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Neues von Silbernetz

Jetzt auch auf Japanisch, neuer Vorstand gewählt und höhere Auslastung des Feiertagstelefon

Silbernetz-Freundschaften jetzt auch auf Japanisch

Japanischsprachige Menschen ab 60 Jahren, die sich einsam fühlen, können eine Silbernetz-Freundschaft auf Japanisch eingehen. Die Telefonfreundschaften werden durch eine Kooperation von Silbernetz mit dem Deutsch-Japanischen Verein für kultursensible Pflege DeJaK-Tomonokai e. V. möglich. Es wurden dafür bereits japanischsprachige Ehrenamtliche geschult, die für die Vermittlung zur Verfügung stehen. Diese rufen „Ihren“ älteren Menschen dann einmal pro Woche für ein circa einstündiges Gespräch an. Interessierte Senioren und Seniorinnen in Deutschland können sich am Silbertelefon unter 0800 4 70 80 90 melden und ihre Kontaktdaten hinterlassen. Ebenso wie alle Silbernetz-Freundschaften sind auch die japanischsprachigen Verbindungen immer anonym, vertraulich und kostenfrei.

Neuer Vorstand im Silbernetz e.V.

Die Mitglieder des gemeinnützigen Silbernetz e. V. haben den Vorstand für die nächsten zwei Jahre bestimmt: Elke Schilling wurde als 1. Vorsitzende in ihrem Amt bestätigt, als 2. Vorsitzender wurde René Houareau gewählt. Er war bisher Justiziar im Verein und übernimmt das Amt des 2. Vorsitzenden von Dr. Volker Kleining, der aus privaten Gründen aus dem Vorstand ausscheidet. Silbernetz-Initiatorin Elke Schilling sagt dazu: „Herzlichen Dank an Dr. Volker Kleining, der seit Beginn das Silbernetz maßgeblich geprägt hat. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit seinem Nachfolger René Houareau und eine starke Zukunft für den Silbernetz e. V.

Ein Drittel mehr Anrufe einsamer Senioren und Seniorinnen als im Vorjahr am Silbernetz-Feiertagstelefon

Nach 206 Stunden Rufbereitschaft endete das 5. Silbernetz-Feiertagstelefon am 1. Januar 2022 mit Rekordzahlen: Die bundesweit erreichbare kostenfreie Nummer 0800 4 70 80 90 wurde zwischen Heiligabend und Neujahr insgesamt 4250 Mal angerufen (Vorjahr: 3186 Anrufe), am häufigsten aus Nordrhein-Westfalen. Dies entspricht einer Steigerung von 33 Prozent. 19 feste Mitarbeitende und 39 Freiwillige aus Berlin sowie neun weiteren Bundesländern führten 2368 Gespräche mit 708 verschiedenen Anruferinnen und Anrufer sowie einer Gesamtdauer von 25689 Minuten. Sieben Anruferinnen und Anrufer wünschen sich eine Silbernetz-Freundschaft, also regelmäßige Telefonate mit einer festen Ansprechperson.

Hilfetelefonnummern wie die von Silbernetz müssten im Videotext der Fernsehsender verfügbar sein“, sagt Silbernetz-Initiatorin Elke Schilling, „der Bedarf ist eindeutig da. Das zeigt die erneute Steigerung unserer Anrufzahlen zwischen Heiligabend und Neujahr um ein Drittel. Viele Gespräche sind geprägt von der über die Feiertage besonders schmerzlich empfundenen Einsamkeit und Hilflosigkeit der Älteren.“

Die Mehrheit der Anrufenden (über 85 %) lebte allein. Auch in diesem Jahr wollten die meisten Anruferinnen und Anrufer „einfach mal reden“ (91 %). 61 % sprachen über Einsamkeit: über Trauer wegen des Verlusts des Partners, von Verwandten, Altersgefährtinnen und Altersgefährten, über Corona-Isolation im Altersheim oder über unangenehme Nachbarn. Bei 42 % der Gespräche waren Depression oder Ängste das zentrale Thema. 39 % der Anrufenden gaben eine positive Rückmeldung und äußerten Dankbarkeit.

Die meisten Anrufe kamen aus dem Festnetz und lassen damit eine regionale Zuordnung zu: Die meisten Festnetz-Anrufe waren aus Nordrhein-Westfalen (787), Berlin (527), Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Die wenigsten Anrufe kamen aus Bremen (19) und Thüringen (22). 260 Anruferinnen und Anrufer meldeten sich zum ersten Mal beim Silbertelefon.

Weitere Information zu Silbernetz finden Sie hier.

(ik)

Datum, 14 | 01 | 2022