Strategie für eine wirksame und nachhaltige Suchtpolitik in Berlin
Berlin steht vor großen Herausforderungen in der Drogen- und Suchtpolitik. Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht aus, um der wachsenden Zahl von Konsumierenden wirksam zu begegnen, gesundheitliche Schäden zu minimieren und soziale Folgekosten zu senken. Eine zeitgemäße und nachhaltige Suchtpolitik ist ein wesentlicher Beitrag zur Verhinderung des Einstiegs in einen Substanzkonsum, zur Abmilderung der Risiken und Schäden infolge des Konsums und für ein menschenwürdiges Leben. Suchtpolitik nimmt die Gesundheit und die Sicherheit der gesamten Bevölkerung in den Blick. Deshalb braucht Berlin eine abgestimmte, koordinierte, ausgewogene und nachhaltige Suchtpolitik.
Vor diesem Hintergrund hat die Fachgruppe Suchthilfe im Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin ein Strategiepapier für eine wirksame und nachhaltige Suchtpolitik in Berlin verfasst. Darin fordert sie eine moderne, wissenschaftlich fundierte und menschenwürdige Drogen- und Suchtpolitik mit Schwerpunkten auf Prävention, Schadensminderung, sozialer Integration und Entkriminalisierung. Darüber hinaus warnt sie davor, die Weiterentwicklung suchtpolitischer Strategien und des Hilfesystems durch Kürzungen abzubrechen.