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Dringende Bitte um Unterstützung!

Notdienst für Suchtmittelgefährdete und -abhängige Berlin e.V. sucht zum 1. Januar 2021 neue Räume

Der bisherige Mietvertrag der Ambulanz für Integrierte Drogenhilfe in der Kochstraße in Kreuzberg wurde zum Jahresende gekündigt. In dieser Ambulanz werden derzeit circa 350 schwersterkrankte Patientinnen und Patienten täglich ärztlich und psychosozial betreut. Diese 350 Patientinnen und Patienten werden ohne einen neuen Standort zum 1. Januar 2022 unbehandelt auf der Straße stehen.

In den letzten drei Monaten war der Notdienst für Suchtmittelgefährdete und -abhängige Berlin e.V. sehr aktiv. Es wurden viele mögliche Objekte angeschaut, viele Telefonate und Gespräche geführt. Schließlich wurde ein Objekt in der Stromstraße in Moabit gefunden, welches gut zu den nötigen Anforderungen passte – preislich, zeitlich und auch von der Quadratmeterzahl.

Schnell wurde man mit der Hausverwaltung und der Vermieterin über die Vertragskonditionen einig, gemeinsam sind erste Umbauten umgesetzt worden und die dafür notwendige Timeline entwickelt. Sogar das Umzugsdatum stand fest, es fehlte nur noch die Unterschrift unter dem bereits vollständig und einvernehmlich ausgehandelten Mietvertrag. Doch dann änderte sich plötzlich das Auszugsdatum der jetzigen Objektmieter und verschob sich ein halbes Jahr nach hinten. Ein großer Schock für den Notdienst, aber auch diesen Weg wären die Mitarbeitenden bereit gewesen zu gehen und eine Interimslösung für diese sechs Monate zu suchen.

Letztendlich wurde aber auch daraus nichts. Nach wochenlangem Hinhalten durch die Vermieterin wird der Vertrag nun nicht zustande kommen. Die Gründe hierfür wurden nicht mitgeteilt. Nun steht der Notdienst für Suchtmittelgefährdete und -abhängige Berlin e.V. wieder ganz am Anfang seiner Suche und die Zeit drängt. Zum 31. Dezember 2021 muss der Notdienst den jetzigen Standort mit der Praxis und den Beratungsbüros verlassen. Der neue Eigentümer wird gleich zu Jahresbeginn mit den Umbauarbeiten beginnen, eine Option für eine Verlängerung ist ausgeschlossen.

Wenn bis zum Jahresende kein neues Objekt gefunden wird, können die Patienten und Patientinnen nicht weiter betreut werden. Fällt die tägliche Substitution weg, müssen und werden viele der Klientinnen und Klienten ihre Behandlung vermutlich abbrechen und ihren geregelten Tagesablauf erneut gegen Beschaffungskriminalität und illegalen Drogenmarkt eintauschen.

Da die Zeit sehr knapp ist, wäre die Einrichtung auch an einer Zwischenlösung interessiert, um die Patienten und Patientinnen erst einmal im neuen Jahr weiter behandeln und betreuen zu können und dann mit einem etwas größeren Zeitpolster weiterzusuchen. Folgende Optionen wären für die Einrichtung denkbar:

Zwischenlösung

  • Praxisgeeignete Räume ab 100 qm
  • Bezugsfertige Container
  • Erschlossene Freiflächen, die sich für Containerlösungen anbieten
  • derzeitige Corona-Testzentren, die spätestens zum Jahresende ihren Betrieb einstellen

Informationen zum Raumbedarf für einen neuen festen Standort finden Sie hier.

Der Notdienst für Suchtmittelgefährdete und -abhängige Berlin e.V. ist für jede Unterstützung dankbar!

Ansprechpersonen:
Petra Israel-Reh (preh@notdienstberlin.de)
Michael Frommhold (mfrommhold@notdienstberlin.de)
Telefon: (030) 233 240 100
Telefax: (030) 233 240 101

(ik)

Datum, 06 | 10 | 2021