen im Hagenower Ring im Bezirk Lichtenberg. Die Einrichtung bietet Platz für 300 Personen. Ein Gartenprojekt von soulgardenberlin gUG lud am 7. September zum gemeinsamen Gärtnern und Pflanzen ein. Staatssekretärin Sawsan Chebli und Bezirksbürgermeister Michael Grunst tauschten die Amtsstube gegen das Beet und setzten gemeinsam mit Kindern aus der Unterkunft Zwiebeln und Knollen in die Erde. Aus Paletten wurden Hochbeete gefertigt.

 

Vorbereitungen zur Eröffnung des ersten Berliner Generationenbades

 „Statt einer großen Feier zu unserem Zehnjährigen, wollten wir lieber einen sozialen Beitrag leisten und das am besten im Gesundheitsbereich“, so Dr. Natascha Terp, Gründerin und Geschäftsleitung von der Healthcare Agentur 2strom. Ihr Team und sie engagierten sich am 7. September bei der Deutschen Rheuma-Liga Berlin e. V. Es wurde gebastelt und geschmückt, es wurden Stühle gerückt und es wurde Unkraut gejätet, um die Eröffnungsfeier vorzubereiten. Das Generationenbad in Tempelhof-Schöneberg ist das erste Bad für rheumakranke Menschen allen Alters in Berlin. Mit dabei waren auch Engagierte, die über die Aktion im Tagesspiegel gelesen haben.

(aw)

Datum, 10 | 09 | 2018