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Alzheimer-Symposium im Roten Rathaus

Mit Vorträgen zu medizinischen, pflegerischen und rechtlichen Themen

Am 19. Oktober findet das 20. Alzheimer-Symposium im Roten Rathaus statt. Veranstalter ist die Alzheimer Angehörigen-Initiative e. V. Das Symposium ist gut besucht: Jeweils ein Drittel sind pflegende Angehörige, Pflegefachkräfte – zum Teil in Ausbildung – und sonstige Interessierte.

Photo by Gemma Evans on UnsplashDemenzielle Erkrankungen schränken in ihrem Verlauf die Möglichkeit einer freien Willensbildung zunehmend ein. Mehr und mehr sind dann Angehörige, Behandelnde und Pflegende gefordert, Entscheidungen für den Menschen mit Demenz zu treffen. Der mutmaßliche Wille des Betroffenen kann schwierig zu ergründen sein. Vorausverfügte Festlegungen sind prinzipiell eine Hilfe, mögen jedoch auf die aktuelle Situation nur bedingt zutreffen.

Ethische Fragen stellen sich auch schon zu Beginn der Erkrankung, etwa bei der Aufklärung über die Diagnose. Mit welchen Problemen müssen wir bei der Demenz rechnen? Wie kommen wir zu ethisch verantworteten Entscheidungen? Wie lässt sich ein ethisches Grundverständnis in Einrichtungen der Altenhilfe entwickeln? Wie sind Lügen und bewusstes Täuschen im Umgang mit Demenzbetroffenen zu bewerten? Sind sie immer Tabu oder vielleicht sogar Therapie?

Ethik gilt manchem als eher abgehobenes und praxisfernes Thema. Das ist es ganz und gar nicht. Wir wollen zum Nachdenken und Weiterdiskutieren in Ihrer Familie oder an Ihrem Arbeitsplatz anregen.

Auf dem Programm stehen verschiedene Aspekte. Ethische Grundfragen und Probleme bei Demenz erläutert Prof. Dr. Stefan Büttner-von Stülpnagel von der Universität Potsdam, Institut für Philosophie, denkInfom. Über die „Entwicklung eines ethischen Grundverständnisses in Institutionen – Erfahrungen der Praxis“ berichtet Dr. Claudia Zemlin. Sie hat die Leitung des Fachbereichs dementielle Erkrankungen der Vitanas-Gruppe in Berlin inne. Kann denn Lüge Sünde sein?, fragt Michael Schmieder, diplomierter Pflegefachmann mit einem Master in angewandter Ethik und Verwaltungsrat Sonnweid, aus der Schweiz.

Demenzkranke können zum Symposium mitgebracht werden. Sie werden während der Vorträge, vorher und danach von Fachkräften aktivierend betreut. Dafür ist eine vorherige Anmeldung bis spätestens eine Woche vor der Veranstaltung erforderlich. Die Kosten für die Krankenbetreuung in Höhe von 30 Euro erstatten – bei Vorliegen eines Pflegegrades – die Pflegekassen.

Jochen Wagner, Alzheimer Angehörigen-Initiative e. V.

Wissenswertes:
Das 20. Alzheimer-Symposium: 19. Oktober, 13.30 bis 18.30 Uhr, im Roten Rathaus
Mehr Infos zur Alzheimer Angehörigen-Initiative e.V. unter: www.alzheimer-angehoerigen-initiative.de

Tel.: 030 47 37 89 95, Montag bis Donnerstag 10 bis 15 Uhr

(vb) 

Datum, 12 | 10 | 2018