in dieser Ausgabe widmen wir uns dem Thema Wohnen. Wohnen ist eine soziale Frage – wenn nicht die soziale Frage in Berlin. Zwar ist Wohnen ein Menschenrecht, doch selten war es so schwierig, Wohnraum zu finden. Noch schwieriger ist es, eine bezahlbare und barrierefreie Wohnung zu finden. (...)
Steigende Mieten, weniger Sozialwohnungen und geplante Einschnitte beim Wohngeld verschärfen die Wohnungsnot in Berlin. Wibke Werner, Geschäftsführerin des Berliner Mietervereins, analysiert in diesem Gastbeitrag die Folgen für Mieter*innen und zeigt, warum bezahlbarer Wohnraum als Daseinsvorsorge geschützt werden muss – und was Mieter*innen tun können.
Genossenschaftliche Quartiere können Wohnraum, Gemeinschaft, gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe miteinander verbinden. Dr. Peter Diedrich, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Verbands „Job & Wohnen“ e.V., weiß, wie solche Quartiere zum Zukunftsmodell werden können und was sie für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten.
Ungefähr 6.000 Menschen leben in Berlin Schätzungen zufolge auf der Straße. Viele hoffen am Abend auf ein Bett in einer Notübernachtung. Tanja Schmidt leitet die Notübernachtung des Vereins Strassenfeger. Im Interview erzählt sie von den Herausforderungen in der täglichen Arbeit und von politischen Versäumnissen.
Nach elf Jahren in Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete hat Kheda mit ihrer Familie endlich eine eigene Wohnung gefunden. Der Weg dahin war nicht leicht, die Hürden auf dem Berliner Wohnungsmarkt sind groß für Menschen mit Fluchtgeschichte. Um dem etwas entgegenzusetzen, vermittelt XENION e.V. gemeinsam mit einer Genossenschaft Wohnraum für Geflüchtete.
Alleinerziehende haben es auf dem Berliner Wohnungsmarkt besonders schwer. Mit dem „Wohntisch für Alleinerziehende“ eröffnet SHIA e.V. neue Wege zu gemeinschaftlichen Wohnformen – mit Beratung, Vernetzung und der Chance, Wohnen gemeinsam neu zu denken.
Eine Zwangsräumung kommt selten über Nacht – und könnte in vielen Fällen verhindert werden. Maria Richter arbeitet bei VITA domus Soziale Dienste gGmbH und weiß, warum Menschen trotz monatelanger Mahnungen oft keine Hilfe suchen und wie schnell eine Wohnung verloren gehen kann. Ihr Appell: Wer in Mietschulden gerät, sollte frühzeitig Unterstützung suchen.
Ein eigenes Zimmer, ein unbefristeter Mietvertrag und Unterstützung, wenn sie gebraucht wird: Im Wohnprojekt LAB 661 von Gangway e.V. und GESOBAU finden sechs junge Frauen ein Zuhause und den Raum, ihr Leben selbstständig zu gestalten.
In der Super 8, einer WG in Lichtenrade, leben Menschen mit und ohne Beeinträchtigung als gleichberechtigte Mitbewohner*innen zusammen. Das inklusive Wohnprojekt von Gemeinsam wohnen Berlin e.V. verbindet Selbstständigkeit und Unterstützung im Alltag und macht deutlich, wie gemeinsames Wohnen auf Augenhöhe gelingen kann.
Die Richtwerte der AV-Wohnen halten mit den steigenden Mieten und Betriebskosten nicht Schritt. Dadurch geraten nicht nur Menschen mit Grundsicherung, Sozialhilfe oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz unter Druck – auch dringend benötigte Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen oder psychischen Erkrankungen sind gefährdet.
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