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Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Angeboten des Betreuten Jugendwohnens

Der Paritätische Arbeitskreis Betreutes Jugendwohnen erstellte Kriterien für eine mittel- und langfristige Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Angeboten des Betreuten Jugendwohnens

Das Betreute Jugendwohnen (BJW) ist durch seine Flexibilität und Variationsmöglichkeiten ein geeignetes Angebot für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF), in dem sie sich in ihre neue Lebenssituation einfinden können. Dieses Angebot der Hilfen zur Erziehung (§ 34 SGB VIII) leistet einen wichtigen Beitrag, die aktuell dramatische Situation für junge geflüchtete Menschen und die Herausforderungen für die staatlichen Institutionen und das Hilfesystem zu bewältigen.

Gegenüber Spezialeinrichtungen für UMF hat das BJW den Vorteil, von Beginn an die unbegleiteten
Minderjährigen in vorhandene Strukturen und Angebote zu integrieren. Die „Formbarkeit“ der Hilfe wird dem individuellen Bedarf eines geflüchteten jungen Menschen gerecht. Das BJW stellt grundsätzlich einen sicheren Rahmen her. Der Wechsel zwischen individuellen Angeboten (zuvorderst sprachliche Integration und rechtliche Absicherung) und gemeinschaftsorientierten Aktivitäten (zuvorderst kulturelle Interaktion) führt zu einer frühzeitigen psychosozialen Stabilisierung im Alltagserleben der neuen Heimat.

Der Arbeitskreis BJW im Paritätischen Berlin erstellte zur Aufnahme unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge einen Kriterienkatalogen. Diesen finden Sie hier.
Maßgeblich beteiligt daran waren Kompaxx e.V., der Trägerverbund Independent Living e.V., Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH sowie das Fachreferat Jugendhilfe des Paritätischer Berlin.

Kontakt: Andreas Schulz / Fachreferent Jugendhilfe, schulz(at)paritaet-berlin.de

(RS)

Datum, 28 | 09 | 2015