•   Rubrik Editorial

Die Engagierten

  • Autor Stefan Dominik Peter
  • Veröffentlichungsdatum 07. Mai 2026
  • Lesezeit 1 Minuten

Hallo,

in fast allen Paritätischen Mitgliedsorganisationen sind Menschen ehrenamtlich aktiv: in der Wohnungslosen-, Eingliederungs- oder der Altenhilfe, in Selbsthilfegruppen oder im Bereich HIV/Aids und vielen weiteren mehr. Mehr als 30.000 Berliner*innen engagieren sich ehrenamtlich in unseren Mitgliedsorganisationen.

Oft werde ich gefragt, wieso sich so viele Menschen engagieren? Die Antwort fällt mir leicht, denn ich engagiere mich ja selbst auch ehrenamtlich: Die Arbeit und der Einsatz im Ehrenamt kommt den Menschen zugute, die in ihrem Alltag Hilfe, Beratung oder Unterstützung brauchen.

Ich hatte selbst viele Erlebnisse , die mich noch heute berühren. Ich habe Ehrenamtliche kennenlernen dürfen, die durch ihren jahrzehntelangen Einsatz den größten Respekt verdienen. Insofern ist es - aus meiner Perspektive heraus – ein wichtiges und überfälliges Signal, dass wir am 23. Mai zum ersten Mal den Ehrentag begehen. Hierbei handelt es sich um einen bundesweiten Mitmachtag zum Geburtstag des Grundgesetzes. Der Ehrentag ist eine gemeinsame Initiative des Bundespräsidenten und der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Im Aktionszeitraum vom 16. bis 31. Mai 2026 sind viele unserer Mitgliedsorganisationen in ganz Berlin mit Mitmachaktionen beteiligt.

Wir beteiligen uns natürlich auch und widmen daher diese Ausgabe dem Thema Ehrenamt.

Was Sie in dieser Ausgabe unter anderem erwartet?

  • ein Gastbeitrag von Dr. Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, zu der Frage, wie ehrenamtliches Engagement Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt
  • ein Einblick in die Arbeit von Ehrenamtlichen im Zivil- und Katastrophenschutz: Autorin Dominique Hensel hat mit dem ASB Berlin und der DLRG Berlin über die kalten Tage im Januar gesprochen, als im Südwesten Berlin der Strom ausfiel.
  • ein Interview mit Peggy Coburger, stellvertretende Geschäftsführerin der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste (ijgd Berlin), zur Rolle der Freiwilligendienste für Gesellschaft und Zusammenhalt
  • ein eindrücklicher Einblick in das Ehrenamt von Rebecca Jennerjahn im Kinder- und Jugendhospiz Sonnenhof und die Arbeit von Frank Ewers, der in der Björn Schulz Stiftung – Träger des Hospizes – als Referent für Ehrenamt tätig ist und weiß, wie entscheidend eine gute Vorbereitung und unterstützende Begleitung ist

Eines darf nicht vergessen werden: In Zeiten von Kürzungen und Debatten um die Finanzierung sozialer Angebote ist es wichtig zu betonen, dass Ehrenamtliche keine Fachkräfte ersetzen können. Das Land Berlin ist in der Verantwortung, soziale Organisationen auskömmlich zu finanzieren. Die Politik muss zudem Bedingungen schaffen, unter denen sich Menschen sicher, sinnvoll und ohne übermäßige Hürden ehrenamtlich engagieren können. Dafür setzen wir uns ein. Nicht nur am 23. Mai.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe.

Ihr

Stefan Dominik Peter
Vorstandsvorsitzender