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25 Jahre Berliner Seniorentelefon

Das ehrenamtliche Projekt des Humanistischen Verbands Berlin-Brandenburg KdöR von Senioren für Senioren

Team des Berliner Seniorentelefons; Foto: Konstantin BörnerZuhören, Antworten geben und informieren – seit nun 25 Jahren hilft das Berliner Seniorentelefon älteren Menschen bei Fragen zu Pflege, Wohnen, Rente oder Freizeitgestaltung. Das ehrenamtlich betriebene Projekt im Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR feiert am Donnerstag, den 22. November 2018, ab 14.00 Uhr im Aktionsraum des Stadtteilzentrums „Am Teutoburger Platz“ in der Fehrbelliner Str. 92 sein Jubiläum.

Tausende Gespräche geführt

Seit seiner Entstehung 1993 hat das Berliner Seniorentelefon tausende Gespräche geführt. Entsprechend seines Namens spricht das Seniorentelefon ältere Menschen an. 40 Prozent aller Anruferinnen und Anrufer sind zwischen 70 und 79 Jahre alt, jede beziehungsweise jeder vierte Anrufende zwischen 80 und 89 Jahren. Angehörige, die sich für ihre in Berlin lebenden älteren Verwandten informieren, bilden mit 10 Prozent einen kleinen, aber wachsenden Anteil.

Zuhören ohne zu urteilen

„Grundsätzlich gibt es für ältere Menschen in Berlin ein breites Unterstützungsangebot. Das Problem ist: Viele Menschen wissen gar nicht, wo sie Auskunft erhalten können. Andere schämen sich, offensiv um Hilfe zu fragen. Wieder andere können vielleicht gar nicht zu einer Beratungsstelle gehen, weil sie körperlich eingeschränkt sind. Hier kommen wir ins Spiel. Bei uns kann man anonym anrufen und wir vermitteln dann an die passende Stelle weiter“, fasst Sprecherin Anita Weise die Idee des Berliner Seniorentelefons zusammen. Viele ältere Menschen schätzten auch besonders den Umstand, eine ebenfalls ältere Person am anderen Ende der Leitung zu haben. Betroffene Personen aktivieren, orientierende Hilfe zur Selbsthilfe geben und zuhören, ohne zu urteilen – das sind die Leitlinien des Berliner Seniorentelefons.

Gründung von Studierenden

Die Idee zum Berliner Seniorentelefon hatte Anfang der 90er Jahre eine Gruppe von Studentinnen und Studenten der Sozialpädagogik an der Technischen Universität in Berlin. Im November 1993 wurde die erste Telefonsprechstunde angeboten. Sieben Jahre später ging das Berliner Seniorentelefon in die Trägerschaft des heutigen Humanistischen Verbands Berlin-Brandenburg KdöR über. Mit dem Verband an der Seite und der damit verbundenen Nutzung der Fachbereiche, konnte insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit aktiviert und der Bekanntheitsgrad verstärkt werden. Für seinen Einsatz ist das Berliner Seniorentelefon bereits mehrfach ausgezeichnet worden, zuletzt im Frühjahr vom Berliner Ratschlag für Demokratie. 

Interessen religionsfreier Menschen

Als Weltanschauungsgemeinschaft vertritt der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg KdöR die Interessen religionsfreier Menschen und setzt sich für eine menschlichere Gesellschaft ein. In seinen Einrichtungen und Projekten bietet der Verband Unterstützung unabhängig von Nationalität, ethnischer Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Weltanschauung.

Mehr Infos:
Berliner Seniorentelefon des Humanistischen Verbandes Berlin-Brandenburg KdöR
Beratungstelefon: 030 27 96 444
Sprechzeiten:
Montag / Mittwoch: 12-14 Uhr
Freitag / Sonntag: 14-16 Uhr
www.berliner-seniorentelefon.de
Menschen, die sich selbst ehrenamtlich engagieren wollen, sind herzlich willkommen. 

(aw)

Datum, 20 | 11 | 2018