Kinder- und Jugendhilfetag 2014 - Foto: Christiane Weidner Jugendliche bei der Pädalogik gGmbH - Foto: Martin Thoma

Der Paritätische im Profil

Den neuen Flyer des Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin können Sie hier

⇓ herunterladen

ZwischenWelten oder ein Leben zwischen den Welten Was bedeutet Heimat für junge Männer innerhalb und außerhalb der Gefängnismauern?

Am 22. Februar eröffnet der Streetwork-Verein Gangway e.V. zusammen mit der Jugendstrafanstalt Berlin und geladenen Gästen die Ausstellung  „ZwischenWelten“ – ein Projekt innerhalb und außerhalb der Gefängnismauern. In der Juristischen Fakultät der Humboldt Universität präsentieren die jungen Männer ihre Gedanken, Gefühle und Erlebnisse zum Thema Heimat in Form von Gedichten, Geschichten, Songs, Theatersequenzen und Zeichnungen. Die Ausstellung wird künstlerisch begleitet und kuratiert von der Kunsthistorikerin Katia Hermann.

ZwischenWelten ist ein Projekt zur niedrigschwelligen Prävention von Gewalt-  und Radikalisierungstendenzen bei jungen Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrungen. Vier Monate haben sich die jungen Männer in der Jugendstrafanstalt Berlin und bei Gangway e.V. damit auseinandergesetzt, was es bedeutet, zwischen den Welten oder in ZwischenWelten zu leben, die Unsicherheiten auszuhalten, neue Ziele zu finden und selbstbestimmt die eigene Zukunft zu gestalten.

Die Teilnehmer des Projektes sind junge Männer, die von Flucht und Kriegshandlungen traumatisiert wurden oder Gewalt in der eigenen Familie erlebt haben. Sie empfinden die verschiedenen Konfliktlagen in ihrem Leben als erdrückend, haben das Gefühl, dass alles um sie herum zusammenbricht, sie selbst wenig Einfluss haben und ihnen keiner hilft. Sie bewegen sich in verschiedenen Kulturen und befinden sich in einer schwierigen Lebenssituation am Übergang zwischen alter und neuer Heimat.
Hier setzt ZwischenWelten an. In dem Projekt setzen sich die Teilnehmer auf einer sehr persönlichen Ebene mit Heimat auseinander. „Ziel des Projektes ist es, dass die Teilnehmer ihre Geschichten entdecken, sie untereinander diskutieren und dann zu Papier bringen, jeder nach seinen Fähigkeiten und Interessen mit Kunstformen wie Schreiben, Film, Graffiti, Zeichnungen, Theater oder Rap. Im letzten Schritt ist es wichtig, dass diese Gedanken und Impressionen mit einem Publikum geteilt werden und sie ein Feedback bekommen. Damit schließt sich der Kreis.“ beschreibt Birgit Lang, die Sozialarbeiterin und Projektleiterin in der Jugendstrafanstalt, ihre Arbeit mit den Inhaftierten.

Vernissage:  22. Februar 2017 | 17:30 Uhr +++ Ausstellung: 23.- 24. Februar
2017 | 9 – 21 Uhr, 25. Februar 2017 | 9 – 17 Uhr +++ Ort: Juristische Fakultät der HU Berlin (Bebelplatz 2, Mitte) +++ Die Ausstellung ZwischenWelten ist eine Wanderausstellung.

(En)

Datum, 15 | 02 | 2017