•   Rubrik Was macht eigentlich...?

Was macht eigentlich...?

  • Veröffentlichungsdatum 10. September 2026
  • Lesezeit 2 Minuten

Was macht eigentlich der Paritätische Berlin? Das wissen die am besten, die im Verband arbeiten. Dieses Mal:

Daniela Radlbeck und Vincent Schleiermacher. Daniela ist seit acht Jahren beim Paritätischen Berlin und arbeitet als Referentin für Wohnungspolitik und Grundsatzfragen. Vincent ist seit April als Praktikant im Verband und unterstützt die Referent*innen in ihrer täglichen Arbeit.

Daniela, was machst du als Grundsatzreferentin eigentlich?

Daniela: Als Grundsatzreferentin unterstütze ich die Geschäftsführung und den Landesverband bei der strategischen Ausrichtung und der politischen Positionierung. Dafür bin ich viel intern mit Kolleg*innen aus den Fachreferaten im Austausch, aber auch mit unseren Mitgliedsorganisationen. So bekomme ich mit, welche Entwicklungen und Themen gerade wichtig sind.

Vincent, wie bist du zum Paritätischen gekommen?

Vincent: Ich habe den Paritätischen schon vorher an verschiedenen Stellen in der Öffentlichkeit wahrgenommen, zum Beispiel bei Demonstrationen oder in den Nachrichten. Als ich für mein Studium ein Praktikum gesucht habe, bin ich deshalb auf den Verband aufmerksam geworden. Ich wurde direkt zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen und hatte dabei einen sehr guten Eindruck.

Was waren deine Erwartungen und was hat dich überrascht?

Vincent: Zu meinen Aufgaben gehören viel Büroarbeit, das Beantworten von E-Mails und Nachfragen sowie die Unterstützung meiner Referent*innen. Das habe ich erwartet. Was mich besonders überrascht hat: Der Arbeitsalltag findet längst nicht nur am Schreibtisch statt. Ich bin auch bei Mitgliedsorganisationen, in verschiedenen Gremien, in den Senatsverwaltungen oder bei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen wie Demonstrationen dabei. Dadurch ist das Praktikum sehr abwechslungsreich.

Was schätzt ihr an eurer Zusammenarbeit?

Vincent: Ich schätze besonders, dass ich jederzeit jeder Frage stellen kann. Die Türen stehen mir offen. Nicht nur bei Daniela, sondern auch in den anderen Referaten. Der Umgang miteinander ist sehr offen und unkompliziert.

Daniela: Für mich gibt es keine dummen Fragen. Vincent kann alles fragen, was ihm gerade unklar ist. Seine Fragen bringen mich auch dazu, Dinge, die für mich schon routiniert sind, noch einmal zu hinterfragen. Das finde ich sehr wertvoll.

Warum ist es wichtig, dass wir als Verband die Berliner Wohnungspolitik mitgestalten?

Daniela: Wohnen ist für mich eine Frage mit großer sozialpolitischer Bedeutung. Wo und wie wir wohnen, hängt auch davon ab, welchen sozialen Status wir haben und wie viel Geld uns zur Verfügung steht. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns dafür einsetzen, dass jeder Mensch gut und menschenwürdig wohnen kann.

Wie unterstützt du Daniela dabei?

Vincent: Aktuell beschäftige ich mich unter anderem mit dem Thema des Betreuten Wohnens. Dabei versuche ich, die unterschiedlichen Verständnisse und Bedarfe zusammenzuführen und übersichtlich darzustellen. Auf dieser Grundlage wollen wir mit der Wohnungswirtschaft, unseren Mitgliedsorganisationen und weiteren Akteur*innen ins Gespräch kommen und langfristig dazu beitragen, mehr passenden Wohnraum für Menschen bereitzustellen.

Welche Themen beschäftigen euch aktuell besonders?

Daniela: Ein großes Thema ist natürlich die anstehende Berlin-Wahl im September. Gemeinsam mit der Geschäftsführung bereite ich mich bereits auf die Zeit nach der Wahl vor. Es geht darum, uns auch zukünftig für Menschenwürde und Vielfalt in Berlin einzusetzen und unsere Mitgliedsorganisationen darin zu stärken, weiterhin gute Angebote und Unterstützung für alle Menschen in der Stadt anbieten zu können. Auch bezahlbarer Wohnraum ist für uns ein zentrales Thema. Wir sind überzeugt: Wohnen ist ein Menschenrecht. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass es in Berlin ausreichend Wohnungen für Menschen mit unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten gibt.

 

Interview: Lara Elisa Schwöbel