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Hauptstadtzulage nur für „Lieblings-Erzieher“

Pressemitteilung des Deutschen Kinderschutzbundes LV Berlin e.V. vom 11. September 2020

Ab November 2020 will die rot-rot-grüne Regierung eine Zulage für Landesbedienstete und pädagogisches Personal auszahlen; jedoch nur für Fachkräfte der Kita-Eigenbetriebe. Solidarität wird durch Wettbewerb abgelöst. Freie Träger gehen leer aus, obwohl diese 79 Prozent der Kitaplätze bereitstellen; und gutes Personal ausbilden.

„Von einer linksregierten Regierung erwarten wir Solidarität, nicht Ungerechtigkeit“, fordert Katrin Hentze, Vorstandsmitglied beim Berliner Kinderschutzbund. „Pädagogische Fachkräfte in den Berliner Eigenbetrieben dürfen nicht mehr verdienen als Angestellte der freien Träger. Denn sie alle leisten den gleichen Beitrag - für frühkindliche Bildung, soziale Teilhabe, Elternarbeit oder Kinderschutz in unserer Stadt.“

Mit der verabschiedeten „Hauptstadtzulage“ schafft die Berliner Regierung ein Zwei-Klassen-System und Privilegien für einzelne Gruppen der sozialen Branche. Und das, obwohl die freien Träger bei der Versorgung der Stadt, etwa mit Kitaplätzen, maßgeblich beteiligt sind. In den zurückliegenden Jahren waren es vor allem freie Träger, die den Kitaausbau massiv vorangetrieben und in die Fortbildung der Fachkräfte investiert haben, um Kinder und Familien bestmöglich zu fördern und zu unterstützen.

Und nicht nur bei der Kinderbetreuung sorgen freie Träger für Qualität und einen Ausbau der Plätze; auch bei der Ausbildung in sozialen Berufen bringen sie mehr Fachkräfte hervor als staatliche Fachschulen.
„In den Einrichtungen der freien Träger arbeiten gute Leute, die sich qualifizieren und ihre Verantwortung ernst nehmen. Der Landesregierung sind sie dennoch weniger wert“, so Kinderschutzbund-Geschäftsführer Christian Neumann. „Wer im Auftrag der Stadt Berlin im sozialen Bereich arbeitet, sollte nicht schlechter gestellt werden.“

Anfragen bitte an:
Stephan Knorre, Tel.: 030 45 08 12 612, presse(at)kinderschutzbund-berlin.de

Der Kinderschutzbund in Kürze
Der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Berlin e.V. engagiert sich seit mehr als 60 Jahren für den Schutz und die Rechte von Kindern. Dazu gehören die Bekämpfung von Kinderarmut oder das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung.
Im Berliner Wedding fördern und begleiten 130 pädagogische Fachkräfte rund 1000 Kinder an zwei Grundschulen sowie einer Kita. Mit unserer Beratungsstelle sind wir zudem Ansprechpartner für Fachkräfte und Menschen, die sich um das Wohl von Kindern sorgen.
www.kinderschutzbund-berlin.de

(rs)

Datum, 14 | 09 | 2020