Kinder- und Jugendhilfetag 2014 - Foto: Christiane Weidner Jugendliche bei der Pädalogik gGmbH - Foto: Martin Thoma

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Ausgrenzung mit System? Inklusion macht Gesundheit! Gesundheitliche Teilhabe komplex behinderter Menschen.

Einladung zur Fachveranstaltung MZEB (§ 119c SGB V)

Mittwoch 15. März 2017 ab 14.30 Uhr

In der Fachveranstaltung geht es um die Entwicklung einer spezialisierten integrierten Versorgung für Menschen mit geistigen und schweren Mehrfachbehinderungen nach § 119c SGB V (s. a. Berliner Koalitionsvereinbarung 2016-2021, MZEB, Zeile 292 ff.: Gleichberechtigter Zugang zum Gesundheitswesen).

Eine besondere Herausforderung für die Medizin stellt die Behandlung von Patienten mit geistiger und Mehrfachbehinderung dar. Leider hat sich die Hoffnung, mit dem  § 119c SGB V könnte sich die finanzielle Absicherung eines multiprofessionellen Behandlungsangebots umzusetzen lassen, bisher nicht erfüllt.

Es wird auf die ambulante ärztliche Regelversorgung verwiesen. Die mangelnde Sicherstellung in der Regelversorgung hat den Gesetzgeber jedoch erst zur Schaffung des § 119c SGB V veranlasst.

Bis zu 90 Prozent der Praxen sind nicht barrierefrei zugänglich, Ärzte kennen sich regelmäßig nicht mit den Behinderungen und den begleitenden Erkrankungen aus, die betroffenen Versicherten gelten eher als nicht wartezimmerfähig. Auch der Gesundheitslotse der KV Berlin verzeichnet keine entsprechenden Angebote.

Aus einer spezialisierten Versorgung durch die Kinder- und Jugendambulanzen/Sozialpädiatrischen Zentren (KJA/SPZ) oder die  Sozialpädiatrischen Ambulanzen an den Kliniken (SPZ) fallen die Menschen mit komplexen Behinderungen nach dem 18. Lebensjahr zurück auf eine unzureichende Basisversorgung. Sie werden dadurch in ihrer gesundheitlichen Teilhabe eingeschränkt und erleiden langfristig vermeidbare gesundheitliche Schäden.

Ort: TU Berlin, Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
Raum: 3005, 3. Etage s. a. Leitsystem

Ablauf:
14:30 Uhr Einlass
15:00 Uhr Impulsreferate
16:30 Uhr Pause
17:00 Uhr Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung
18:00 Uhr Häppchen und Zeit für Gespräche

Veranstalter: Spastikerhilfe Berlin eG für die AG MZEB im Paritätischen LV Berlin, Evelyne Hohmann (Koordinatorin)
           
Material & Infos
www.mzeb-berlin.de

Anmeldung:
auskunft(at)patiententelefon.de
Fax: (030) 22 500-130
Zugänglich für Menschen im Rollstuhl, bitte Bedarf nach Schrift- und Gebärdendolmetscher anmelden.

Programm

Impulse 15.00 bis 16.30 Uhr

Grußwort Klaus Uwe Benneter (Aufsichtsratvorsitzender der Spastikerhilfe Berlin eG)
Grußwort Dr.  Gabriele Schlimper (Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Landesverband Berlin e. V.)
Christine Braunert-Rümenapf (Referentin des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung)
Michael Ertel (Arzt, Spastikerhilfe Berlin eG)
Transition von Jugendlichen mit mehrfach Schwerbehinderung – Erfahrungen aus dem BTP Jana Findorff, (Fallmanagement DRK Kliniken Westend, Berliner TransitionsProgramm)
Selbstbestimmt gesünder leben in Berlin - Prävention und Gesundheitsförderung für Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderung Ines Olmos, (MPH, Special Olympics)
Dr med. Götz (Landesbeauftragter für Psychiatrie, Land Berlin)
Dr med. Ellis Huber (AG MZEB, stv. Vorsitzender Paritätischer Landesverband Berlin)
Karin Stötzner (Patientenbeauftragte, Land Berlin)

Podiumsdiskussion 17.00 bis 18.00 Uhr

Moderation Klaus Uwe Benneter

Wolf-Dietrich Trenner (Angehöriger, Patientenvertreter GBA, Vorstand FG Taubblinde)
Dilek Kolat (Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, angefragt)
Mechthild Rawert (MdB, SPD, Ausschuss für Gesundheit, Chairperson Sub-Committee on Disability and Inclusion)
Catherina Pieroth (MdA, Sprecherin für Gesundheitspolitik, Fraktion Bündnis 90/Grünen im Abgeordnetenhaus von Berlin
Thomas Seerig (MdA, FDP, Sprecher für Sozial- und Behindertenpolitik sowie Pflege der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin)
N. N. (Kassenärztliche Vereinigung Berlin angefragt)

(En)

Datum, 16 | 02 | 2017