Regal im Foyer der Landesgeschaeftsstelle - Foto: Petra Engel Videoaufnahmen - Foto: Markus Pleyer

Ihre Ansprechpartner finden Sie ⇒ hier

Unser Flyer

Den neuen Flyer des Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin können Sie hier

⇓ herunterladen

Stärken des Engagements

Kategorie: Rundbrief, Aus dem Verband, Geschäftsstelle Bezirke

In der Corona-Krise wurde Nachbarschaftshilfe trotz Abstand miteinander möglich – von den einen organsiert, von den anderen genutzt

Foto: Nina Peretz

Vor dem Hintergrund der Lockdowns in der Corona-Pandemie sind gemeinnützige Organisationen und ihre Aufgaben für die Gesellschaft differenzierter in den Blick genommen worden als zuvor. So konnten wichtige Angebote für verschiedene Zielgruppen soweit wie möglich aufrechterhalten werden. Auch Orte der Nachbarschaftsarbeit und des Gemeinwesens haben gezeigt, dass sie systemrelevant sind. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden entwickelten mit großer Kreativität gemeinsam mit Berlinerinnen und Berlinern Ideen für Begegnungsmöglichkeiten, Beratung und Unterstützung, gerade auch während der Einschränkungen.

Die Träger haben grundsätzlich immer im Einzelfall entschieden, welche Angebote in Präsenz stattfinden, welche Aktivitäten digital fortgeführt werden und was pausieren muss, da die Bewohnerinnen beziehungsweise Bewohner und Bedarfe in den Berliner Kiezen sehr unterschiedlich sind. Im intensiven Austausch mit Akteuren aus den Bereichen der Nachbarschaftsarbeit und Selbsthilfe konnte dennoch eine Vielzahl von unverzichtbaren Angeboten unter Beachtung der Schutzmaßnahmen oder aber auch digital aufrechterhalten werden.

Telefonhotline, Sprachmittlung und Tablet-Verleih

So wurden beispielsweise gleich zu Beginn der Pandemie Unterstützungsangebote und Nachbarschaftshilfen über bezirkliche Hotlines zur Vermittlung von Hilfsangeboten und Hilfsgesuchen in Zusammenarbeit von Freiwilligenagenturen, Stadtteilzentren und weiteren Akteuren aufgebaut. Diese werden auch weiterhin für die Menschen vor Ort erreichbar bleiben. Die Stadtteilzentren und Selbsthilfekontaktstellen sind mit telefonischen Sprechzeiten und Terminen nach vorheriger Anmeldung erreichbar und bieten Beratung und Unterstützung für Bereiche wie unter anderem Familie, Soziales, Antragshilfen, Migration, Krise, Recht oder auch Beratungen zu gesundheitlichen Themen. Auch Sprachmittlung im Zusammenhang mit einer Quarantäne wird geboten sowie Schulungen bei Problemen im Umgang mit digitaler Technik in Präsenz oder per Telefon. Auch wurde der Verleih von Smartphones und Tablets an Interessierte organisiert.
Kreativgruppe als digitales Angebot organisiert

Wichtig sind auch alle weiterlaufenden Angebote, die sozialer Isolation vorbeugen: Telefonketten und Gedächtnistraining am Telefon, Sport- und Bewegungsangebote sowie Kreativgruppen als digitales Angebot.

Stadtteilzentren und Selbsthilfekontaktstellen machen Partizipation und freiwilliges Engagement möglich. Sie stärken damit unsere lebendige Demokratie. Dadurch werden der gesellschaftliche Zusammenhalt und das soziale Miteinander trotz Abstand und Einschränkungen für jeden Einzelnen in unserer Stadt gestärkt und soziale Notlagen sowie soziale Isolation verhindert oder gelindert.
Besonders in schwierigen Zeiten beweist das große Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden, dass ihre Arbeit in der Nachbarschaft und im Bereich der Selbsthilfe fundamental für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ist.

Anika Göbel, Stadtteilarbeit, Geschäftsstelle Bezirke beim Paritätischen Berlin

Datum, 18 | 03 | 2021