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Teilhabe trotz Pandemie!

Einladung zum Berliner Behindertenparlament digital am 5. Mai ab 15 Uhr

Logo Berliner Behindertenparlament

„Menschen mit Behinderungen eine Perspektive geben!“ Mit dieser einfachen aber trotzdem noch nicht immer erfüllten Forderung bringt es unser Initiator Christian Specht auf den Punkt: Eine halbe Million Menschen mit Behinderungen in Berlin wollen Gehör finden – bei Politik und Öffentlichkeit. Gerade in Zeiten der Pandemie hat sich gezeigt, welch hohen Stellenwert es hat, die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen sicher zu stellen. Daher ist für uns klar: Das 1. Berliner Behinderten-parlament (BBP) muss 2021 stattfinden – coronabedingt aber nicht im Abgeordnetenhaus, sondern digital.

Die digitale Abstimmung ist eröffnet – Berlinerinnen und Berliner sind bis zum 4. Mai eingeladen, Inklusion ihre Stimme zu geben.

Keine parlamentarische Demokratie ohne Anträge: In Fokusgruppen haben Menschen mit Behinde-rungen und chronischen Krankheiten und ihre Angehörigen seit Anfang 2020 Beschlussanträge an das Berliner Behindertenparlament erarbeitet zu den Themen Partizipation, Wohnen, Mobilität, Gesundheit/Pflege, Arbeit/Beschäftigung und Bildung. Beteiligt an diesem selbst-organisierten Projekt für mehr wirksame Teilhabe waren Vertreterinnen und Vertreter aus Behindertenverbänden und der Selbsthilfe, Aktivistinnen und Aktivisten aus Initiativen und Bündnissen, Menschen, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe leben und engagierte Menschen ohne bisherige Erfahrung in der Interessenvertretung der Menschen mit Behinderungen. Vielfältige Hintergründe und Perspektiven führten zu lebhaften Diskussionen und sehr viel Wissenstransfer zwischen den Teilnehmenden bei der gemeinsamen politischen Willensbildung. Eine nicht geringe Herausforderung war die Umstellung von analogen Treffen zum digitalen Arbeiten im Zuge der aufkommenden Corona-Pandemie. Aber mit viel gegenseitiger Unterstützung und konstruktivem Zusammenhalt konnte die Arbeit weitergehen und es ist uns gelungen, aus einer geplanten Präsenzveranstaltung ein digitales Behindertenparlament auf die Beine zu stellen.

Die Arbeit in den Fokusgruppen des Berliner Behindertenparlaments (BBP) hat sich gelohnt: Neun Beschlussanträge an das BBP sind entstanden. Sie stehen ab sofort im Internet zur Abstimmung. Dabei geht es unter anderem um Inklusionstaxen, barrierefreien Wohnraum, Gute Schulen für Alle, inklusive Wege in die Arbeitswelt, die Stärkung von Beschäftigten in Werkstätten oder gesundheitliche Chancengleichheit. Besonders wichtig ist die Stärkung der politischen Partizipation, z.B. über einen Berliner Partizipationsfonds oder zeitgemäße Beteiligungsrechte für Menschen mit Behinderungen im neuen Landesgleichberechtigungsgesetz. Die Beschlussanträge enthalten konkrete Lösungsvorschläge, adressiert an den Senat und das Abgeordnetenhaus. Menschen mit Behinderungen in Berlin und ihre Unterstützerinnen und Unterstützer (z.B. Angehörige, Freunde, Assistentinnen und Assistenten oder Pflegepersonal) können ab jetzt über die Anträge an das Behindertenparlament abstimmen und sie kommentieren. Vom 23. April bis 4. Mai 2021 läuft die Abstimmung auf www.behindertenparlament.berlin

Das BBP trägt am 5. Mai 2021 die Stimmen von Menschen mit Behinderungen in die Politik und an die Öffentlichkeit!

Am 5. Mai, dem europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen, wird von 15 bis 17 Uhr das Abstimmungsergebnis der Öffentlichkeit vorgestellt. Das BBP findet analog in Corona-konformer Besetzung mit maximal 20 Personen in der Berliner Stadtmission statt. Die Veranstaltung wird live auf www.behindertenparlament.berlin gestreamt. Übersetzungen in Leichte Sprache, Gebärden- und Schriftsprache gewährleisten eine barrierefreie Teilnahme. Mehrere Senatorinnen und Senatoren, die Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses und behindertenpolitische Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen werden anwesend sein und als Regierungsvertreterinnen und -vertreter die an sie bzw. ihr Haus adressierten Wünsche und Forderungen von Menschen mit Behinderungen persönlich entgegennehmen. Die Moderierenden Gerlinde Bendzuck (Landesvereinigung Selbsthilfe Berlin e.V. ) und Dominik Peter (Berliner Behindertenverband e.V.) stellen die Abstimmungsergebnisse vor und holen dazu Reaktionen von den anwesenden Politikerinnen und Politikern ein. Vielfältige Perspektiven sind Programm: In Videoclips überbringen bekannte Aktivisten wie Christian Specht und Raul Krauthausen und Engagierte aus den Fokusgruppen Botschaften, in denen sie ihre Forderungen zur Inklusion sehr konkret an die Politik richten. Der Rapper Graf Fidi wird einen neuen Song vorstellen. Außerdem blicken wir auf andere Protestaktionen in Berlin und spannen so ein virtuelles Netz dieses Protesttags.

Die ausführliche Pressemitteilung des BBP mit dem vorläufigen Programm finden Sie hier.

Kontakt Presse:
Christiane Müller-Zurek, Öffentlichkeitsarbeit Lebenshilfe Berlin e.V., Tel. 0176 10 17 92 22
christiane.mueller-zurek(at)lebenshilfe-berlin.de

Kontakt Berliner Behindertenparlament
Daniel Fischer, Geschäftsführer Lebenshilfe Berlin e.V., Tel. 0176-10 17 92 26
daniel.fischer(at)lebenshilfe-berlin.de

Vorgesprächstermin für Medienvertreterinnen und -vertreter
Dienstag, 4. Mai 2021, 16 bis 17 Uhr, steht das Vorbereitungsteam mit Gerlinde Bendzuck und Dominik Peter in einer Zoom-Videokonferenz für Fragen zur Verfügung. Wir bitten um Anmeldung bei Christiane Müller-Zurek christiane.mueller-zurek(at)lebenshilfe-berlin.de

(rs)

Datum, 28 | 04 | 2021