•   Rubrik Kennt ihr schon…?

Kennt ihr schon...?

  • Veröffentlichungsdatum 07. Mai 2026
  • Lesezeit 1 Minuten

Wie orientiert man sich in einer Stadt, wenn man wenig oder gar nichts sieht? Und was nimmt man eigentlich alles wahr?

Im Stadtteil der Sinne des Blindenhilfswerks Berlin könnt ihr genau das selbst erleben. Mit Augenmaske und Langstock geht es durch einen Erlebnisparcours, der typische Wege, Geräusche und Situationen aus dem Alltag auf Berlins Straßen simuliert. Plötzlich werden Dinge wichtig, denen die meisten sonst kaum Beachtung schenken. Bodenleitsysteme und akustische Signale zum Beispiel.

Der Parcourlauf bringt mehr als nur einen Perspektivwechsel: Für einen Moment verlässt man die gewohnte Sicherheit und merkt, wie viel Vertrauen, Konzentration und Mut es braucht, sich ohne den Sehsinn zu bewegen. Genau das schafft Verständnis – nicht abstrakt, sondern spürbar. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie sich der Alltag für blinde und sehbehinderte Menschen anfühlt.

Das Angebot des Blindenhilfswerks richtet sich an Schulklassen, aber auch Einzelpersonen. Das Blindenhilfswerk setzt sich seit über 100 Jahren dafür ein, dass blinde und sehbehinderte Menschen ein selbstbestimmtes Leben führen können. Neben Wohnangeboten, Beratung und Freizeitmöglichkeiten gehört auch Bildungsarbeit, zum Beispiel im Rahmen des Stadtteils der Sinne, dazu.

Autorinnen: Lara Elisa Schwöbel und Milena Müller