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Monsieur Matisse zu Besuch in der „Regenbogen“-Kita

Vorschulkinder lernen künstlerische Techniken auf spielerische Weise kennen

Alle zwei Wochen hatten die Vorschulkinder der Pfefferwerk-Kita „Regenbogen“ in Berlin Mitte seit Februar ihren Kunsttag, wie sie ihn stolz nannten. Denn an diesem Tag malten, schneideten und zeichneten sie nicht nur, sondern lernten verschiedene Materialien und Techniken kennen. Wie zum Beispiel den Scherenschnitt nach Matisse, die Frottage nach Max Ernst oder Dripping nach Jackson Pollock. Und so richtig interessant wurde es, wenn sie sich dann noch mit einem Künstler oder einer Künstlerin beschäftigten, der oder die auf eben diese Weise Kunstwerke geschaffen hat. Anhand einer Zeitleiste und Farbausdrucken zu den jeweiligen Kunstwerken fiel es leicht, mit den Kindern ins Gespräch zu kommen: Wie sah er aus?, Wann wurde sie oder er geboren?, Wann ist sie oder er gestorben?, Hatte er oder sie auch Kinder?, Aus welchem Land  kommt er oder sie?, Welche Kleidung trug man damals?

Mit einem Bilderbuch beginnt es
Ausgangspunkt der Kunsttage, die die Illustratorin Imke Trostbach in unserer Kita durchführte, war meistens ein Kinderbilderbuch zur jeweiligen Künstlerin oder zum jeweiligen Künstler. So haben die Kinder zum Beispiel nach dem Vorlesen des Buches „Monsieur Matisse und seine fliegenden Schere“  frei oder nach Schablonen großformatige Scherenschnitte ausgeschnitten. Danach haben sie eine Situation aus dem Buch nachgespielt, in der Matisse mit dem Zeigestock seiner Assistentin Anweisungen zur Platzierung der Scherenschnitte im Raum gibt. Zu „Max Ernst für Kinder“ haben sie eingangs vorbereitete „Materialquadrate“ aus Holz, Metall und Plastik abfrottiert. Dazu nimmt man ein dünnes Papier, verschiedene Kreidestifte und reibt die Oberfläche ab, um Strukturen sichtbar werden zu lassen.

Ganz nebenbei übten sich die Kinder im Beobachten
Sie experimentierten mit Farben, ordneten ihnen Gefühle zu, lernten neue Materialien kennen und machten visuelle und haptische Erfahrungen. Neben den kleinen Künstlerinnen und Künstlern waren auch Erzieherinnen, Erzieher und Eltern von dem Projekt begeistert. Die Erzieher begleiteten das Projekt, um kreative Impulse unmittelbar in den Kita-Alltag zu integrieren.

Ins Museum zu den Originalen
Im Mai fand ein gemeinsamer Besuch ins Museum Berggruen statt, um den Kindern Originale von schon bekannten Künstlern zu zeigen. Zum Abschluss des Projektes wurden die Arbeiten der Kinder im Aktionsraum der Kita ausgestellt, Eltern und Freunde wurden eingeladen. Die Kinder hatten die Möglichkeit, den Besuchern ihre Kunstwerke zu zeigen und darüber ins Gespräch zu kommen.

Das Projekt wurde aus dem Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung 2018 gefördert. Die Regenbogenkita ist Konsultationskita des Landes Berlin und arbeitet integrativ und inklusiv.

Kerstin Schünicke
Regenbogenkita der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH

Wissenswertes:
Mehr zu den Förderungen des Berliner Projektfonds erfahren Sie hier.

(rs)

Datum, 10 | 07 | 2018